Musik/Tanz

07. Januar 2012

Neujahrskonzert im Fritz-Treutel-Haus:

Das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt gestaltet seit dem Jahr 1991 regelmäßig mit dem "Neujahrskonzert" den musikalischen Auftakt des städtischen Kulturprogramms.
Als Solisten wirkten Anna Rita Esposito und Emilio Ruggerio mit. Die Moderation lag in den bewährten Händen von Rainer Zagovec.

Pressestimmen:

09.01.2012, Frankfurter Neue Presse

Begeisternder Start ins Jubiläumsjahr
Das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt bot ein grandioses Konzert im Fritz-Treutel-Haus
Das Gastspiel des Johann-Strauß-Orchesters war ein gelungener Auftakt für das Jubiläum "60 Jahre Stadtrechte Kelsterbach". Das Publikum war angetan.
Ein bis auf den letzten Platz besetztes Fritz-Treutel-Haus, ein mitreißendes Johann-Strauß-Orchester und ein be-geistertes Publikum – so sieht ein perfekter Start in ein Jubiläumsjahr aus.
Bevor das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt unter der Leitung von Stefan Ottersbach das Neujahrskonzert eröffnete, begrüßte Bürgermeister Manfred Ockel die Gäste im Neuen Jahr. "Ich hoffe, Sie kommen auch weiterhin so zahlreich zu den mehr als 100 Veranstaltungen, die wir im Jubiläumsjahr geplant haben", so das Stadtoberhaupt.
Er wünschte allen ein gesundes und erfolgreiches sowie der Stadt Kelsterbach auch ein ereignisreiches Jahr, schließlich feiert die Perle am Untermain "60 Jahre Stadtrechte".

Romantische Gondelfahrt
Dann öffnete sich der Vorhang und das Johann-Strauß-Orchester ließ die Ouvertüre zur Operette "Die Fledermaus", komponiert vom Namensgeber des Ensembles, erklingen.
"Komm in meine Gondel", sang Tenor Emilio Ruggerio und viele Besucher träumten sicher von einer romantischen Gondelfahrt. Nach der schnellen Polka von Eduard Strauß gestand Sopranistin Anna Rita Esposito "Ich bin verliebt" – gemäß dem Lied der Clivia.
Moderator Rainer Zagovec hatte neben Informationen über Komponisten und Werke auch manch heitere Zugabe parat. So wie jene, als ein Geiger, der unbedingt im Johann-Strauß-Orchester mitspielen wollte, dafür aber einen gleichwertigen Ersatz in seinem Stammorchester besorgen sollte. Er konnte den Hausmeister, einen passionierten Geiger, mit dem Argument gewinnen, dass er unter den 22 ersten Geigern kaum auffallen würde. Nach dem Konzert wollte er wissen, wie es seinem Vertreter ergangen war. "Es war die größte Blamage meines Lebens: Wir waren 18 Hausmeister", sagte der.

Für Herzklopfen gesorgt
Wie viele (weibliche) Gäste sich von Emilio Ruggerio mit dem Lied "Ob blond oder braun, ich liebe alle Frau‘n" angesprochen gefühlt haben, ließ sich nicht genau feststellen, begeistert waren sie jedoch alle. Aber auch für Herzklopfen der Herren war gesorgt, denn nach der Pause kam Anna Rita Esposito in einem aufregenden roten Kleid auf die Bühne und sang "Schlösser, die im Monde liegen" aus der Operette "Frau Luna". Im Duett "Mädchen gibt es wunderfeine", dargeboten von den beiden Solisten, gab es dann musikalische Streichelein-heiten für beide Geschlechter. Beim finalen Medley "Das gibt‘s nur einmal", summten viele der begeisterten Gäste leise mit.
Am 16. Juni wird es ein Wiedersehen mit dem Johann-Strauß-Orchester geben. Dann wird im Fritz-Treutel-Haus mit der "Italienischen Nacht" der Kultursommer Südhessen eröffnet.
Artikel aus der FRANKFURTER NEUE PRESSE vom 09. Januar 2012 , Text: Leo Postl

15. Januar 2012

hr4-Tanztreff im Fritz-Treutel-Haus:

"Kelsterbach feiert Stadtjubiläum und hr4 feiert mit." So lautete der Slogan für den erstmals im Fritz-Treutel-Haus ausgerichteten Tanznachmittags des Hessischen Rundfunks mit Moderator Dieter Voss (Bild rechts) und Livemusik der Karl-Schmidt-Band .

Pressestimmen des hr4-Tanztreffs vom 15. Januar 2012:

13.01.2012 Kelsterbach Aktuell

Tanz-Spektakel im Fritz-Treutel-Haus mit hr4
240 Karten im Vorverkauf bescherten dem hr4-Tanztreff am vergangenen Sonntag eine würdige Resonanz. Die Veranstaltung stellte einen der Höhepunkte im Rahmen des 60-jährigen Stadtjubiläums dar und so war die Freude groß, den Hessischen Rundfunk als Gast in Kelsterbach im Fritz-Treutel-Haus begrüßen zu dürfen.
Der Moderator Dieter Voss, bekannt aus Funk und Fernsehen, führte durch den musikalischen Nachmittag. Eloquent und charmant hatte er das Publikum schnell auf seiner Seite.
Er eröffnete auch den Tanz mit einer Zuschauerin. Diesem Auftakt folgend, füllte sich die Tanzfläche rasant. Die Klänge der Karl Schmidt Band taten ihr Übriges. Das breite Repertoire des Ensembles beinhaltete sämliche modernen Tänze, die in bekannten Melodien Ausdruck fanden. "Rot sind die Rosen", "Morning hasbroken" oder "Nachts in Wien" rief die Walzerfreunde auf das Parkett. Etwas flotter ging es beim "Hardrock-Cafe", "Sex Bomb" und "BoogieFever" zu.
Ob "ChaCha", "Jive", "Samba" oder "Slofox" - die Musiker trafen immer den richtigen Takt, ungebremste Tanzfreude war die Folge. Nicht nur das Parkett im Bürgersaal, sondern auch die Empore und das Foyer wurden räumlich für die eine oder andere rhythmische Drehung genutzt. Pausen waren Fehlanzeige, denn wenn die Band nciht aufspielte, legte Dieter Voss die Hits aus der hr4-Jukebox auf.
Der Erste Stadtrat Kurt Linnert erfreute sich an der Szenerie mit Begeisterung und beantwortete dem Moderator einige Fragen rund um das Fritz-Treutel-Haus. Erinnert wurde an dessen Namensgebung, den unvergessenen Ehrenbürgermeister Friedrich Treutel. Voss interessierte sich auch für das 60 jährige Jubiläum der Stadt Kelsterbach. Linnert ging daher auf einige Highlights ein. Ein Glenn-Miller-Konzert und die Eröffnung des Kultursommers Südhessen mit dem Johann-Strauß-Orchester fanden beispielhaft Erwähnung. Für das Gelingen der Tanzveranstaltung dankte das stellvertretende Stadtoberhaupt den Organisatoren vom städtischen Kulturamt. Betraut mit der Durchführung war der Auszubildende Lukas Laun.
Die Versorgung mit Speisen und Getränken übernahmen die Frauen der St. Martinsgemeinde. Ihr selbstgebackener Kuchen in appetitlicher Sortenvielfalt war an einem Sonntagnachmittag genau das Richtige. Kaffee und leckere Snacks rundeten das kulinarische Bild ab.
Nach knapp vier Stunden ging eine Veranstaltung zu Ende, die ihre Erwartungen voll erfüllt und den Reigen der Jubiläumsveranstaltungen bereits im Januar ein frühes Glanzlicht bescherte
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 13. Januar 2012, Text und Fotos: Thorsten Schreiner

17.01.2012 Frankfurter Neue Presse

Harmonie im Walzertakt
Das Publikum strömte beim hr4-Tanztreff in Scharen aufs Parkett
Schon beim Auftakt des hr4-Tanzgreffs mit der Karl Schmidt Band hatten sich viele Tanzbegeisterte aufs Parkett gewagt. Zu den ältesten unter ihnen zählten Melitta Stemmler und Ernst Kühnel.
Melitta Stemmler (83 Jahre) und Ernst Kühnel (85 Jahre) aus Raunheim zählten zu den ältesten Teilnehmern des hr4-Tanztreffs im Fritz-Treutel-Haus. Foto: Carmen Erlenbach Mit einem "Kracher" der besonderen Art startete die Untermainstadt in ihr Jubiläumsjahr. Vor 60 Jahren wurden Kelsterbach die Stadtrechte verliehen. Das wurde am Sonntag im Fritz-Treutel-Haus mit der Ausrichtung des beliebten Tanztreffs des Hessischen Rundfunks ausgiebig gefeiert. Versprach sich hr4-Moderator Dieter Voss auch einige Male und begrüßte 250 Gäste im ausverkauften Bürgerhaus zunächst versehentlich in Kelkheim, so tat das der Stimmung und der freudigen Erwartung vieler Tanzpaare aus ganz Hessen keinen Abbruch. Etliche Tanzpaare zählen zur treuen Fangemeinde des Tanztreffs, dem sie zu vielen Veranstaltungsorten nachreisen.
Eigentlich hätten wesentlich mehr Besucher im Fritz-Treutel-Haus Platz gehabt. Weil jedoch für eine ausreichend große Tanzfläche gesorgt werden musste, reduzierten sich die Sitzplätze.
Die 30 Minuten Wartezeit zwischen dem Einlass und dem Beginn der Veranstaltung vertrieben sich die überwiegend älteren Gäste bei Kaffee und Kuchen, den weibliche Mitglieder der evangelischen St.-Martins-Gemeinde gebacken und spendiert hatten.

Tolles Kuchenbüfett
Viele Mitglieder der Fangemeinde des hr4-Tanztreffs teilten mit, dass sie bei keiner derartigen Veranstaltung bisher ein so gutes und reichhaltiges Kuchenbüfett und noch keine derartig gute Bewirtung wie seitens der Mitglieder der Kirchengemeinde in Kelsterbach erfahren hätten.
Nach einer kurzen Begrüßung eröffnete Voss mit der Besucherin Maria Born die vierstündige Veranstaltung. Er kündigte einen Wiener Walzer an, gestand aber, dass er ihn nur rechts herum tanzen könne, was das Publikum herzlich schmunzeln ließ. Nach einigen Takten trennte sich das Paar, und Born holte ihren Ehemann aufs Parkett, der den Wiener Walzer standesgemäß links herum mit ihr fortsetzte.

Rhythmus im Blut
Schon bei diesem Intro der Karl Schmidt Band, die den ganzen Nachmittag für klassische Tanzmusik sorgte, hatten sich viele Tanzbegeisterte auf dem Parkett eingefunden – unter ihnen Melitta Stemmler und Ernst Kühnel aus Raunheim, die mit 83 beziehungsweise 85 Jahren zu den ältesten Besuchern zählten. Das Paar hält sich seit vielen Jahren mit Tanzen fit und taucht stets bei allen Veranstaltungen mit Musik auf, welche die Gelegenheit dazu bietet.
Als Stemmler über die Radiowerbung von dem hr4-Tanztreff in Kelsterbach erfuhr, waren sie und Kühnel sofort dabei. Sie besorgten sich sofort Eintrittskarten, um einmal mehr einen schönen Nachmittag miteinander zu verbringen und sich dabei im Takt der Musik im Kreis zu drehen.
Auch Else und Helmut Stamm aus Kelsterbach waren gekommen, die sich auf die Kapelle freuten, deren Musik oft im Radio zu hören ist. Besonders Helmut Stamm freute sich darauf, denn er war in jungen Jahren Schlagzeuger einer Band – und ihm liegt der Rhythmus im Blut.
Ob mit dem Cha-Cha "Para Gosar", "Strangers in theNight", "C‘est si bon", "Ein Stern, der Deinen Namen trägt", "Over the Rainbow", "Quando, quando", "Hard Rock Cafe" "Morning hasbroken", "Sex Bomb", "Quesera, sera" oder "Guantanamera" – für die Gäste wurde einiges geboten. Auch Foxtrott, Samba, Slowfox, Quicksteps, Jives, Tangos sowie Wiener Walzer trugen zu schönen Stunden und ein unvergessliches Erlebnis bei.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 17. Januar 2012, Text: Carmen Erlenbach

18.01.2012 Freitags-Anzeiger

Lebhaftes Tanzvergnügen
Karl-Schmidt-Band sorgt für viel Andrang auf der Tanzfläche
280 Besucher kamen zum hr4-Tanztreff ins Fritz-Treutel-Haus. „Die Veran-staltung ist komplett ausverkauft“, freute sich Sabine Gunkel, Eventmanagerin beim Hessischen Rundfunk. Gekommen waren Tanz- und Musikbegeisterte aus Kelsterbach und Umgebung.
„Viele Menschen reisen uns auch nach. Wir haben sozusagen eine kleine Fangemeinde“, verriet Gunkel. Die Veranstaltung in Kelsterbach war eine von insgesamt sieben in ganz Hessen. „Gespielt werden natürlich die Tanzklassiker.“
Es wurde eifrig getanzt – zumindest so gut es ging, denn es herrschte großer Andrang auf dem Parkett. Gertrud Große schwang mit Hartmut Rohn das Tanzbein. „Wir tanzen fast alles“, meinten sie einstimmig. Zusammen mit ihren Freunden Gerhard und Monika Kabitzky genossen sie das Angebot. „Wir sind auch hergekommen, um den Dieter Voss mal persönlich kennenzulernen“, gestand Monika Kabitzky. „Er ist sehr charmant“, so ihr Urteil.
Während die Karl Schmidt Band pausierte, brachte Moderator Dieter Voss mit Witz und Charme das Publikum tatsächlich in Stimmung und hatte die Lacher auf seiner Seite. Die Besucher konnten ihm sogar ein Geheimnis entlocken. „Ich habe keine gefärbten Haare“, gestand er schmunzelnd.
Jutta und Sepp Lugauer genossen den Nachmittag von der Empore aus. „Wir haben von dem Tanztreff in Zeitung und Radio gehört und nun sind wir hier“, meinten sie. Gemeinsam mit ihren Freunden Rosemarie Hanikel-Richter und Werner Netsch besuchten sie die Veranstaltung. Gemütlich saßen sie beisammen, schauten sich alte Fotos an und aßen Kuchen. „Der hat sehr gut geschmeckt“, so Sepp Lugauer.
Die evangelische Frauenhilfe der Martinsgemeinde bewirtete die Tänzer mit Getränken und selbstgebackenen Kuchen. „Der Erlös ist für einen guten Zweck“, so Christa van der Burg, die an der Kuchentheke gut beschäftigt war.
Beim Einlass wurden Lose für die Tombola der BKK-Linde verteilt. Zu gewinnen gab es einen Präsentkorb sowie kleinere Preise, die gegen Ende der Veranstaltung verteilt wurden.
Insgesamt kam der Tanztreff gut an. „Das Ambiente gefällt mir sehr“, meinte Elene Wedekind, die mit ihrem Mann vor allem wegen der Musik gekommen war.
Artikel aus der FREITAGS-ANZEIGER vom 18. Januar 2012, Text : M. Kriewitz

18.01.2012 hr-online.de

Ausverkaufter Tanztreff in Kelsterbach
Kelsterbach feiert in diesem Jahr 60 Jahre Stadtrecht. Über 100 Veranstaltungen sind zum Jubiläum geplant - und hr4 war mit dem Tanztreff eine der Auftaktveranstaltungen. Und die war ausverkauft: fast 300 Gäste kamen zum Tanzen.
"Wir haben schon zu Zeiten der Schellack Diskothek prima mit hr4 zusammen gearbeitet. Und da war es mir ein Bedürfnis und eine Freude, den Tanztreff zu unserem Stadtfest nach Kelsterbach zu holen", so der 1. Stadtrat von Kelsterbach, Kurt Linnert.
Ein großes Lob gab es für die Bewirtung durch die Frauenhilfe der Ev. Luth. St. Martinsgemeinde Kelsterbach. "Die Bewirtung und der Service waren umwerfend. So schmackhaften, selbstgebackenen Kuchen wie in Kelsterbach haben wir nur selten gegessen", lobten Tanztreffgäste.
Die Tanzfläche war keinen Augenblick leer. Die Karl Schmidt Band sorgte mit Livemusik für Stimmung und Moderator Dieter Voss legte bei der hr4-Diskothek auf.
Höhepunkt des Nachmittags war die Verlosung. Den Hauptgewinn sicherte sich Frau Stern. Nicht nur Stadtrat Kurt Linnert freute sich über die gute Resonanz des Tanztreffs, auch die 300 Gäste verbrachten einen vergnüglichen Nachmittag.
Artikel aus hr-online.de vom 18. Januar 2012, Text: Petra Hartmann, hr

