Feste/Events

26. Januar 2012

Mundstuhl: "Sonderschüler" im Fritz-Treutel-Haus:

MUNDSTUHL (Lars Niedereichholz und Ande Werner) präsentierten im Fritz-Treutel-Haus auf Einladung der Fa. RostRoth mit „SONDERSCHÜLER“ ein fulminantes Feuerwerk deutscher Comedy.

Pressestimmen:

11.02.2012, Frankfurter Neue Presse

Mundstuhl: Lautstark und proletenhaft
„Dragan und Alder“ philosophierten im Fritz-Treutel-Haus über die Schule
Mit "KanakSprak" brachte das Duo Mundstuhl das Publikum zum Lachen. Auch die Reflexionen über den Sohn mit Charlie-Chaplin-Bart und Seitenscheitel kamen überaus gut an.
Sogar musikalisches Talent flammte bei den beiden Komikern auf, die mit ihrem Keyboard "alle Lieder der Welt" spielen können. Fotos: Niess Das mit Mundstuhl ist so eine Sache. Eigentlich gibt es nur die extremen Möglichkeiten, Fan der beiden Komödianten aus Frankfurt zu sein oder sie total abzulehnen. Die rund 300 Besucher im Kelsterbacher Fritz-Treutel-Haus gehörten