12.01.2012, Freitags-Anzeiger

Gelungener Auftakt des Jubiläums
Neujahrskonzert mit bekannten Melodien und einer unterhaltsamen Moderation

Mit dem Neujahrskonzert startete die Stadt feierlich in das Jubiläumsjahr. Für den gelungenen Auftakt sorgte das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt das bekannte Walzer- und Operettenmelodien spielte. Auf das Jubiläumsjahr stimmte auch Bürgermeister Manfred Ockel in seiner Begrüßung ein. "Mit über hundert Veranstaltungen werden wir die Verleihung der Stadtrechte vor 60 Jahren gebührend feiern", betonte das Stadtoberhaupt.
Nimmt man alle Feste zusammen, sollen es genau 108 Veranstaltungen werden, wie Frank Niedermann, Leiter des Kulturamtes, bestätigte. "Ich hoffe, Sie kommen auch weiterhin so zahlreich zu den über hundert Veranstaltungen, die wir im Jubiläumsjahr geplant haben", meinte Manfred Ockel und wünschte allen erst einmal ein schönes Neujahrskonzert.
Dann öffnete sich im Fritz-Treutel-Haus der Vorhang und das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt ließ die Overtüre zur Operette "Die Fledermaus" erklingen. Mit dem Lied "Komm in meine Gondel" schmachtete Tenor Emilio Ruggerio dann sein weiblichen Publikum an. Nach der Schnellpolka "Elektrisch" von Eduard Strauß verzauberte Sopranistin Anna Rita Esposito mit dem Lied "Ich bin verliebt" nicht nur ihre männlichen Zuhörer.
Gewohnt souverän und unterhaltsam führte Rainer Zagtovec durch den Abend. Er verriet Wissenswertes aus dem Leben der Komponisten und gab manch heitere Anekdote wieder. Auch der ein oder andere Witz wurde von Zagovec erzählt.
"Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau'n" sang Ruggerio und begeisterte mit dem Lied sein Publikum.
Nicht nur akustisch, sondern auch optisch zog Esposito die Zuhörer in ihren Bann. Nach der Pause kam sie in einem dunkelroten Kleid auf die Bühne und interpretierte einfühlsam das Lied "Schlösser, die im Monde liegen" aus der Operette Frau Luna. Dafür gab es tosenden Applaus.
Hinreißend war auch der gemeinsame Auftritt von Sopranistin und Tenor. Esposito und Ruggerio trugen im Duett "Mädchen gibt es wunderfeine" aus der Csardasfürstin vor. Zum Finale spielte das Johann-Strauß-Orchester das Medley "Das gibt's nur einmal", bei dem viele der begeisterten Gäste leise mitsummten.
Am Samstag, dem 16. Juni, gibt es um 20 Uhr im Fritz-Treutel-Haus ein Wiedersehen mit dem Johann-Strauß-Orchester Frankfurt. Dann wird mit der "Italienischen Nacht" in Kelsterbach der Kultursommer Südhessen eröffnet. Karten hierfür gibt es ab Mitte Mai bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 12. Januar 2012, Text: Leo Postl

13.01.2012, Kelsterbach Aktuell

Neujahrskonzert - mit Schwung ins Jubiläumsjahr

Kelsterbach kann auf 60 Jahre Stadtrechte zurückblicken. Als Einstieg in dieses feierschwangere Jahr diente das erneut mit 500 Gästen ausverkaufte Neujahrkonzert im Fritz-Treutel-Haus. Das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt unter der Leitung von Stefan Ottersbach, die beiden Gesangssolisten Anna Rita Esposito und Emilio Ruggerio sowie Moderator Rainer Zagovec sorgten für ein gut zweistündiges Furioso zu Jahresbeginn. Mit der Ouvertüre zur „Fledermaus“ von Johann Strauß eröffnete das Orchester, das bereits 20 Mal in Kelsterbach gastierte, den Abend. Zuvor hatte Bürgermeister Manfred Ockel auf die mehr als 100 Veranstaltungen des Jubiläumsjahres hingewiesen und wünschte allen Anwesenden ein gutes neues Jahr. Gefordert wurden Ockel und der Erste Stadtrat Kurt Linnert mit ihren Ehefrauen bei einem Wiener Walzer, den sie zusammen mit einem weiteren mutigen Paar aufs Parkett legten. Der Mexikaner Emilio Ruggerio überzeugte stimmlich mit „Komm in die Gondel“ aus „Eine Nacht in Venedig“ und mit „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Lehars „Land des Lächelns“, Anna Rita Esposito antwortete mit Nico Dostals „Ich bin verliebt“ aus „Clivia“ und „Schlösser die im Monde liegen“ von Paul Linke. Im Duett überzeugten beide mit „Mädchen gibt es wunderfeine“ als Emerich Kalmans „Csardasfürstin“. Stand der Orchsterteil vor der Pause unter habsburgisch-österreichischen Vorzeichen, so wechselte das Orchester nach der Pause auf die preußische Seite. Paul Linke, Theo Mackeben und Walter Kollos „So lang noch unter Linden“ zeugen von der breiten Palette des Profiorchesters. Nicht ohne Zugabe entließ das Kelsterbacher Publikum die musizierenden Akteure. Die sind 2012 erneut in Kelsterbach zu Gast: Zur Italienischen Nacht am 16. Juni, eröffnet wird dann im Fritz-Treutel-Haus der Kultursommer Südhessen, spielt das Johann-Strauß-Orchester auf, als Solisten werden Alexandru Badea und Elena Dediu erwartet. (hb)

Tanztreff beim Stadtjubiläumin Kelsterbach - Kelsterbach feiert in diesem Jahr 60 Jahre Stadtrecht.

Über 100 Veranstaltungen plant man zum Jubiläum und hr4 war mit dem Tanztreff im Fritz-Treutel-Haus eine der Auftaktveranstaltungen. Die Stadt Kelsterbach und hr4 riefen am Sonntag ins Fritz-Treutel-Haus und fast 300 Gäste kamen zum Tanzen. Ausverkauft!
„Wir haben schon zu Zeiten der Schellack Diskothek prima mit hr4 zusammen gearbeitet. Und da war es mir ein Bedürfnis und eine Freude, den Tanztreff zu unserem Stadtfest nach Kelsterbach zu holen“, so der 1. Stadtrat von Kelsterbach, Kurt Linnert.
Ein großes Lob gab es für die Bewirtung durch die Frauenhilfe der Ev. Luth. St. Martinsgemeinde Kelsterbach. „Die Bewirtung und der Service waren umwerfend. So schmackhaften selbstgebackenen Kuchen wie in Kelsterbach, haben wir nur selten gegessen“, lobten Tanztreffgäste.
Die Tanzfläche war keine Minute leer. Die Karl Schmidt Band haute in die Tasten und Moderator Dieter Voss legte bei der hr4-Diskothek auf. Mit dabei auch der Partner der Tanztreffs, das Team der BKK Linde. Mit einer Verlosung gab´s Spannung auf den Hauptgewinn. Den sicherte sich Ruth Stern aus Frankfurt-Rödelheim. Für die die Plätze zwei und drei gab es auch was.
„Ich bin begeistert von der Resonanz der Tanztreff- Premiere und würde mich sehr auf eine Wiederauflage im nächsten Jahr freuen“, sagte Stadtrat Kurt Linnert hr4.

08. März 2012

Weltfrauentag: TRUDE TRÄUMT VON AFRIKA im Fritz-Treutel-Haus:

Wenn "Trude" träumt, schläft niemand ein. Sie träumt laut und lässt alle mitträumen. Die Damen haben ihre Kochtöpfe gegen Trommeln und ihre Blockflöten gegen Rasseln eingetauscht und schwelgen jetzt bis zum Siedepunkt in afrikanischen Rhythmen. Meisterhafte Trommelrhythmen, mehrstimmige Gesänge, temperamentvoll-trutschige Tänze und unwiderstehlich drollige Slapstickeinlagen vermitteln pralle Lebensfreude- gewürzt mit kleinen Boshaftigkeiten.

Pressestimmen:

14.03.2012, Freitags-Anzeiger

Schrille Outfits und fetzige Musik
Die Truden albern am Internationalen Frauentag im Fritz-Treutel-Haus
Bei der zentralen kreisweiten Veranstaltung zum Weltfrauentag wurde weder tiefschürfend diskutiert noch kontrovers debattiert, im Fritz-Treutel-Haus wurde vor allem gelacht. Mit Comedy und Percussion setzte sich die Formation „Trude träumt von Afrika“ ironisch mit dem Internationalen Frauentag auseinander. Das rabiate Damenquartett nahm auf humorvolle und sehr direkte Weise Stereotypen auf die Schippe und spielte mit Klischees.
Die städtische Frauenbeauftragte Waltraud Engelke und Städträtin Ursula Will begrüßten das überwiegend weibliche Publikum. „Innerhalb von zwei Wochen waren die kostenlosen Eintrittskarten vergriffen“, freute sich Engelke über das große Interesse.
Vor dem Auftritt der Truden wurde es dann doch einmal kurz ernst, denn es wurde ein Kurzfilm der Landesregierung über den 100. Weltfrauentag im letzten Jahr gezeigt, darin wurde noch einmal deutlich gemacht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele Frauen immer noch sehr schwierig ist.
Danach wurde es laut und chaotisch im Fritz-Treutel-Haus, denn die Truden trommelten sich durch ihr Programm. Sie bezauberten das Publikum mit ihrem Witz und Charme – jede auf ihre eigene Art und Weise. In ihren schrillen Outfits sahen sie hinreißend aus, zum bunt gemusterten Kleid durfte die passende Handtasche nicht fehlen. „Früher spielten wir Blockflöte, aber da kamen nicht so viele Leute zum Auftritt“, scherzte Trude Erna (Eva Roßberg) zu Beginn.
Musikalisch anspruchsvoll waren der mehrstimmige Gesang und die Trommeleinlagen der Truden. Musik machten die vier quirligen Damen mit Wanderstöcken, Kochtopfdeckeln, Triangel, Xylophon und Kuhglocken. Die Rhythmen waren mitreißend und begeisterten das Publikum.Neben der stets modern gekleideten Trude Erna standen noch Trude Mathilde von der Heilsarmee (Annette Kayser), die temperamentvolle Trude Agathe (Anke Hundius) und Ernas hochbegabte Nichte Trude Yvonne (WinniKnaack) auf der Bühne. Das Damenquartett entpuppte sich als hochmusikalisch und ulkig zugleich. Es trommelte sich richtig in Fahrt und riss das Publikum dabei mit. Ihren Traum von Afrika machten die Truden mit den entsprechenden Rhythmen wahr.
Zum Schluss erzählten die vier Damen, was sie erst kürzlich auf dem Dachboden entdeckt haben: Einen alten Schallplattenspieler, den sie natürlich auch gleich ausprobierten. Das Lied, das die Truden auf dem alten Gerät gehört haben, wurde im Fritz-Treutel-Haus dann ganz authentisch gecovert – samt Knistertönen und Sprüngen in der Platte. Dafür gab es donnernden Applaus. Natürlich mussten die Truden noch eine Zugabe geben, bevor sie dann ihre Kochtöpfe und Kuhglocken zusammenräumen durften.
Kelsterbach war Gastgeber für die kreisweite Veranstaltung zum Weltfrauentag, da die Untermainstadt in diesem Jahr 60 Jahre Stadtwerdung feiert. (geo)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 14.03.2012, Text: Silvia Georgi

16.03.2012, Kelsterbach Aktuell

Weltfrauentag mit den "Truden"
Wir werden immer älter - und das hat Folgen. Frauen im gesetzteren Alter verlassen ihren Blockflötenkreis, um auf größeren Bühnen ihr Trommel- und Gesangstalent unter Beweis zu stellen.
Zu sehen waren diese am Donnerstagabend im Fritz-Treutel-Haus, wo eine Truppe rüstiger Hamburger Mädels den Zuschauern ordentlich was auf die Ohren gab. "Trude träumt von Afrika", heißt die norddeutsche Gruppe, deren Name Programm war. Denn was verbindet man am ehesten mit Damen in gestreiften und geblümten Kleidchen nebst Handtaschen und stilechtem Glockenhütchen? Richtig, heiße afrikanische Trommelrhythmen.

Mit einer umwerfenden Mischung aus perfekt abgestimmter afrikanischer Percussion, exquisiten Handtaschentanz-Choreographien und staubtrockener Situationskomik sorgten die vier "Truden" Mathilde, Agathe, Erna und Yvonne schnell für Begeisterung und schallendes Gelächter. Dabei kamen nicht nur Basstrommeln, Djemben und Triangel zum Einsatz. Ihrem Alter angemessen bauten die wilden Weiber auch ungeniert Gehstöcke, Topfdeckel und Waschbretter in ihre musikalischen Darbietungen ein.
Besonders Trude "Mathilde" spielte sich mit ihrem bärbeißigen Charme in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Mit fest am unteren Ende des Kinns angetackerten Mundwinkeln fackelte sie an Snaredrum und Roto-Toms ein derartiges Rhythmus-Feuerwerk ab, dass mancher Hardrock-Drummer blass vor Neid würde.

Mit einer "Standing Ovation" und frenetischem Applaus honorierte das Publikum die Leistungen der Hanseatinnen. Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Sechzigjahrfeiern zur Stadtwerdung und anlässlich des internationalen Frauentages vor ausverkauftem Hause statt.
Stadträtin Ursula Will und Frauenbeauftragte Waltraud Engelke begrüßen zunächst das Publikum, darauf folgte die Kurzfilmvorführung "An Frauen führt kein Weg vorbei", welche anlässlich des Weltfrauentages vorgeführt wurde.

Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 16.03.2012, Text und Foto: Waltraud Engelke, Frauenbeauftrage

24. März 2012

Frühlingskonzert Blasorchester Büttelborn im Fritz-Treutel-Haus:

Das Blasorchester Büttelborn hat sich in den letzten Jahren zu einem modernen Klangkörper mit mehr als 50 Musikerinnen und Musikern entwickelt. Seit vielen Jahren begeistert es sein Publikum mit Werken symphonischer Blasmusik aus nahezu allen Sparten der Musikliteratur und war bereits zum zweiten Mal im Fritz-Treutel-Haus zu Gast.
Pressestimmen:

30.03.2012, Kelsterbach Aktuell

Blasorchester Büttelborn begeistert mit starken Klängen
Von "ein gelungenes Konzert" über "was eine atemberaubende Akustik" bis hin zu "eine weitere klasse Veranstaltung im Jubiläumsjahr" - so kommentierten die Besucher am zurückliegenden Samstag das Frühjahrskonzert mit dem Blasorchester Büttelborn im Bürgersaal des Fritz-Treutel-Hauses.

Rund 60 Musiker verzückten das Publikum mit Klängen aus vergangenen Tagen wie auch aus der Gegenwart. Hervorzuheben ist hier Hymne und Triumphmarsch aus der Oper "Aida" von Giuseppe Verdi, die gekonnt durch Trompeter auf Empore und Galerie in Szene gesetzt wurde oder auch das Stück "I will alwaysloveyou", mit dem das Orchester an die kürzlich verstorbene Whitney Houston erinnerte.
Von klassischer Musik bis hin zu Filmmusiken überraschten die Musiker durch außergewöhnliche Interpretation mit einer Note persönlichem Charme, welche das Blasorchester Büttelborn auszeichnet.
Die rund 200 Zuschauer begleiteten jeden Schlusston eines Stückes mit tosendem Beifall und honorierten die Leistung des Orchesters mit Standing Ovations noch vor Ende des Konzertes. Dirigent Ulrich Conzen, der mit seinem Fachwissen zu jedem Titel interessantes rund um Komponist und Titel beisteuern konnte, führte souverän durch den Abend.
Die moderne und eigene Interpretation der Blasmusik macht das Orchester aus Büttelborn unverwechselbar und zeitgleich zu einem regionalen Blasorchester der Spitzenklasse. (rs)
Artikel aus KELSTERBACH AKTUELL vom 30. März 2012, Text: Robin Schmalz

10.04.2012, Frankfurter Neue Presse

Bläser boten im Fritz-Treutel-Haus atemberaubende Klangfülle
Das Blasorchester Büttelborn überzeugte mit seiner Klangfülle. Die Musiker hatten klassische und moderne Stücke im Repertoire.
Ein Konzert ist immer etwas Besonderes. Musik in dem Moment gemacht, in dem sie an das Ohr des Zuhörers dringt – lebendig, nicht immer perfekt und gerade dadurch so echt und persönlich – ist ein gänzlich anderes Erlebnis, als die beste CD. Nun sind die Geschmäcker verschieden. Der eine bevorzugt ein dezentes Kammerkonzert, der nächste ist ein Freund der großen philharmonischen Besetzung, und auch die moderneren Musikformen von Jazz bis Rock haben ihre Reize.
Reine Lautstärke
Besonders beeindruckend ist jedoch immer ein Konzert mit einem Blasorchester. Dies bewies eindrucksvoll das Blasorchester Büttelborn im Kelsterbacher Fritz-Treutel-Haus. Denn die Klangfülle und zugegebenermaßen auch die reine Lautstärke sind einfach atemberaubend. Es war eine weitere Veranstaltung, die anlässlich der 60-Jahr-Feier der Stadt Kelsterbach aus der Taufe gehoben wurde.
Spannende Anekdoten
Statt der geplanten 60 wurden es mittlerweile übrigens rund 100 Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Und wenn die weiteren sich auf ähnlichem Niveau bewegen, wie das Frühjahrskonzert mit dem Blasorchester Büttelborn, wird dem Publikum in der Untermainstadt in diesem Jahr einiges geboten. Allein schon die Moderation vom Leiter des Orchesters, Ulrich Conzen, war den Eintritt wert. Denn er hatte zu jedem der Stücke, die gespielt wurden, interessante Hintergrundinformationen. Egal ob es um den Komponisten oder die Entstehung des Stückes ging, Conzenkonnte spannende Anekdoten dazu beitragen.
Aber natürlich stand die Musik im Mittelpunkt des Abends. Mehr als 50 Musiker brachten die Wände des Fritz-Treutel-Hauses zum Beben. Neben Klassikern wie Gioacchino Rossinis Ouvertüre zu "Die diebische Elster" oder der Hymne und dem Triumphmarsch aus Giuseppes Verdis "Aida", gab es auch Modernes. Die Filmmusik aus "Robin Hood" und "Pink Panther" bekam mit dem Blasorchester eine ganz neue, ungeahnte Klangfülle. Und auch moderne Rock- und Popstücke klangen mit all den Bläsern ungewohnt, aber gut. khn
Artikel aus der FRANKFURTER NEUE PRESSE vom 10. April 2012, Text: Karlheinz Niess

28.03.2012, Freitags-Anzeiger

Ein Strauß bunter Melodien
Büttelborner Blasorchester überzeugt mit seiner Bandbreite
Ein echtes musikalisches Highlight war das Frühjahrskonzert des Blasorchesters Büttelborn im Fritz-Treutel-Haus. Im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre Stadt Kelsterbach“ präsentierten die mehr als 50 Musiker einen bunten Melodienstrauß.
Fulminant war der Auftakt mit dem „Florentiner Marsch“ des tschechischen Komponisten Julius Fucik. Dirigent Ulrich Conzen führte die Musiker nicht nur gekonnt mit dem Taktstock, sondern gab auch zu den einzelnen Stücken informative Erläuterungen. So erfuhr das Publikum viel über den Inhalt der Oper „Die diebische Elster“ von Gioacchino Rossini. Beinahe wäre ein armes Dienstmädchen in schwere Ungnade gefallen, hätte man den silbernen Löffel nicht im Nest einer diebischen Elster gefunden. Die ganze Tragik der Geschichte bis hin zur glücklichen Auflösung gaben die Musiker mit ihrer Interpretation der Ouvertüre wieder.
Ein Blasorchester und die Oper Carmen – passt das zusammen? Wenn diese Komposition aus der Feder von Georges Bizet vom Büttelborner Blasorchester dargeboten wird, dann schon.Auch Werke Giuseppe Verdis standen auf dem Programm. Beim berühmten Trinklied aus „La Traviata“ spielten sich Isa Lehmkul (Klarinette) und Moritz Kreutzer (Tenorhorn) buchstäblich in den Vordergrund und schufen mit den Trompetern, die von der Empore aus dem Orchester zuspielten, eine Atmosphäre wie in der berühmten Arena von Verona.
Dass die Musikerinnen und Musiker um Ulrich Conzen auch moderne Kompositionen beherrschen, bewiesen sie im zweiten Teil des Konzertes. Filmmusik aus „Robin Hood“ und „The Pink Panther“ wurden von Ute Walter (Bariton-Saxophon), Silvia Hürter (Tenor-Saxophon) und Christof Hürter (Trompete) perfekt umgesetzt und vom Publikum begeistert aufgenommen.
Beim „Libertango&AdiosNonino“ aus der Feder des berühmten argentinischen Komponisten Astor Piazzolla fehlte nur noch das Tango-Paar auf der Bühne.Der Ausflug in die „Klezmer Classics“ gehörte wohl zum Höhepunkt des Abends. Die Lebendigkeit mit der die Solisten Andreas Vierling (Klarinette), Fred Kraus (Cornet), Hubert Kraus (Helikon) und Ursula Hürter (Akkordeon) traditionelle Klezmer-Kompositionen darboten, faszinierten das Publikum.

Zum Schluss gab es tosenden Applaus für die Musiker, die mit ihrer großen Bandbreite überzeugten. (pos)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 28. März 2012, Text: Leo Postl

29. März 2012

"Zeitreise 40 Jahre IGS" - Revue im Stufensaal der Integrierten Gesamtschule:

Auch die Integrierte Gesamtschule Kelsterbach hatte 2012 Grund zum Feiern und lud u. a. zu einer Zeitreise durch die letzten 4 Jahrzehnte ein. Gemeinsam mit der Stadt wurden 100 Jahre (40 Jahre IGS + 60 Jahre Stadtrechte) gebührend gewürdigt.
Pressestimmen:

14.04.2012, Frankfurter Neue Presse

Mit Musik geht alles besser
IGS Kelsterbach feiert Jubiläum
Die Integrierte Gesamtschule hatte sich zu ihrem 40-jährigen Bestehen etwas Besonderes einfallen lassen. Eine Zeitreise führte ins Jahr 1972.
Zeitreise – der Schulleiter hält eine Ansprache zur Einweihung der neuen Schule im Jahre 1972, nachgespielt von den heutigen Schülern Es ist gar nicht so einfach, in Kelsterbach derzeit den Überblick bei all den Jubiläen zu behalten. Das wichtigste, zumindest aus Sicht der Stadt, sind sicher die 60 Jahre Stadtrechte, welche dieses Jahr gefeiert werden. In der Integrierten Gesamtschule (IGS) wird das vermutlich ein klein wenig anders gesehen. Dort wird nämlich auch ein Jubiläum gefeiert: 1972, also vor 40 Jahren, wurde die Schule offiziell eröffnet.
Wie dem auch sei, es gab einen Grund zum Feiern, den Schüler und Lehrer natürlich nutzten. Und welche Idee wäre passender gewesen, als eine Zeitreise, die 1972 beginnt. Der Stufensaal der IGS war bis auf den letzten Platz besetzt, als rund 100 Schüler und eine Schar mehr oder minder aufgeregter Pädagogen hinter der Bühne die letzten Vorbereitungen trafen.
Im letzten Moment fertig
Zu Beginn des Schuljahres waren die ersten Ideen entstanden. Im Januar ging es dann mit den Proben los, es wurde gebaut, gefilmt und die Musiker studierten ihre Stücke ein. "Die Zeitmaschine wurde erst im letzten Moment fertig, das Team von der Bühnentechnik hat uns gerettet", erzählte Sabine Baur, die gemeinsam mit Hella Hack die Theater AG leitet. Sie hatten einen Großteil der Organisation für den Abend übernommen.
Eigentlich sollte eine andere Gruppe die Zeitmaschine bauen, aber nachdem sie zur Generalprobe noch nicht fertig war, übernahmen die Schüler der Bühnentechnik AG. "Ein DeLorean wäre natürlich besser gewesen", meinte der 16-jährige Markus in Anspielung auf den Kinohit "Zurück in die Zukunft". Doch auch diese Zeitmaschine arbeitete perfekt, wie die Gäste der Revue schnell feststellen konnten.
Denn die beiden zehnjährigen Schülerinnen Sandra und Alana machten das, was Schüler eben gerne machen. Sie probierten etwas aus, was eigentlich nicht erlaubt ist. "Das funktioniert ja eh nicht", sagten sie, setzten sich in die Zeitmaschine, wurden von wabernden Nebelschwaden umhüllt und waren plötzlich an einem ihnen unbekannten Ort.
Tolle Arbeit geleistet
Die Aufklärung kam schnell und originell. Das zumindest den Älteren bekannte Signal der Tagesschau erklang, und auf der Leinwand tauchte die Originaluhr auf. Eine Sprecherin, die irgendwie aussah wie eine Schülerin der IGS, verlas die aktuellsten Nachrichten – allerdings aus dem Jahr 1972. Die Video AG hatte tolle Arbeit geleistet. Vor dem Originalhintergrund der Tagesschau, später auch des Heute Journals, wurden die Schülerinnen eingeblendet. Das Ganze wurde dann an die Leinwand projiziert.
Und auch mit der Musik hatten sie sich etwas einfallen lassen. Auf der Bühne wäre zu wenig Platz gewesen. Also saßen die jungen Musiker auf der Empore und wurden per Video auf die Leinwand übertragen.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 14. April 2012, Text: Karlheinz Niess

04.04.2012, Freitags-Anzeiger

Eine spannende Reise durch die Zeiten
Aufgeregte Lehrer und gelassene Schüler bei der IGS-Revue
Mit 180 verkauften Karten war die Revue im Stufensaal eine gelungene Auftaktveranstaltung für das Jubiläumsjahr 40 Jahre Integrierte Ganztagsschule (IGS). „Wir freuen uns zu feiern“, begrüßte Schulleiterin Barbara Jühe gut gelaunt die vielen Zuschauer bei der Premiere.
„Die Vorstellung ist eine Zeitreise durch 40 Jahre“, erklärte die Leiterin der Theater AG, Hella Hack. Seit Beginn des Schuljahres beschäftigten sich mehrere Arbeitsgemeinschaften der Gesamtschule mit den wichtigsten Ereignissen aus den letzten vierzig Jahren, um sie schließlich zu einem spannenden Gesamtwerk zusammenzufügen.
Zu sehen bekam das Publikum Tanzeinlagen der Hip-Hop- und der Latino-Tanzgruppe. Das Streicher- und das Bläserschulorchester musizierten, diesmal nicht direkt auf der Bühne sondern ihr Spiel wurde mit einer Kamera auf eine Leinwand projiziert. Eine weitere Besonderheit war die Mitwirkung der französischen Gastschüler aus Baugé.
„Die Theatergruppe ist das Verbindungsstück zwischen den einzelnen Elementen“, erklärte Hella Hack. Mit einer Zeitmaschine, die der Kurs Arbeitslehre entworfen und gebaut hatte, reisten die jungen Schauspieler durch die Jahrzehnte. Effektvoll wurde die Maschine mit Nebel und Lichtschläuchen in Szene gesetzt. Das auffällige Gefährt war komplett mit Alufolie umwickelt und mit CDs beklebt, so dass es sehr futuristisch wirkte.
Die Darsteller zeigten vor der Vorstellung keinerlei Aufregung. „Ich bin nicht nervös“, meinte Lisa Pelzer (14), die im Orchester Saxophon spielt. „Wir sind durch das Probewochenende gut vorbereitet“, gab sie sich entspannt. Die Leiter der Arbeitsgemeinschaften waren nicht ganz so gelassen wie ihre Schützlinge. „Ich bin sehr aufgeregt“, gestand Hella Hack augenzwinkernd.
Über kleine technische Schwierigkeiten sahen die Zuschauer hinweg und erfreuten sich an der bunten Mischung aus Tanz, Musik und Schauspielerei. Schon nach dem ersten Teil gab es viel Applaus, das Publikum war begeistert. „Die Idee ist super“, so Charla Hughes, deren Tochter in der Latino-Gruppe mittanzte.
„Es soll nicht perfekt sein“, so die Rektorin und Leiterin des Bläserorchesters Ilona Rübsamen. „Das Wichtigste ist, dass die Kinder Spaß dabei haben“, erklärte sie. Insgesamt trugen 90 Schüler aus neun Arbeitsgruppen zum Gelingen des Projekts bei.
In den Pausen wurden die Besucher mit kleinen Speisen und Getränken versorgt, die die Schülerinnen und Schüler der Berufsorientierungsklasse zubereitet hatten. Außerdem gab es eine Ausstellung des Fachbereichs Kunst.
Alle Einnahmen gehen an den Förderverein der Integrierten Ganztagsschule. (mki)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 04. April 2012, Text: M. Kriewitz

04. April 2012

Berghofer & Kravets spielen Ringelnatz & Tango in der Stadt- und Schulbibliothek:

Ein Abend über Leben, Biografie, Texte und Lieblingsmusik von Ringelnatz ist das dritte gemeinsame Programm des Rezitators Gerd Berghofer mit dem Weltmeister am Knopfakkordeon Juri Kravets mit dem sie am Mittwoch, dem 04. April 2012 in der Stadt- und Schulbibliothek gastierten.
Berghofer sprach einfühlsam ganz nah am großen Autor und Kravets sorgte mit seinem Hexeninstrument dafür, dass das Blut so richtig in Wallung geriet.
Pressestimme:

21.04.2012, Frankfurter Neue Presse

Das Leben des Hans Bötticher alias Ringelnatz
Joachim Ringelnatz war nicht nur ein Schriftsteller. Bei einem ebenso bunten wie humorvollen Abend wurden auch die anderen Seiten von Hans Bötticher, wie er eigentlich hieß, vorgestellt.
Ein wundervoller Abend mit Texten von Joachim Ringelnatz, amüsanten Anekdoten aus seinem Leben sowie Tangos, die seine Lieblingsmusik waren, standen in der Stadt- und Schulbibliothek auf dem Programm. Mit einer gelungenen Mischung aus Geschichts- und Deutschunterricht lieferten der Rezitator Gerd Berghofer und Juri Kravets, Weltmeister am Akkordeon, ein Sahnehäubchen auf das bisherige Kulturprogramm anlässlich des 60. Geburtstages, den die Stadt in diesem Jahr begeht.
Aus diesem Grund hatte die Bibliothek 60 Freikarten ausgegeben, die rasch vergriffen waren. Schon in den ersten Minuten wurde deutlich, dass ein vergnüglicher und spritziger Abend bevorstand, der dem Publikum mehr als nur einmal ein Lächeln abrang.
Eigentlich hieß der bekannte und beliebte Autor Hans Bötticher. Er kam am 7. August 1883 in Wurzen bei Leipzig als Sohn eines kunstgewerblichen Zeichners speziell für Tapeten zur Welt. Seine Mutter stammte aus Tilsit im Baltikum. Der Mix aus der Kunstsinnigkeit seines Vaters und dem Temperament seiner Mutter führten bei Hans zu einer explosiven Mischung. Er liebte die Uferromantik und ging nicht gern zur Schule. Er galt als unerzogen und trotzig und sollte deshalb mit den damals üblichen Methoden erzogen werden, weshalb Hans noch trotziger wurde.
Nur in Deutsch gut
Als Kind sah Hans so aus wie der kleine Lord. Seine Mutter kleidete ihn in mit Spitzen besetzte Anzüge, und sein blondes Haar fiel bis auf die Schultern. Seine schulische Laufbahn beendete Hans während eines Zoobesuches. Dort waren Menschen aus Samoa ausgestellt, was zur damaligen Zeit noch üblich war. Hans ließ sich von einer Samoanerin tätowieren, weshalb er von der Schule flog. Seine Eltern waren ins Gerede gekommen. Eine Privatschule sollte es nun richten. Hans jedoch war nur gut in Deutsch und schrieb hervorragende Aufsätze, die wegen Tinten- und Fettflecken und auch mal zerknüllt und dann wieder glatt gestrichen jedoch nicht allzu hübsch anzusehen waren.
In dieser Zeit kam Hans Vater vom Zeichnen zum Schreiben – und sein Sohn kam vom Schreiben zum Zeichnen. Viele Arbeiten von Ringelnatz landeten jedoch im Papierkorb. Bereits im zarten Alter von elf Jahren verfasste er erste Texte wie "Die Ritter" – auch dieses Gedicht aus der frühen Zeit, als Ringelnatz noch Bötticher war, rezitierte Berghofer voller Elan.
Hans Vater galt nicht als streng. Auseinandersetzungen endeten damit, dass sich beide schluchzend in den Armen lagen. Jedoch wusste Georg Bötticher, dass es seinem Sohn an Disziplin mangelte. Als es an die Berufswahl ging, wollte Hans Seemann werden – wie sein Onkel, der das schwarze Schaf in der Familie war. Die Eltern ließen ihren Sohn bestens ausgestattet ziehen. Er heuerte auf dem Segler "Elly" an – und wurde dort Schiffsjunge. Wegen seines Aussehens mit der langen Nase und seines sächsischen Dialekts hatte er es jedoch schwer. Im nächsten Hafen türmte er, aber der Kapitän holte ihn zurück. In England musterte Hans dann auf der "Elly" ab – sein Glück, denn kurz darauf sank sie – und das bescherte Hans eine kurze Zeit als gefragter Interviewpartner, denn er war "Der letzte Überlebende".
Mehr als 30 Nebenjobs
Seemann zu sein bedeutete für Bötticher auch Zeiten des Hungers. Deshalb nahm er im Laufe seines Lebens mehr als 30 Nebenjobs an, unter anderem als Hilfskraft in einer Armenküche in England und Schlangenträger am Hamburger Dom. Dennoch befuhr er als Seemann alle sieben Weltmeere, bis er wegen schlechter Augen abmustern musste.
Berghofer berichtete aus Böttichers Zeit in einer Spelunke in München, einem Kleinkunsttheater namens "Simplicissimus", wo er mit Texten aus der eigenen Feder rasch zum Star der Abendprogramme wurde.
Der Abend in der Stadt- und Schulbibliothek war gespickt mit Tangos sowie Gedichten und Texten aus Ringelnatz Feder. Mal ließ Gerd Berghofer Ringelnatz berühmteste Figur, den Seemann Kuttel Daddeldu, das Märchen vom Rotkäppchen erzählen, mal schmunzelte und lachte das Publikum über das Gedicht von den beiden Ameisen.tami
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 21. April 2012, Text: Carmen Erlenbach

26. April 2012

Glenn-Miller-Orchestra directed by Wil Salden im Fritz-Treutel-Haus:

Das weltbekannte Glenn-Miller-Orchestra directedby Wil Salden machte auf seiner Europa-Tournee auch in Kelsterbach Station. "In the Miller Mood" hieß das neue Programm, mit dem das Ensemble mehr als 350 Zuhörerinnen und Zuhörer im Bürgersaal des Fritz-Treutel-Hauses verzauberte.
Pressestimmen:

12.05.2012, Frankfurter Neue Presse

Treutel-Haus war "In the Miller Mood"
Weltbekanntes Orch ester bot zum Stadtjubiläum ein begeisterndes Konzert
Das Glenn Miller Orchestra um Will Salden machte seinem Namensgeber alle Ehre. Das Ensemble bot Swing erster Güte, der das Publikum in die 1930er Jahre entführte.
Ein 60-jähriges Stadtjubiläum kommt nicht alle Tage vor, und so gönnte sich Kelsterbach wieder mal etwas besonders: das weltbekannte Glenn Miller Orchestra um Will Salden. Normalerweise spielt das wohl beste Interpretationsorchester des berühmten Glenn Miller Swing vor ganz großem Publikum – in Moldawiens Hauptstadt Chisinau waren es gar 3500 begeisterte Zuhörer. So muss das Fritz-Treutel-Haus Musikern und Orchesterleiter wie eine "Gud Stubb" vorgekommen sein. Alle waren Profis genug, um auch hier eine perfekte Show abzuliefern.
Das Programm war ein Auszug aus der neusten CD mit dem Titel "In the Miller Mood" und eine weitere Hommage an den Erfinder einer ganz besonderen Musik – den Glenn Miller Swing. Das Wort "Swing" ist ein Schlüsselwort der Jazzmusik. Zunächst bezeichnet es ein rein rhythmisches Element, aus dem der Jazz seine besondere Spannung gewinnt. Zum anderen, und darauf bezieht sich der Zauber der Glenn-Miller-Kompositionen, bezeichnet Swing den Jazzstil der 1930er Jahre, in denen der Jazz seine größten Erfolge errungen hat.
Unglaubliche Karriere
Benny Goodman wurde zum "King of Swing" ernannt. Charakteristisch für den Swing-Stil der 30er Jahre war das Entstehen großer Orchester, der Big Bands. Glenn Miller startete eine schier unglaubliche Karriere, vom begeisterten Posaunisten bis zum Orchestergründer und dessen Leiter. Sein Leben fand bei einem bis heute nicht geklärten Flugzeugabsturz im Ärmelkanal ein jähes Ende. Doch sein von ihm kreierter Stil lebt bis heute weiter. Will Salden gehört zu jenen, die das musikalische Vermächtnis von Glenn Miller am Leben erhalten.
Kann es einen besseren Einstieg geben als die "Moonlight Serenade"? So bringt man sein Publikum schnell zum Mitswingen und der Abend ist gerettet. Will Salden präsentierte sich nicht nur als hervorragender Orchesterleiter, sondern auch als informativer Plauderer. Zu allen Stücken lieferte er wissenswerte Hintergründe und kündigte seine "Stars" im Orchester auch gleich selbst an. "Ella Fitzgerald gilt als die größte Jazz- und Swing-Sängerin. Sie kann freilich heute nicht persönlich hier sein, aber wir haben mit unserer Ellen Bliek mehr als eine Ersatzstimme gefunden", so Salden zur Ankündigung des Songs "ShinyStockings".
Zeit verging wie im Flug
Welcher Swing- und Jazz-Fan kennt nicht die Kompositionen "Little brownJug", "Stairwaytothe Stars" oder "TuxedoJunction"? Sie alle bot das Glenn Miller Orchestra in Perfektion. Nahezu jeder Mitwirkende hatte seine Chance, sich als Solist in Szene zu setzen und einen Sonderapplaus einzuheimsen. "Was, es ist schon Pause?", waren die meisten Gäste überrascht, wie schnell die Zeit vergehen kann.
Im zweiten Teil verstanden es die Akteure um Will Salden, sich sogar noch zu steigern und legten mit "Somewhereoverthe Rainbow", "CheektoCheek" oder "Don‘tsitunderthe Apple Tree" eine mitreißende Show hin. Auch als optischer Lichtblick fungierte die bestens aufgelegte Sängerin Ellen Bliek. Neben Stücken von Glenn Miller bot Will Salden aber auch Kompositionen anderer Jazz- und Swing-Größen wie Woody Herman, Count Basie oder Harry James. Wie das von den Gästen begeistert aufgenommene Konzert begann, so endete es auch – mit der "Moonlight Serenade". Und auf dem Heimweg will mancher gar den Mond durch die Wolkenlücken entdeckt haben – freilich leicht swingend.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 12. Mai 2012, Text: Leo Postl

04.05.2012, Kelsterbach Aktuell

Treutel-Haus in Glenn-Miller-Stimmung
Glenn Miller lebt, auch lange Jahrzehnte nach seinem Flugzeugabsturz am 15. Dezember 1944 über dem Ärmelkanal. Alton Glenn Miller, geboren 1904 im amerikanischen Staat Iowa, war ein Jazz-Posaunist und weltbekannter Bandleader, und zwar schon vor seinem Engagement als Truppenbetreuer im Zweiten Weltkrieg.
Das seit Jahren aktive Glenn-Miller-Orchester, geleitet von Will Salden aus den Niederlanden, ließ im beinahe ausverkauften Fritz-Treutel-Haus die unnachahmliche Stimmung der späten 30er und 40 Jahre beinahe mit Händen greifen.
"Das war die Musik unserer Jugend, damit sind wir aufgewachsen, darauf haben wir getanzt in der Nachkriegszeit", war da von vielen älteren Zuhörern zu vernehmen. "In the Miller Mood", in der Stimmung für Glenn Miller, so gestaltete sich das Programm, gesanglich begleitet von Ellen Bliek, die in der Tradition von Ella Fitzgerald ausdrucksstarke Lieder präsentierte wie "ShinyStockings". Das Orchester, hauptsächlich bestehend aus Trompeten, Posaunen und Saxophonen, präsentierte natürlich Millers Welttitel "Monnlight Serenade" und "In theMood", eines der Lieblingstücke des ehemaligen Kelsterbacher Ehrenbürgermeisters Fritz Treutel.
Der hätte sicherlich wie seine politischen Nachfolger Manfred Ockel und Kurt Linnert Gefallen gefunden an "Pennsylvania 6-5000" oder dem "Chattanooga Choo-Choo", einer Ode auf die amerikanischen Eisenbahnverbindungen durch den Kontinent. "Aintwegotfun?", die Frage nach dem Spaß, beantworten die restlos begeisterten Zuhörer mit Beifall und Zugabe-Rufen. "Dream", American Patrol" und weitere Ohrwürmer ließen den Abend wie im Fluge vergehen. Will Salden spielt mit seinen niederländischen und deutschen Blech-Musikern bis zu 200 Male im Jahr in ganz Europa - und erntet große Anerkennung.
Die Musiker sind samt und sonders echte Profis, die dennoch Spaß am Spielen haben. Bei aller Professionalität spulen sie ihr Programm mit sichtbarem Witz und Verve ab, halten die Musik des Idols Glenn Miller am Leben. So gespielt, wird diese auch vielen neuen oft kurzlebigen Musikrichtungen nicht nur wiederstehen, es wird sie weit überleben. (hb)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 04. Mai 2012, Text: Hartmut Blaum

03.05.2012, Freitags-Anzeiger

Verneigung vor Glenn Miller
Anlässlich des Stadtjubiläums "60 Jahre Stadtrechte Kelsterbach" gastierte das Glenn Miller Orchestra unter der Leitung von Wil Salden im Fritz-Treutel-Haus.
Normalerweise swingen die Musiker vor großem Publikum – so zuletzt in Moldawiens Hauptstadt Chisinau, als es 3500 begeisterte Zuhörer gab. Deshalb herrschte in Kelsterbach so etwas wie Wohnzimmeratmosphäre, bei der der Funke gleich übersprang.
Gespielt wurden Auszüge aus der neusten CD "In the Miller Mood" - eine Hommage an den Swing. Charakteristisch für den Swingstil der 30er Jahre war das Entstehen großer Orchester, der Big-Bands. Glenn Miller startete eine schier unglaubliche Karriere, vom begeisterten Posaunisten bis zum Orchestergründer und dessen Leiter. Sein Musikstil lebt bis heute weiter. Wil Salden gehört zu jenen, die das musikalische Vermächtnis von Glenn Miller am Leben erhalten.
Schon der Einstieg war mit "Moonlight Serenade" gut gewählt. Wil Salden präsentierte sich im Laufe des Konzertabends nicht nur als souveräner Orchesterleiter, sondern auch als informativer Plauderer. Zu allen Stücken lieferte er Hintergrundwissen und Anekdoten. Die Solisten kündigte er ebenfalls an. "Ella Fitzgerald gilt heute noch als die größte Jazz- und Swing-Sängerin. Diese kann freilich heute nicht persönlich hier sein, aber wir haben mit unserer Ellen Bliek mehr als eine Ersatzstimme gefunden", so Salden zur Ankündigung des Songs "ShinyStockings".
In Perfektion spielte das Glenn-Miller-Orchestra die Stücke "Little brownJug", "Stairwaytothe Stars" oder "TuxedoJunction". Passend zum Titel "A String of Pearls" ließen die Musiker einen Glenn-Miller-Hit nach dem anderen erklingen. Dabei bekamen zahlreiche Orchestermitglieder die Chance, sich als Solist in Szene zu setzen und einen Sonderapplaus einzuheimsen.
Im zweiten Teil verstanden es die Akteure, sich sogar noch zu steigern, indem sie Hits wie "Somewhereovertherainbow", "CheektoCheek" oder "Don‘tsitunderthe Apple Tree" spielten. Beim Titel "Let's Dance" hielten es viele Zuhörer kaum noch auf ihren Sitzen aus. Immer wieder trat die bestens aufgelegte Sängerin Ellen Bliek auf, die viele Swing-Klassiker interpretierte und damit ihren Teil zum Erfolg des Konzertes beitrug.
Musikalisch verneigten sich Wil Salden und seine Musiker nicht nur vor Glenn Miller, sondern auch vor anderen Jazz- und Swing-Größen wie Woody Herman, Count Basie oder Harry James. Wie das von den Gästen begeistert aufgenommene Konzert begann, so endete es auch – mit der "Moonlight Serenade".
Auszüge aus dem Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 03. Mai 2012, Text: Leo Postl

12. Mai 2012

Tag der offenen Tür der Musikschule in der Karl-Treutel-Schule:

Anlässlich der Feierlichkeiten "60 Jahre Stadtrechte Kelsterbach" lud die Musikschule Kelsterbach zum Tag der offenen Tür in ihre Räumlichkeiten der Karl-Treutel-Schule ein. Angeboten wurden Schnupperkurse, musikalische Früherziehung, Vorspiele und auch Instrumente wurden vorgeführt.
Pressestimmen:

29.05.2012, Frankfurter Neue Presse

Musikschule wieder im Kommen
Kleine Konzerte am Tag der offenen Tür
Die Aktionen der Musikklassen liefen in verschiedenen Räumen der Karl-Treutel-Schule. Darüber hinaus gab es beim Tag der offenen Tür Informationen über den Musikgarten.
Langsam geht es mit der Musikschule wieder aufwärts. Ihre Schülerzahlen nehmen zu, nachdem die Einrichtung 2004 wegen einer vom Stadtparlament beschlossen Gebührenerhöhung von 25 Prozent massive Einbußen erlitten hatte. Damals zählte die Musikschule noch rund 400 Schüler. Jetzt sind es immerhin wieder 274 Schüler zwischen 3 und 67 Jahren.
Darüber hinaus war die Anfang der 1970er Jahre ins Leben gerufene Musikschule in den vergangenen Jahren nahezu unbekannt in der Untermainstadt. Deswegen gab es 2010 beim Tag der offenen Tür nur wenige Besucher. Weil eine von der Stadt herausgegebene Zeitung nun jedoch etwa alle drei Wochen über sie berichtet, stimmte der Zuspruch beim jüngsten Tag der offenen Tür in der Karl-Treutel-Schule.
Ständchen des Schulchors
Die sogar auf dem Fußboden besetzte Aula war zu klein für einige Gemeinschaftsveranstaltungen zum Auftakt. Viele Besucher standen im Flur vor der Türe und bekamen von dem, was sich drin abspielte, nichts mit. Zunächst sorgte der Zauberer Eberhard Metsch alias Zinnobro bei Jung und Alt für Aufsehen. Er musizierte selbst und bezog das junge Publikum in seine Darbietungen mit ein, bevor auch der Schulchor dem Publikum einige Ständchen brachte.
In der Zwischenzeit liefen allmählich die Aktionen der Musikklassen in verschiedenen Räumen an. Einige der insgesamt 18 Lehrkräfte, acht auf Honorarbasis und zehn Angestellte, waren anwesend und bereiteten kleine Konzerte ihrer Schüler an Streich- und Blechblas, Holzblas- und Zupfinstrumenten vor, aber auch an Tasteninstrumenten und am Schlagzeug. Schließlich durften Kinder und Erwachsene verschiedene Instrumente selbst ausprobieren.
Der Unterricht der Musikschule erstreckt sich auch über einige exotische Instrumente wie Fagott und Kontrabass, jedoch nur im Einzelunterricht. Der Renner ist zurzeit Cello – eine Modeerscheinung. Die Musikschule kann sich für Celli vor Anmeldungen kaum retten. Die größte Unterrichtsgruppe bilden Klavier und Keyboard mit insgesamt 84 Schülern. Begehrt ist auch der vor zwei Jahren gegründete Orff-Kurs, der speziell für Kinder im ersten und zweiten Schuljahr entwickelt wurde. Dabei werden ihr Gehör und ihr rhythmisches Empfinden geschult.
Früherziehung
Darüber hinaus gab es beim Tag der offenen Tür Informationen über den Musikgarten für Kinder zwischen 18 und 30 Monate sowie deren Eltern, in dem die Kleinen mit einfachen Klanginstrumenten vertraut gemacht werden. Informatives gab es zudem über die musikalische Früherziehung und zu Schnupperkursen.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 29. Mai 2012, Text: Carmen Erlenbach

16.05.2012, Freitags-Anzeiger

„Dabei schaltet man prima ab“
Schüler und Dozenten präsentieren sich beim Tag der offenen Tür der Musikschule
In den Klassenräumen der Karl-Treutel-Schule erklangen bekannte Melodien, weiche Balladen aber auch harte Trommellaute. Die Lehrer der Musikschule Kelsterbach hatten am Tag der offenen Tür zehn Klassenzimmer in Beschlag genommen und stellten dort die Instrumente, die sie unterrichten, vor, informierten über die verschiedenen Angebote und musizierten mit ihren Schülern, die ihr Können vorführten.

Musikschulleiter Karl-Ernst Eschborn begrüßte alle Gäste, „die Spaß an der Musik haben.“ Erster Stadtrat Kurt Linnert überbrachte die Glückwünsche der Stadt zum 40-jährigen Bestehen der Musikschule. „Auch die Stadt hat ein Jubiläum und feiert dieses Jahr 60 Jahre Stadtrechte“, erklärte er. „Wir sind stolz auf unsere Musikschule und auf die Musikpädagogen“, lobte er und wies auf die hohe Zahl der Neuzugänge, nämlich 35, hin.
Im Anschluss präsentierten die Schüler und Dozenten die Angebote der Musikschule, aber auch der Schulchor und die Band AG der Karl-Treutel-Schule traten auf.Der 12-jährige Sebastian aus Schwanheim lernt seit rund einem Jahr bei Karl-Ernst Eschborn Trompete. „Ich spiele auch in meiner Schule in einem Orchester“, verriet Sebastian, der begeistert vom Unterricht ist. Auch sein Vater ist erstaunt, wie schnell sein Sohn Fortschritte macht.
Der 9-jährige Luan spielt seit einem Jahr E-Gitarre, vor drei Monaten hat er noch mit Klarinette begonnen. Er ist mit Feuereifer dabei, ebenso die Session Band, die es seit zwei Jahren unter der Leitung von Dieter Arnold gibt.
Seit zwei Jahren lernt die zweifache Mutter Frauke Hoerner-Schmitt Querflöte. Sie nimmt wöchentlich Unterricht bei Dozent Michael Naumann. Daheim übt sie täglich 15 Minuten „Dabei schaltet man einfach prima ab nach einem anstrengenden Tag“, so Hoerner-Schmitt. „Mein Sohn schenkte mir zu Weihnachten einen Notenständer. So ging es los“, erzählte die 54-Jährige. Naumann hat zurzeit 16 Schüler. Die Querflöte wird fast nur von Frauen (98 Prozent) gespielt, meint Naumann aus Erfahrung.
Nachmittags unterhielt Zauberer Zinnobro die vielen kleinen Gäste und Eltern mit seiner lustigen Show. Wie werden aus einem Ball zwei oder wie kommt das grüne Tuch von der rechten in die linke Hand? Diese Fragen versuchte der Zauberer augenzwinkernd zu beantworten und verblüffte dabei seine staunenden Zuschauer sehr. Der Applaus war ihm anschließend sicher. Zwischendurch bot er immer wieder Gesangseinlagen, bei denen die Kinder aktiv mitmachen durften.Vorgestellt wurde auch die gute Kooperation mit den Kelsterbacher Schulen. In der Bürgermeister-Hardt- und der Karl-Treutel-Schule gibt es Unterstützung bei der Leitung der Schulchöre, der Schulbands, der Klavier-AG und bei Instrumentenvorführungen. Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Kelsterbach wurde hervorgehoben, die Musikschüler treten bei vielen städtischen Veranstaltungen auf, beispielsweise beim Altstadt- oder Straßenfest.
Seit 1980 leitet Karl-Ernst Eschborn die Musikschule, in der zurzeit 274 Schüler unterrichtet werden. Regelmäßig finden öffentliche Vorspiele statt. Dabei können sich Eltern, Freunde und Verwandte über die Fortschritte der Musikschüler informieren, die Klavier, Gitarre, Querflöte, Violine, Schlagzeug, Keyboard, E-Bass, E-Gitarre, Blockflöte, Fagott, Klarinette, Trompete und Posaune lernen.Es gibt Angebote für Kleinkinder ab 18 Monaten, aber auch für Erwachsene und Senioren. Bei der musikalischen Früherziehung für Kinder ab 4 Jahren werden die kleinen Schüler auf spielerische Weise an die Musik herangeführt. Auch Schnupperkurse für Kinder ab 6 Jahren werden angeboten. Alle sechs Wochen lernen die Teilnehmer ein neues Instrument kennen.

Beim Kurs Orff’sches Instrumentarium für Kinder ab 6 Jahren steht die Verbindung von Musik, Sprache und Tanz im Mittelpunkt. Dabei gilt der Rhythmus als verbindendes Element.Sascha Jähnichen von der Musikschule freute sich über den gelungenen Tag der offenen Tür und die zahlreichen Gäste, die vorbeischauten. Er suchte vor allem das Gespräch mit den Eltern und beantwortete geduldig alle Fragen. „Wir wollen nun jedes Jahr einen Tag der offenen Tür anbieten, immer in einer anderen Schule“, kündigte er an.Im Rahmen des Tags der offenen Tür wurde auch eine Fotoausstellung gezeigt, die die 40-jährige Geschichte der Musikschule dokumentierte.
Nähere Informationen über das Angebot der Musikschule gibt es in der Geschäftsstelle im Rathaus oder unter Telefon 773326. (geo)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 16. Mai 2012, Text: Silvia Georgi

15.06.2012, Kelsterbach Aktuell

Saxophon lernen bei Mechthild Meurer
Die Musikschule Kelsterbach bietet eine breite Palette von Betätigungsmöglichkeiten für Kinder bis hinauf zu den Senioren. Fast jeder ist in der Lage, ein Instrument zu erlernen. Mechthild Meurer ist eine der Dozentinnen, die seit 1987 an der Musikschule Kelsterbach die beiden Instrumente Klarinette und Saxophon unterrichtet.
Wie schön Saxophon sein kann, erlebten die Kelsterbacher vor wenigen Wochen beim Gastauftritt des Glenn-Miller-Orchesters im Fritz-Treutel-Haus. Gelernt hat Mechthild Meurer ihr Metier am Konservatorium Wiesbaden mit dem Abschluss staatlich geprüfte Musiklehrerin. Erweitert hat sie ihre Ausbildungen mit der Befähigung zur Chorleiterin und zur Früherziehungspädagogin. Erfahrung bringt sie durch die Leitung von Big-Band und Jazz-Ensembles mit. Sie kooperiert in Kelsterbach mit einigen Schulen, wirkt mit an der Ausgestaltung der Schulband der Karl-Treutel-Schule und unterstützt die Ausbildung der Bläserklassen der Integrierten Gesamtschule mit dem Schwerpunkt Klarinette und Saxophon sowie mit rhythmischem Training.
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 15. Juni 2012. Text: Hartmut Blaum

16. Juni 2012

Italienische Nacht / Eröffnung Kultursommer Südhessen im Fritz-Treutel-Haus:

Mit der "Italienischen Nacht" wurde der Kultursommer Südhessen 2012 in Kelsterbach eröffnet. Das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt unter der Leitung von Stefan Ottersbach, die Solisten Alexandru Badea und Elena Dediu, der Liederkranz Rüsselsheim-Hassloch und Moderator Rainer Zagovec sorgten für ein außergewöhnliches Konzert im Fritz-Treutel-Haus.
Pressestimmen:

02.07.2012, Frankfurter Neue Presse

Opernklänge durchwehen Kelsterbach
Die Italienische Nacht im Fritz-Treutel-Haus sorgte für Beifallsstürme
Das Fritz-Treutel-Haus war zum Konzert mit 414 Gästen ausverkauft. Auf der Bühne wirkten unter anderem die in Kelsterbach besonders beliebten Frankfurter Sinfoniker mit.
Alles war perfekt angerichtet zur Italienischen Nacht – vom Kulturprogramm zur Eröffnung des diesjährigen Kultursommers Südhessen im Fritz-Treutel-Haus über lustwandelnde venezianische Gestalten bis hin zum gedachten nächtlichen Finale im Freien mit kulinarischen Spezialitäten.
Mit Regierungspräsident Johannes Baron, dem Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias Wilkes, Erstem Kreisbeigeordneten Walter Astheimer und Bürgermeister Johann Frank aus der befreundeten österreichischen Kommune Klingenbach gaben sich auch Repräsentanten aus Politik und Kultur ein Stelldichein.
Das Fritz-Treutel-Haus war mit 414 Gästen bis auf den letzten Platz besetzt, dazu kamen 96 Mitwirkende auf der Bühne. Zu den in Kelsterbach besonders beliebten Frankfurter Sinfonikern gesellte sich noch der Männerchor des "Liederkranz" Rüsselsheim-Haßloch.
Mit der Ouvertüre zur Oper "Nabucco" setzten die Frankfurter Sinfoniker unter der Leitung von Stefan Ottersbach bereits einen ersten musikalischen Akzent. Danach begrüßte Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel die Gäste und Landrat Matthias Wilkes als Vorsitzender des Vereins Kultursommer Südhessen gab mit diesem Konzert den Start zum diesjährigen Kultursommer Südhessen frei.
250 Veranstaltungen
"Was wir mit unseren 250 000 Euro auf die Beine stellen, da können sich die großen Staatstheater so manche Scheibe abschneiden", verwies Wilkes auf die 250 Veranstaltungen des Kultursommers Südhessen. In Bezug auf die Italienische Nacht zitierte er Goethe, der einst zu Südhessen meinte: "Hier fängt Deutschland an, italienisch zu werden". Dies bezog der Landrat des Kreises Bergstraße auch auf Kelsterbach. Wilkes dankte der Sparkassen-Kulturstiftung und auch der Kreissparkasse Groß-Gerau, die sich als besonderer Förderer dieser Kulturkooperation eingebracht hätten. "Wir sind das Staatstheater des ländlichen Raumes", betonte Wilkes.
"Erhebet das Glas"
Das erstklassige Konzert wurde mit einer Szene aus "Rigoletto" fortgesetzt, hier hatte der in Kelsterbach beliebte Tenor Alexandru Badea seinen ersten großen Auftritt. Mit dem Trinklied "Erhebet das Glas" aus der Oper "Ernani" verschaffte sich der Männerchor "Liederkranz" Gehör. Eine weitere Solistin, Elena Dediu, hatte mit der Arie "Ebben! Ne androlontana", eine Arie aus "La Wally", die als Geierwally verfilmt wurde, ihren ersten Auftritt und sang sich ebenfalls in die Herzen der Kelsterbacher.
Eine weitere Steigerung erfuhr das Konzert nach der Pause. Im Duett der Adina mit Nemorino hatten sowohl Alexandru Badea als auch Elena Dediu ihren wohl besten Auftritt. Beide überzeugten nicht nur gesanglich, sondern auch als mitreißende Schauspieler der Szenen zwischen der Herrin und dem einfachen, in sie verliebten Bauern. Wer darf einem Mitwirkenden auf der Bühne so in die Nase zwicken – wohl nur die eigene Frau. Noch vor dem Ende des Duetts erhob sich das Publikum zu Ovationen.
Viel Beifall gab es dann aber auch für die Männer des "Liederkranz" Rüsselsheim-Haßloch, die den "Gefangenenchor" aus der Oper Nabucco recht überzeugend darboten. Hier hatte ihr Dirigent Ronald R. Pelger auch die Frankfurter Sinfoniker bestens unter seinem Taktstock.
Zum grandiosen Finale vereinten sich alle Mitwirkenden, darunter auch Moderator Rainer Zagovec, zu einem konzertanten Reigen. Hier überraschte wohl am meisten Zagovec, der sich als Opernsänger entpuppte und mit Elena Dediu und AlxandruBadea das "O solemio" durchs Fritz-Treutel-Haus schmetterte. "Was ist die Mailänder Scala gegen dieses tolle Haus?", war auch Landrat Matthias Wilkes begeistert – er will wieder mit einer Kultursommerveranstaltung nach Kelsterbach kommen, kündigte er an.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 02. Juli 2012, Text: Leo Postl

18.06.2012, Rüsselsheimer Echo

Im Reich des Belcanto
Kultursommer – In Kelsterbach gelingt die Eröffnung des Veranstaltungsreigens mit Musik
250 Veranstaltungen wird der „Südhessische Kultursommer“ umfassen, der im Fritz-Treutel-Haus mit diesem Konzert eröffnet wurde. Rainer Zagovec hatte das Programm mit sicherer Hand zusammengestellt und moderierte es auch. Die Delikatessen aus italienischen Opern präsentierten die Frankfurter Sinfoniker, der Männergesangverein „Liederkranz Rüsselsheim-Hassloch“ und die Gesangssolisten Elena Dediu und Alexandru Badea. Die musikalische Leitung des Programms hatten Stefan Ottersbach (Orchesterstücke und Begleitung der Solisten) und der „Liederkranz“-Dirigent Ronald Pelger.
Rasch avancierte Alexandru Badea zum Star des Abends. Der Tenor setzte mit seiner herrlichen Stimme die Glanzpunkte. Er entführte mit großer stimmlicher Modulationsfähigkeit, unglaublich locker und leicht ins Reich des Belcanto, wobei selbst bei exponierten Tönen seine Stimme ihren metallischen Glanz nicht verlor. Zudem ist Badea ein sprühender Entertainer und ein Herzensbrecher aus dem Bilderbuch. Liebenswürdig selbstgefällig weiß er, was er singt und wie das wirkt: Er gibt in Siegerpose einen selbstsicheren Herzog (Verdis „Rigoletto“) und wartet bei Puccinis genüsslich zerdehntem „Nessundorma“ und Leoncavallos volkstümlichem „La Mattinata“ mit durchschlagenden Spitzentönen auf.
Im humorigen Duett aus Donizettis „Liebestrank“ kann Badea sein komödiantisches Talent ausspielen. Neben diesem Publikumsliebling hat es die Sopranistin Elena Dediu schwer und bleibt stimmlich blasser: Bei aller Ausdrucksintensität ihrer lyrisch geprägten Beiträge (Cileas „Adriana Lecouvreur“, Catalanis „La Wally“ und Klosterszene aus Verdis „Die Macht des Schicksals“) zeigt die Stimme Unebenheiten. Allenfalls beim Vogellied der Nedda aus Leoncavallos „Bajazzo“ beweist sie, dass auch die dramatische Farbe bei ihr nicht zu kurz kommt.

Die Frankfurter Sinfoniker unter Stefan Ottersbachs souveräner Leitung erweisen sich im Dauereinsatz dieses ambitionierten Programms als spielfreudiges, routiniertes Orchester, das mit seiner Klangopulenz auch problematische Balance-Verhältnisse (schwach besetzte tiefe Streicher) ausgleichen kann. So gerieten die Ouvertüren zu Verdis „Nabucco“ und Bellinis „Norma“ zu spannungsvollen Erzählungen. Die Beiträge des Männergesangvereins aus Hassloch waren gekennzeichnet von einer nie forciert wirkenden Chordisziplin. Für den Gefangenenchor aus „Nabucco“ wählte Ronald Pelger ein wohltuend breites Tempo und brachte somit die Qualitäten seiner Sänger vorteilhaft zur Geltung. Als Zugaben dieser „Italienischen Nacht“ wurden die Zuhörer mit dem Trinklied aus Verdis „La Traviata“ und – flugs für alle Mitwirkenden improvisiert – Capuas „O solemio“ belohnt.

Artikel aus dem Rüsselsheimer Echo vom 18. Juni 2012, Text: Albrecht Schmidt

22.06.2012, Kelsterbach Aktuell

Ein himmlischer italienischer Kulturgenuss
Die vierte Kelsterbacher Italienische Nacht wird sicherlich in bester Erinnerung bleiben. Vor einem mit 414 Gästen ausverkauften Fritz-Treutel-Haus begeisterte nach 2002, 2004, 2009 das komplette musikalische Programm, und auch das Ambiente mit Olivenbäumchen, Prosecco, venezianischen Masken und Kostümen trug zu einem gelungenen Abend bei.
Nur der lästige Regenguss nach Beendigung der Veranstaltung ließ einen südlichen Wein geschwängerten Ausklang der Veranstaltung in den Anlagen rund um die Alte Oberförsterei und das Bürgerhaus buchstäblich ins Wasser fallen. Begrüßt wurden alle Gäste im Foyer von den pittoresk gekleideten Darstellern mit venezianischen Masken und Umhängen, auf der Bühne übernahm diesen Part Bürgermeister Manfred Ockel, der gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Bergstraße Matthias Wilkes den Kultursommer Südhessen eröffnete. »250 Veranstaltungen bei einem Etat von 250.000 Euro, wir stellen einiges auf die Beine und brauchen uns mit unserem Angebot nicht verstecken«, verdeutlichte Landrat Matthias Wilkes.
Anlässlich des 60-jährigen Stadtjubiläums habe man gerne die Stadt Kelsterbach für die Auftaktveranstaltung des Kultursommers ausgewählt. Was dann an musikalischen Schmankerln geboten wurde, nötigte dem Publikum noch vor dem Ende der Veranstaltung stehende Ovationen ab. Die beiden Gesangssolisten Elena Dediu (Sopran) und Tenor Alexandru Badea boten gehobene Sangeskunst, der knapp 60-köpfige Männerchor Rüsselsheim-Hassloch, ebenfalls keine unbekannte Größe in Kelsterbach, bewies unter der Leitung des Dirigenten und ehemaligen Limburger Domsingknaben Ronald Pelger Textsicherheit, Einfühlungs- und Leistungsvermögen. Das Zusammenspiel mit den beiden Opernsolisten harmonierte ausgesprochen gut.
In Anwesenheit des ehemaligen Dirigenten Günter Gräf eröffnete Stefan Ottersbach mit der Ouvertüre aus Giuseppe Verdis Nabucco den musikalischen Reigen, Tenor Badea gab seinen Einstand. Elena Dediu fügte sich mit »Ebben! Ne androlontana« ein, einer Arie aus der Oper »La Wally« von Alfredo Castelani. Ersten stürmischen Applaus ernteten die beiden professionellen Sänger mit dem Duett »Caroelisir« aus Gaetano Donizettis »Der Liebestrank«. »Vapenesiero« aus dem Gefangenenchor von Verdis Nabucco ließ den Männerchor auftrumpfen. »Keiner schläft«, »nessundorma«, die Arie des Prinzen Kalf aus Giaccomo Puccinis »Turandot« ist seit Paul Potts Tv-Auftritt zu einer Art Initiationsarie für Star-Tenöre geworden. Alexandru Badea meisterte diese Hürde mit Emotion und Ausdruckskraft, seine Mimik, sein Witz und seine gute Laune übertrugen sich auf ein begeisterungsfähiges Kelsterbach Publikum, das Gesangskunst der Extraklasse geboten bekam. Badea und Dediu füllten den Raum des Bürgerhauses mühelos mit ihren klaren Stimmen - ohne Mikrophon. Ein wenig Stimmung wie in der Mailänder Scala kam auf, wie Landrat Matthias Wilke leise verglich. Zum Finale furioso griff auch der charmante Rüsselsheimer Moderator Rainer Zagovec, selbst Tenor in seiner aktiven Gesangszeit, stimmlich ein. »O solemio« schmetterte das Trio in den abendlichen Bürgerhaushimmel.
Eine Wiederauflage des Kultursommers scheint nicht ausgeschlossen, Kelsterbachs Kulturverantwortlicher Kurt Linnert nahm diese Ankündigung gerne zur Kenntnis. Er gestaltete den Dank des Gastgebers Stadt Kelsterbach und leitete den entspannten Teil nach dem musikalischen Genuss ein, der wegen der Wetterunbill im Fritz-Treutel-Haus stattfinden musste. (hb)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 22. Juni 2012, Text: Hartmut Blaum

29. Juli 2012

Bach-Konzert in der St. Martinskirche:

1977 startete Kantor Rainer Noll die Reihe der Bach-Konzerte jeweils am oder um den 28. Juli zu Bachs Todestag. Zunächst waren es reine Orgelkonzerte auf der 1970 von Förster & Nicolaus (Lich) erbauten „idealen Bach-Orgel in idealer Akustik“ (so Noll). Werke aller Gattungen des Bachschen Orgelschaffens interpretierte Noll hier in der ihm eigenen beseelt-atmenden Weise, wie er sie bei seinen Forschungen über Albert Schweitzer kennengelernt hatte. Aber auch Kompositionen von Bach-Söhnen, Bach-Schülern und der weiteren Bach-Familie standen auf dem Programm, bis hin zu Uraufführungen von verschiedensten Bearbeitungen über die Tonfolge B-A-C-H, die Noll bei Kurt Fiebig (1908 – 1988), Harald Heilmann (* 1924) und dem französischen Komponisten Gaëtan Santa Maria (* 1957) in Auftrag gegeben hatte.
Später kam eine stattliche Zahl Bach-Kantaten und Instrumentalkonzerte hinzu, aufgeführt mit namhaften Solisten, den „Idsteiner Vokalisten“ und Orchestern wie dem „Heidelberger Kantatenorchester“, „Collegium Piccolo Frankfurt“, „Junge Kammersinfoniker Hessen“, „Main-Barockorchester Frankfurt“ und dem „Mainischen CollegiumMusicum“ in einer eigenständigen Interpretation, die das Beste aus historischer und traditioneller Aufführungspraxis zu vereinigen sucht.
Im 35. Bachkonzert wurde die Reihe mit Werken Johann Sebastian Bachs unter Leitung von Kantor Rainer Noll und in Kooperation mit der St. Martinsgemeinde Kelsterbach fortgesetzt.
Pressestimmen:

14.08.2012, Frankfurter Neue Presse

Schicksalhafte Begegnung
Hinter dem Werk „Das Musicalische Opfer“ steckt eine spannende Entstehungsgeschichte
"Das Musicalische Opfer" resultiert aus einem Treffen zwischen Johann Sebastian Bach und Friedrich II. Kantor Rainer Noll erzählte während eines Konzerts in St. Martin die Geschichte, wie es zu der Komposition kam.
Für Rainer Noll, der seit 40 Jahren als Kantor in der evangelischen Gemeinde St. Martin in Kelsterbach wirkt, ging zu seinem Jubiläum ein Wunsch in Erfüllung: Das "Main-Barockorchester Frankfurt" spielte Johann Sebastian Bachs Komposition "Das Musicalische Opfer". Obwohl er an seinem Jubeltag wohl gerne selbst an seiner Lieblingsorgel gesessen hätte, ließ Noll andere musizieren, trug aber mit seiner Moderation zum großen Erfolg der Veranstaltung bei.
Die Stadt unterstützte das Konzert, das anlässlich des Festreigens "60 Jahre Stadt Kelsterbach" veranstaltet wurde, finanziell. Denn nur so war es möglich, die perfekt zur Komposition passenden Solisten des "Main-Barockorchesters Frankfurt" verpflichten zu können. Einen besonderen musikalischen Genuss bot das historische Cembalo, das von Jörg Halubek mit in die Kirche St. Martin gebracht worden war.
"Das Musicalische Opfer" setzte Rainer Nolls Reihe der Bach-Konzerte fort – es war das 35. Konzert anlässlich Johann Sebastian Bachs Todestag. Der berühmte Komponist verstarb am 28. Juli 1750.
Die Entstehung des "Musicalischen Opfers" beruht auf einer besonderen Begebenheit zwischen dem damals schon alten Johann Sebastian Bach und dem jungen Friedrich II., der als Friedrich der Große oder der "alte Fritz" in die Geschichte einging. "Die epochale Begegnung zweier Welten fand am 7. Mai 1747 im Stadtschloss zu Potsdam statt", berichtete Rainer Noll. Der junge Friedrich, selbst musizierend, gab Bach ein Thema, über welches dieser, zur Verwunderung aller anwesenden Musiker, recht eindrucksvoll improvisierte. "Als Friedrich ihn danach mit dem Wunsch nach einer sechsstimmigen Fuge über dieses Thema aufs Glatteis führte, musste Bach passen", erzählte Noll.
Der Stachel übe diese Niederlage saß tief, motivierte Bach aber, das "königliche Thema" nach allen Regeln seiner kontrapunktischen Kunst – einschließlich der geforderten sechsstimmigen Fuge – auszuarbeiten.
Als kleine Rache schrieb Bach seine Komposition in Deutsch, wohl wissend, dass am königlichen Hofe nur Französisch parliert wurde. Die Widmung des Druckexemplars der nun entstandenen Komposition, die Bach nach nur zwei Wochen zu König Friedrich II. sandte, trug den Titel "Das Musicalische Opfer". Die Revanche war mehr als geglückt und Johann Sebastian Bach erhielt nie die geringste Reaktion seitens Friedrich II.
Am Ende gab es großen Applaus für den besonderen Hörgenuss. Beim anschließenden Empfang zu Ehren von Rainer Noll würdigten sowohl Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel als auch der für das Dekanat zuständige Dekan Kurt Hohmann die besonderen Verdienste des Kantors. Die Kelsterbacher dachten jedoch schon mit ein wenig Wehmut an das Scheiden von Rainer Noll zum Ende des nächsten Jahres.lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 14. August 2012, Text: Leo Postl

01.08.2012, Freitags-Anzeiger

Für den König improvisiert
Jubiläums-Konzert in der Martinskirche widmet sich einer besonderen Begegnung
Jörg Halubek spielt eine Melodie auf dem Cembalo. In der evangelischen St. Martinskirche ist es mucksmäuschenstill, alle konzentrieren sich auf das komplizierte Thema. Danach fragt Kantor Rainer Noll in die Runde: „Nun haben Sie die Melodie gehört. Haben Sie sie behalten? Könnten Sie sie nachspielen? Bach musste aus dem Thema damals sogar eine Fuge improvisieren – vor Friedrich II., dem König der Preußen!“

Anlässlich seines Amtsjubiläums, er wirkt seit 40 Jahren als Kantor an St. Martin, und des 35. Bachkonzertes wartete Noll mit einigen Besonderheiten und Überraschungen auf. Der Kantor hatte nicht nur hochkarätige Solisten des Main-Barockorchesters Frankfurt für das Konzert gewinnen können, er ließ auch im Altarraum ein Cembalo aufbauen. Das mit Bibelszenen reich verzierte Instrument zog alle Blicke auf sich und die gut 80 Zuhörer waren begeistert. Leitfaden des Konzerts war das Zusammentreffen zwischen Friedrich II. und dem betagten Johann Sebastian Bach. Noll berichtete, dass Bachs zweitältester Sohn Carl Philipp Emanuel Bach 30 Jahre lang als Hofcembalist beim König der Preußen wirkte. Als sein Vater ihn 1741 in Berlin besuchte, war Friedrich auf seinem ersten Eroberungsfeldzug in Schlesien und es kam zu keiner Begegnung der beiden Größen.
Erst bei seiner zweiten Berlinreise traf der alte Johann Sebastian Bach den König und zwar am Sonntag, dem 7. Mai 1747, im Stadtschloss in Potsdam. Es war laut Noll eine epochale Begegnung zweier Welten, die mit dem Musikalischen Opfer, einer Sammlung von kontrapunktischen Sätzen, endete. Bach war damals, drei Jahre vor seinem Tod, auf dem Höhepunkt seiner Bekanntheit. In Anwesenheit sämtlicher Hofmusiker spielte Friedrich dem berühmten Komponisten ein Thema vor, auf das Bach eine dreistimmige Fuge improvisierte. Der König wollte Bach scheinbar auf die Probe stellen und forderte ihn auf, eine sechsstimmige Fuge zu improvisieren. Bach musste sich geschlagen geben.
„Es war eine Niederlage, wie er sie noch nie erlebt hatte“, erzählte Noll. Zwar lieferte Bach das königliche Thema so schnell wie möglich nach, doch ist bis heute nicht bekannt, ob Friedrich II. dieses königliche Opfer je gehört oder gespielt hat.Die Ausführungen Nolls setzten Jörg Halubek (Cembalo), Hans-Joachim Fuss (Traversflöte), Martin Jopp (Violine), Konstanze Winkelmann (Violine) und Christian Zincke (Viola da Gamba) musikalisch einfühlsam um und sorgten für einen außergewöhnlichen Hörgenuss in der St. Martinskirche.

„Es war dem Anlass entsprechend ein sehr würdiges Konzert“, lobte Dekan Kurt Hohmann. „Der alte Fritz, der alte Bach, der alte Noll: Das ist eine sehr schöne Linie“, fasste Hohmann zusammen und betonte, wie außergewöhnlich es sei, dass ein Kantor 40 Jahre lang derselben Stelle die Treue halte.
Auch Bürgermeister Manfred Ockel sprach ein Gruß- und Dankeswort. Lob gab es auch vom Kirchenvorstand der St. Martinsgemeinde, der den hohen musikalischen Anspruch und das außerordentliche Spiel des Kirchenmusikers würdigte. Nach den Ansprachen und viel Applaus gab es noch einen Umtrunk. (nta)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 01. August 2012, Text: NorsinTancik

10.08.2012, Kelsterbach Aktuell

35. Bach-Konzert in St. Martin - ein musikalisches Opfer
Rainer Noll 40 Jahre Kantor an St. Martin in Kelsterbach
Am Abend des 7. Mai im Jahre 1747 kam es in Potsdam zu einer denkwürdigen Begegnung. Der "alte Bach" (62), wie er damals schon genannt wurde, traf den jungen Friedrich II. von Preußen (35), der selbst musizierte und komponierte. Er gab Bach ein Thema, über das dieser vor seinen versammelten Hofmusikern - die besten, die damals zu haben waren - eine dreistimmige Fuge improvisierte.
Um zu sehen, wie weit er das Spiel treiben könnte, wünschte Friedrich nun eine sechsstimmige Fuge - und da musste selbst ein Bach passen, hatte er doch noch nie ein solche Fuge für Cembalo auch nur geschrieben. Der König hatte Bach aufs Glatteis geführt und ihm eine Niederlage verpasst, wie er sie noch nie erlebt hatte. Bach revanchierte sich, indem er gleich nach seiner Rückkehr nach Leipzig das "königliche Thema" nach allen Regeln seiner kontrapunktischen Kunst ausarbeitete (einschließlich der sechsstimmigen Fuge), eine versteckte Botschaft einarbeitete und dem König als "Musicalisches Opfer" widmete.
Was dabei herauskam, konnte man im 35. Bach-Konzert in St. Martin in Kelsterbach hören, und zwar in atemberaubend makelloser Interpretation der namhaften Solisten des "Main-Barockorchesters Frankfurt": Jörg Halubek (Professor in Linz und Stuttgart) am prächtigen Barock-Cembalo, Hans-Joachim Fuss - Traversflöte, Martin Jopp und Konstanze Winkelmann - Violine, und Christian Zincke - Viola da Gamba. Sie alle sind Mitglieder weiterer renommierter Barockensembles und musizierten auf gleich hohem Niveau, das kaum zu überbieten ist.

Eröffnet wurde das Konzert mit der Sonate e-moll für Traversflöte und Basso continuo von Friedrich II. als königliche Begrüßung (eine der über 120, die der König komponierte), und moderiert wurde es von Kantor Rainer Noll, der auch ein musikalisches Opfer brachte, indem er erstmals auf das Selbermusizieren verzichtete. Aber seine mehr als nur amüsanten Erläuterungen standen dem Niveau der Interpreten in nichts nach und zeigten eine universelle Bildung und verblüffende Beherrschung der Materie nach allen Seiten: sprachlich, historisch, musikalisch und menschlich. Noll stellte das selten als Ganzes zu hörende "Musicalische Opfer" in die Handlung der Begegnung in Potsdam und vor den Hintergrund der damaligen Zeit, in der Bach bereits als veraltet und "Auslaufmodell" galt. Er verstand es bravourös, die Spannung zwischen den Einzelteilen des Werkes noch zu steigern, während ohne solche Moderation diese äußerst anspruchvolle Musik dem Hörer fremd und schwer zugänglich bleibt. So erlebten die zahlreichen, wieder zum Teil von weit angereisten Besucher den Abend der Begegnung am 7. Mai 1747 in Potsdam quasi als Zeitzeugen in Kelsterbach.
Mit diesem einmaligen Konzert feierte Rainer Noll zugleich seine vierzigjährige Tätigkeit als Kantor an St. Martin in Kelsterbach (bei bereits insgesamt 44 Dienstjahren als Kirchenmusiker) - ein seltenes Jubiläum! Ansprachen von Dekan Kurt Hohmann, Bürgermeister Manfred Ockel, Stadtrat Ernst Freese, Musikausschussvorsitzender Christel van Verre und Dr. Ute Ritz-Müller für den Kirchenvorstand ehrten den Jubilar bei einem anschließenden Empfang in der Kirche. Dabei bot sich auch die Bedeutung der Zahl 40 in der Bibel für Anspielungen an: das Volk Israel zog z.B. nach der ägyptischen Knechtschaft 40 Jahre lang durch die Wüste, worauf Noll ergänzte, dass es dann aber im Gegensatz zu ihm im "gelobten Land" angekommen sei.
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 10. August 2012; Text: E. Gandela

09. September 2012

Eröffnungskonzert "Kirchenklänge 2012" in der Herz-Jesu-Kirche:

Zum Eröffnungskonzert des diesjährigen Musikfestivals "Kirchenklänge" luden der Kreis und die "KulTourstadt 2012" des Kreises Groß-Gerau in die Katholische Herz-Jesu-Kirche zu einem Chor- und Orgelkonzert mit dem Frankfurter Dommusikdirektor Andreas Boltz (Orgel) und dem Vocalensemble des Kaiserdoms ein.

Andreas Boltz studierte an der Musikhochschule Würzburg Katholische Kirchenmusik, war bis 1993 Assistent des Domkapellmeisters in Würzburg und anschließend Regionalkantor des Bistums Mainz in Darmstadt sowie Dozent für Chorleitung und Orgel am Institut für Kirchenmusik in Mainz. Seit 2011 wirkt er in Frankfurt. Die etwa 30 Sängerinnen und Sänger des Vocalensembles erarbeiten pro Jahr etwa vier Programme mit anspruchsvoller Chormusik von der Renaissance bis zur Moderne.
Das Konzert fand im Rahmen des Kultursommers Südhessen statt und wurde gefördert und unterstützt vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Pressestimmen:

25.09.2012, Frankfurter Neue Presse

Kirchenklänge starten fulminant
Eindrucksvoller Auftakt für das Musikfestival "Kirchenklänge": In der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Kelsterbach feierten die Besucher den Organisten Andreas Boltz und das von ihm geleitete Vokalensemble mit viel Applaus.
Kelsterbach hat in diesem Jahr ganz besonders viel zu bieten. Nachdem bereits der Kultursommer Südhessen mit der Italienischen Nacht im Fritz-Treutel-Haus eröffnet wurde, startete am Sonntagabend auch das Musikfestival "Kirchenklänge" des Kreises Groß-Gerau in der Perle am Untermain.
Die Herz-Jesu-Kirche, die das Stadtbild Kelsterbachs prägt, war ein angemessener Ort für diese anspruchsvolle Veranstaltung. Mit Andreas Boltz gastierte nicht nur der Dommusikdirektor am Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus an der Orgel, er hatte auch das vom ihm geleitete Vokalensemble des Frankfurter Kaiserdoms mitgebracht.
"Dass wir heute hier konzertieren dürfen, ist für uns eine ganz besondere Ehre und Freude", sagte Boltz zu den Gästen in der Herz-Jesu-Kirche.
Musik aus allen Epochen
Das Auftaktkonzert in Kelsterbach bot ein abwechslungsreiches Programm, das von Musik aus Renaissance und Barock über Chor und Orgelwerke der Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen reichte. Mit "Was betrübst du dich, meine Seele" – aus dem "Israelsbrünnlein 1623" von Johann Hermann Schein eröffnete das von Andreas Boltz mit sicherer Hand geführte Vocalensemble die "Kirchenklänge". Das "Ehre sei Gott in der Höhe" aus der Feder von Felix Mendelssohn Bartholdy dürfte jedem Kirchgänger bekannt sein, doch in welch beeindruckender Weise es vom Vocalensemble des Kaiserdoms Frankfurt dargeboten wurde, sicherlich nur wenigen.
Nicht minder ergreifend war das Orgelspiel von Andreas Boltz. Das Präludium und die Fuge c-moll von Johann Sebastian Bach und die "Passacaglia" aus der 8. Sonate e-moll op. 132, komponiert vom großen Kirchenmusiker Joseph Gabriel Rheinberger, waren reinste musikalische Genüsse.
Gute Akustik
Wenn ein Vortrag des Vocalensembles besonders hervorgehoben werden müsste, dann sicherlich das "Warum toben die Heiden". Hier fanden Chorleiter und Sänger zu einer überaus beeindruckenden Einheit zusammen, die wegen ihrer Harmonie und Perfektion beeindruckte. Mit dem "Praythat Jerusalem mayhavePeace", aus der Feder von Bob Chilcott, setzte das Vocalensemble um Andreas Boltz einen weiteren Glanzpunkt.
Ein über Minuten andauernder Applaus war der Beleg für den sehr gelungenen Auftakt des Musikfestivals "Kirchenklänge". Andreas Boltz war von der besonderen Akustik der Herz-Jesu-Kirche begeistert. "Dank des Hochaltars hinter dem Chor weist der Kirchenraum eine ganz besondere Resonanz auf", sagte Boltz.lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 25. September 2012, Text: Leo Postl

14.09.2012, Kelsterbach Aktuell

Musikfestival "Kirchenklänge 2012" eröffnet: Auftakt zu musikalischem Herbst
Eindrucksvoller Auftakt für das Musikfestival "Kirchenklänge"
In der Katholischen Herz-Jesu-Kirche in Kelsterbach feierten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher den Organisten Andreas Boltz und das von ihm geleitete Vokalensemble des Frankfurter Kaiserdoms mit stehenden Ovationen. Landrat Thomas Will hatte zuvor nicht nur die Gäste aus Frankfurt begrüßt, sondern auch das diesjährige Musikfestival offiziell eröffnet, das nun schon zum bereits 13. Mal stattfindet: "Wieder haben sich die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Kreis mit der Unterstützung des Kreiskulturbüros zusammengetan und ein gleichermaßen vielseitiges wie anspruchsvolles Programm zusammengestellt."

Bis zum 25. November bieten dafür die Kirchen bei den insgesamt 22 Veranstaltungen einen Rahmen, der, so der Landrat, einerseits eine besinnliche Stimmung schaffe und andererseits die volle Konzentration auf die dargebotene Musik ermögliche.
Das Auftaktkonzert in Kelsterbach, im Rahmen des Kultursommers Südhessen gemeinsam von Stadt, Kreis und Kirchengemeinde organisiert, bot ein abwechslungsreiches Programm, das von Musik aus Renaissance und Barock über Chor und Orgelwerke der Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen reichte. Dargeboten wurde dieses auf höchstem Niveau von Künstlerinnen und Künstlern, die nicht nur die herzliche Atmosphäre der Veranstaltung lobten, sondern auch von der hervorragenden Akustik des Kelsterbacher Kirchenraums fasziniert waren: Wenn sich die Gelegenheit ergebe, so Andreas Boltz und seine Mitstreiter, werde man gerne wieder hier musizieren.

Einen besseren Start, da war sich der Landrat mit den Zuhörern einig, hätten die "Kirchenklänge 2012" wohl gar nicht nehmen können. Thomas Will nahm dies zum Anlass, nicht nur den Akteuren des Eröffnungskonzerts, sondern all jenen ganz herzlich zu danken, die zum Zustandekommen des Festivals insgesamt beigetragen haben: "Ein Herbst ohne Kirchenklänge ist im Kreis Groß-Gerau einfach nicht mehr denkbar!" (gg)

Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 14. September 2012, Text: Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau

20. Oktober 2012

Oldie-Night im Fritz-Treutel-Haus

Die Kelsterbacher Golden-Oldie-Night war von Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre eine feste Einrichtung des jährlichen städtischen Kulturprogramms. Viele Stars der 60er und 70er Jahre traten in der Mehrzweckhalle Süd auf, so Dave Dee & Marmelade, The Bay City Rollers, The Troggs, The Rubettes und viele andere. 2012 zum Stadtjubiläum gab es ein ausverkauftes Comeback. Eingeladen wurden Hot Chocolate, („You Sexy Thing”; “Every 1’s a Winner”, “Emma”, “No doubt about it”, “So you win again” u.v.a. sowie die Welcome Back Group und The Dicey Reillys.
Pressestimmen:

05.11.2012, Frankfurter Neue Presse

Hot Chocolate: Name war Programm
Kennie Simon sorgte mit seiner Schmusestimme für Gänsehaut im Fritz-Treutel-Haus
Bei der Golden-Oldie-Night traten drei Gruppen im Fritz-Treutel-Haus auf. Vor allem "Hot Chocolate" verstanden es, das Publikum zu begeistern.
Einen Höhepunkt zum 60-jährigen Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte erlebte Kelsterbach am Samstagabend. Die Golden-Oldie-Night im Fritz-Treutel-Haus war nämlich nicht nur ein Event für die Untermainstadt, sondern der ganze Kultursommer Südhessen feierte mit. Die Veranstaltung wurde als konzertierte Aktion des Kreises Groß-Gerau, der für den Kultursommer Südhessen verantwortlich zeichnet, der Sparkassen-Stiftung Groß-Gerau, der Alten Oberförsterei sowie der Stadt Kelsterbach aufgezogen.
Das Fritz-Treutel-Haus glich einer Mischung aus Belagerung von normalen Gästen, einer VIP-Elite auf der Empore und einem hoch gesicherten Objekt durch die unübersehbare Präsenz von Security-Personal. "Wir wollen eine schöne friedliche Veranstaltung und uns hinterher nichts vorwerfen lassen", erklärte Frank Niedermann. Leiter des Kulturbüros der Stadt Kelsterbach.
"Da drinnen ist es gestobbte voll, daher wollten wir auf die Empore, doch das ging nicht", sagte Gerlinde und Dieter Döbler etwas sauer. Also blieben sie im Foyer. Die Logenplätze auf der Empore waren nämlich nicht verkäuflich, sondern für die Sponsoren als Gegenleistung ihres finanziellen Engagement reserviert.
Verschiedene Stile
Mit der Verpflichtung der drei Oldie-Gruppen "The Dicey Reillys", der "Welcome Back Group" und den als Höhepunkt für das Finale reservierten "Hot Chocolate" wollten die Organisatoren unterschiedliche Geschmäcker abdecken. Doch richtig begeistert waren nicht alle Besucher. Die erste Gruppe habe es nicht geschafft, die Stimmung in Schwung zu bringen, war zu hören. Auch fehlten vielen Gästen eine Durchgängigkeit des musikalischen Genres.
"Die erste Gruppe vergesse ich einfach mal, dann kam rockig und fetzig, jetzt wieder mehr Soul", sagte Tanja Koutsos. Für Angelika Allendorf wäre ein kontinuierlicher Aufbau der Stimmungslage – mit einer Stilrichtung – besser gewesen. "Aber jetzt gehen wir trotzdem mal rein, denn die sind doch irgendwie goldig", meinte sie zu ihrer Freundin und verschwand im Gedränge, um sich der Musik von "Hot Chocolate" hinzugeben.
Viele Geschmäcker
Es gab freilich auch andere Stimmen, die alles gar nicht so schlecht fanden. "Es gibt viele Geschmäcker, und jeder kannte ja das Programm, aber wenn man nur Hot Chocolate hören will, muss man trotzdem den vollen Preis bezahlen – und kommt dann auch früher", erklärte Christina Sattler.
Erster Stadtrat Kurt Linnert meinte: "Was ich gesehen habe, war überaus erfreulich. Die Leute waren alle begeistert." Wie gut, dass "Hot Chocolate" mit ihrem "Schmusesänger" Kennie Simon für beste Stimmung und Gänsehaut am späten Abend sorgte. "You will Chocolate? So You will get Chocolate", kündigte Gründungsmitglied Patrick Olive eine "heiße Scholkolade" für den Abend an. Dann war alles vorher wieder vergessen.lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 05.11.2012, Text: Leo Postl

24.10.2012, Freitags-Anzeiger

Mehr als 600 Fans tanzen mit
Bei der Oldie Night mit Hot Chocolate kocht der Bürgersaal

Als ein kleiner Mann in weißem Anzug breit lächelnd die Bühne betrat, tobte der Bürgersaal im Fritz-Treutel-Haus augenblicklich. Als die Takte des ersten Liedes ertönten, tanzten über 600 Fans mit. Die Hauptband Hot Chocolate brachte eine einmalige Atmosphäre nach Kelsterbach und krönte den bisherigen Verlauf des Abends: Die Golden Oldie Night wurde zu einem großen Erfolg – und das von Anfang an.
In den achtziger und bis Mitte der neunziger Jahre war die Golden Oldie Night eine feste Institution in Kelsterbach. In der Mehrzweckhalle Süd traten viele Stars auf, so beispielsweise Dave Dee & Marmelade, The Bay City Rollers, The Troggs, The Rubettes und viele mehr. Im Rahmen der Feiern zu 60 Jahren Stadtrechte wollten die Veranstalter dem Jubiläumsjahr einen würdigen Abschluss verleihen. So kam Frank Niedermann, Leiter im Amt für Kultur, Sport und Vereinsarbeit, auf die Idee, die Golden-Oldie-Night wiederzubeleben.
Neben den Musikern von der Welcome Back Group und The Dicey Reillys hatte Niedermann bald die Zusage von Hot Chocolate. Die Kultband aus den siebziger Jahren war auf Tournee, und der Termin und der Rahmen passten. Über die Zusage seiner Lieblingsband war Niedermann überrascht und natürlich erfreut zugleich. Kaum waren die Programmhefte gedruckt, waren die 600 Karten restlos ausverkauft. „Noch bevor wir eine einzige Anzeige schalten oder Werbung machen konnten – so schnell waren die Karten weg“, staunte Niedermann. Die Gäste kamen nicht nur aus Kelsterbach. Selbst aus den Niederlanden und der Schweiz reisten die Fans an und erlebten in der Stadt am Untermain einen gelungenen Konzertabend.
The Dicey Reillys coverten auf verrückte Art Rock- und Popsongs. Äußerst professionell war die Welcome Back Group, die ein breites Programm mit Classic Rock und Finest Oldies boten. Der Applaus war so groß, dass es mehrere Zugaben gab – sehr zur Ungeduld vieler Hot Chocolate-Fans. Umso größer war die Freude über den Auftritt der Band, die 34 Singles und 10 LPs in 40 Ländern veröffentlichte.
Die Ausstrahlung von Patrick Olive und Kennie Simon faszinierte, die anspruchsvollen Gitarren-Riffs von Harvey Hinsley sorgten für den unverwechselbaren Klang vieler Songs, die zu Klassikern geworden sind. Eine Wiederholung der Golden-Oldie-Night wird es allerdings trotz des Erfolgs vorerst nicht geben. „Die Organisation in der Größenordnung ist nicht ganz billig“, bedauerte Niedermann. Umso mehr genossen die 600 Musikfans den einmaligen Abend mit Liedern wie „You Sexy Thing“ und „Every 1’s a Winner“. (nta)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 24. Oktober 2012, Text: Norsin Tancik

09.11.2012, Kelsterbach Aktuell

"Heiße Schokolade" zum Stadtjubiläum
Was gut ist kommt wieder! Der Veranstaltungsreigen im Kelsterbacher Jubiläumsjahr beinhaltete den einen oder anderen Höhepunkt aus der Vergangenheit. Als Glückwunsch für 60 Jahre Kelsterbach war das Fritz-Treutel-Haus Schauplatz der "Golden-Oldie-Night".
Eine der beliebtesten Veranstaltungen der Kelsterbacher Kulturgeschichte war zweifellos die "Golden-Oldie-Night". Star- Ensembles wie "The Troggs", "Marmelade" oder "Die Lords" machten in den achtziger- und neunziger Jahren der Untermainstadt ihre musikalische Aufwartung. Eine fast endlose Aufzählung weiterer Stars war ausschlaggebend, dass die Veranstaltung das Prädikat "besonders beliebt" für sich in Anspruch nahm. Bei der Wiederauflage gelang es den Kelsterbacher Kulturschaffenden eine Gruppe zu gewinnen, die bei keiner der früheren Events mitwirkte. Dem langjährigen Kulturamtsleiter Frank Niedermann war es eine persönliche Freude die legendäre Popband "Hot Chocolate" für die Jubiläums Oldie-Night zu gewinnen Eine gute Wahl, wie es sich herausstellte, war doch die Veranstaltung bereits im Vorfeld ausverkauft.

Welcome Back zum Comeback
Bevor jedoch der Top-Act die Bühne betrat, sorgten zunächst zwei Coverbands für Oldie-Stimmung pur. Den Anfang machten die "Dicey-Rileys" aus Büttelborn. Mit einem breiten Repertoire beschallten sie den Bürgersaal, die speziellen Kompositionen stießen auf applaudierende Gegenliebe. Songs von Van Morrison, den Dubliners oder crowded -house, repräsentierten die Musikrichtungen Folk und Pop. Jedoch auch auf der etwas "härteren Schiene" bewegten sich die Musiker souverän und erfreuten sich breiter Anerkennung. Fast schon Musikgeschichte in Kelsterbach geschrieben hat die "Welcome-Back-Group", die einmal mehr einer großen Erwartungshaltung gerecht wurde. Evergreens mit dem besonderen Sound der Musiker um Sänger Heinz Stejskal erreichten vom ersten Takt an die zahlreichen Gäste, die begeistert zu ihren Lieblingssongs tanzten. "Angel of the Morning" von Juice Newton einmal rockig oder "Rough Boy" von Z.Z. Top bereicherten eine Playlist mit vielen bekannten Hits. Der satte Rock ging durch Herz und Beine und mündete übergangslos in gespannte Vorfreude auf das große Finale.

"You Sexy Thing" was the King
"Hot Chocolate" ließ nicht lange auf sich warten und ihr unverkennbarer Sound erklang gleich beim Opener "Every one`s a winner". Einen Hit nach dem anderen landete die Band in den siebziger - und achtziger Jahren, die Gäste der "Golden-Oldie-Night" durften diese live hören. Ob bei rockigen Liedern wie "heaven in the backseat of my Cadillac", und "are you get enough", oder dem sanften "So you win again", das Publikum ging begeistert mit und feierte die Künstler. Der sympathische Frontmann Kenny Simon, erinnerte stark an seinen Vorgänger Erol Brown, sei es in der Art zu singen oder in geschmeidiger Tanzbewegung. So war es wenig verwunderlich, dass bei der Interpretation von "Your Sexy Thing" die Stimmung keine Grenzen mehr kannte. In hundertfacher Stärke ertönte der Refrain und kein Sitzplatz auf der Empore wurde mehr in Anspruch genommen. Das Resümee nach über vier Stunden Musik, war eine rundum gelungene Veranstaltung, die vom Team der alten Oberförsterei kulinarisch abgerundet wurde.(Ts)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 09. November 2012, Text: Thorsten Schreiner

21. Dezember 2012

Weihnachten mit Dagmar im Fritz-Treutel-Haus

Natürlich durfte auch Kelsterbachs musikalisches Aushängeschild Dagmar Lay D. bei den Veranstaltungen und Festlichkeiten nicht fehlen. Mit einem Weihnachtskonzert beendete sie das städtische Kulturprogramm des Jahres 2012 und stimmte die Gäste im ausverkauften Fritz-Treutel-Haus musikalisch auf das bevorstehende Fest ein.
Pressestimmen:

24.12.2012, Frankfurter Neue Presse

Ihre Lieder öffnen Herzen
Lay D. stimmte auf Weihnachten ein
Zum Konzert der Country-Sängerin Dagmar kamen rund 400 Besucher ins Fritz-Treutel-Haus. An ihrer Seite hatte sie die "Musik-Family".
Ein Truck donnert durch die weihnachtliche Winternacht. Mit gedanklichen Impressionen aus dem Leben von Fernfahrern, die auch am Fest der Liebe auf endlosen Straßen einsam und verlassen unterwegs sind und Kilometer um Kilometer abspulen, wartete die Country-Sängerin Dagmar während ihrer Weihnachtsshow im ausverkauften Fritz-Treutel-Haus auf. Keiner der 400 Sitzplätze war frei geblieben, und einige Gäste verfolgten die Show sogar im Stehen.
Einmal mehr überzeugte die Sängerin, die auch als Lay D. bekannt ist, an der Seite der sie begleitenden "Musik-Family" mit einem glamourösen Auftritt. In einem spektakulär goldglänzenden und bodenlangen Kleid stimmte sie mit ihrer weißen Gitarre auf die bevorstehenden Festtage ein.
Aushängeschild
Erster Stadtrat Kurt Linnert hatte die in Kelsterbach lebende Sängerin zunächst als "musikalisches Aushängeschild der Stadt" bezeichnet und darauf hingewiesen, dass sie gerne und oft mit anderen Künstlern kooperiere. So kam denn auch die Zusammenarbeit mit dem Kinderchor des Gesangvereins "Einigkeit" zustande, den Dagmar für zwei gemeinsame Lieder auf die Bühne holte. Gemeinsam stimmten sie die deutschsprachigen Lieder "Weihnachtszeit" und "Hallo Schneemann" an.
Die Hand gereicht
Schon beim Auftakt, den die Sängerin mit dem beliebten Weihnachtslied "Winter Wonderland" gestaltete, indem sie durch die Gänge schritt und manchem Zuhörer dabei persönlich die Hand reichte, eroberte sie sich die Herzen des Publikums. Angerührt wurden sie auch von dem Lied "Ich bin wieder mal zu Haus’", das einerseits auf Dagmar selbst zugeschnitten war, die mit dem Konzert in ihrer Heimatstadt gastierte, andererseits aber auch auf viele Trucker, die das Weihnachtsfest gewiss gerne im Kreise ihrer Lieben begehen würden, während sie meist auf unendlichen Straßen unterwegs sind und von ihren Familien träumen.
Zu den Höhepunkten von Dagmars gelungenem und festlichem Konzert im Country-Stil zählten auch "Halleluja" und "Jingle Bells". Bald schon nach dem Beginn klatschten einige Gäste im Takt mit, auch als sie den "Folsom Prison Blues", "Jackson" und den "Cowboy Yoodlesong" interpretierte. Zu ihrem Repertoire zählten aber auch Weihnachtsklassiker wie "Das Licht des Himmels", "Stille Nacht" und "Weihnachten zu Haus’", bevor der zweite Teil des Abends mit "Silver Bells", "Stand by your Man", "Go down Moses" und "I saw the Light" startete.
Zu den Gästen an diesem Abend zählte auch der von Tony Marshall entdeckte Alleinunterhalter Tobin Whitefall, der zwischen den Darbietungen der "Musik-Family" gastierte und zu Songs wie "Rocking around the Christmas Tree", "Orange Blossom Special", "By the Rivers of Babylon" und "Was uns hilft – Amen" überleitete. Seinen spektakulären Abschluss fand das Konzert mit "Time to say goodbye", bevor die Sängerin noch einmal mit dem spanischen Weihnachtshit "Feliz Navidad" brillierte und dem Publikum ein gesegnetes Fest wünschte.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 24. Dezember 2012, Text: Carmen Erlenbach

27.12.2012, Freitags-Anzeiger

Ein Heimspiel für Lady Dagmar
Weihnachts-Country-Konzert im ausverkauften Fritz-Treutel-Haus
Die Kelsterbacher Country-Sängerin ist auf vielen Bühnen zu Hause, aber so richtig heimisch fühlt sie sich nur in Kelsterbach. Dies brachte „Lay D.“, wie sie nur genannt wird, wieder einmal bei ihrem Weihnachtskonzert im Fritz-Treutel-Haus zum Ausdruck. Es schien, als ob sie mit einem Truck durch die winterliche Landschaft gedonnert und just zum richtigen Zeitpunkt vor dem Fritz-Treutel-Haus angekommen wäre. In einem wahrhaft himmlischen Kleid, ganz aus goldfarbenem Stoff, wartet sie am Eingang, um nach der Begrüßung der Gäste durch Kelsterbachs Ersten Stadtrat Kurt Linnert durch die bis auf den letzten Platz besetzten Reihen zur Bühne zu gehen.

Stadtrat Linnert lobte auch das gesellschaftliche Engagement der Kelsterbacher Künstlerin, die sich für die Christoffel-Blindenmission (CBM) einsetzt aber auch immer wieder junge Künstler in ihr Programm mit einbindet. „Wir sind überaus froh, das musikalische Aushängeschild unserer Stadt heute hier begrüßen zu können“, bat Linnert Lady Dagmar auf die Bühne. Auch Dagmar schien froh zu sein, wieder einmal vor heimischem Publikum auftreten zu können. „Ich bin wieder mal zu Haus’“, stimmte sie an und sang sich damit gleich zu Beginn des Konzertes in die Herzen der begeisterten Kelsterbacher. Dieses Lied war aber auch eine Widmung an jene Trucker, die das Weihnachtsfest gerne im Kreise ihrer Lieben feiern würden, dies aber aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtung nicht können. Wer würde sonst den Weihnachtsbraten in die Geschäfte liefern?

Mit ihrer weißen Gitarre und in ihrem traumhaften Goldkleid stand sie wie eine Mischung aus Rauschgoldengel und Trucker-Lady auf der Bühne. Begleitet von ihrer Band „Musik-Family“ stimmte sie das stimmungsvolle Lied vom „Winter Wonderland“ an – und alle hörten im Traum den Schnee leise rieseln. Der tosende Applaus holte viele der 400 Besucher des Konzertes wieder in die Realität zurück. Zusammen mit dem Kinderchor „Kico-J-Unity“ des Gesangvereins Einigkeit Kelsterbach stimmte sie dann die mit großer Begeisterung aufgenommenen Lieder „Weihnachtszeit“ und „Hallo, Schneemann“ an.
Wie Dagmar zum Jodeln kam erzählte sie ihren Konzertgästen. Die höchst amüsante Geschichte beruht auf dem Griff einer trotzigen jungen Dame zur verbotenen Flasche an Heiligabend. Anstatt auf der Melodica der Verwandtschaft etwas Weihnachtliches vorzuspielen, griff die 14-jährige zur Gitarre und begann plötzlich zu jodeln. Dass ihr das einmal in ihrer Musikkarriere zugute kommen sollte, wusste sie damals freilich noch nicht – und erst recht nicht ihre Eltern. Mit dem „Cowboy Yoodlesong“ überzeugte Dagmar alle im Saal.
Großen Applaus gab es für die beiden jungen Violinistinnen Aki Endo aus Heusenstamm und Emilia Meyer aus Frankfurt. Beide begeisterten nicht nur die Jury bei „Jugend musiziert“, wo sie mit der Idealnote den 1. Preis holten, sondern auch das Publikum im Fritz-Treutel-Haus. Mit stehenden Ovationen wurden Emilia Meyer und Aki Endo verabschiedete.
Der Weihnachtslieder-Truck im Fritz-Treutel-Haus rollte weiter und Dagmar begeisterte mit ihrer Musik-Family insbesondere mit den überaus eindrucksvoll präsentierten „Halleluja“ und „Jingle Bells“. Zu Dagmars Gästen an diesem Abend zählte auch der von Tony Marshall entdeckte Tobin Whitefall. Der Bühnenkünstler übernahm in seiner One-Man-Show den russischen Teil des Abends und begeisterte ebenfalls die Gäste im Fritz-Treutel-Haus.
Zum großen Finale lief Lady D. noch einmal zur Höchstform auf und zog mit den ergreifenden Klassikern „Das Licht des Himmels“ oder „Silver Bells“ die Gäste in ihren Bann. Passend zum Abschied sang Dagmar dann „Time To Say Goodbye“. Mit dem internationalen Weihnachtshit „Feliz Navidad“ fand das Weihnachtskonzert mit Lady Dagmar seinen krönenden Abschluss. Das begeisterte Publikum bedankte sich für die Weihnachtswünsche mit den spontanen Rufen „Dagmar komm bald wieder“. (pos)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 27. Dezember 2012, Text: Leo Postl

11.01.2013, Kelsterbach Aktuell

Dagmars spezielle Weihnacht
Was gab es Schöneres, als sich besinnlich auf die Feiertage einzustimmen? Dagmar Tietz, Kelsterbacherin, bezauberte gemeinsam mit ihrer Music-Family die Gäste im geschmückten Fritz-Treutel-Haus.

Auch der Kinderchor KICO-J-Unity stand mit der bekannten Countrysängerin auf der Bühne. Tietz, sie ist Botschafterin der Christoffel Blindenmission, hatte vor allem im ehemaligen Gitarristen von Jonny Cash Ron Reid Gardner einen starken Partner, wenn amerikanische Klänge angespielt wurden. Großartig kamen auch die beiden Schülerinnen Emilia Meyer und Aki Endo an, die Preisträgerinnen von "Jugend musiziert" bewiesen gute Ansätze beim Geigenspiel. Der Erste Stadtrat Kurt Linnert dankte Dagmar Tietz, dass sie mit ihrem Auftritt einen Beitrag zum Stadtjubiläum leisten konnte. (hb)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 11. Januar 2013, Text: Hartmut Blaum


Einige Impressionen unserer Veranstaltungen:

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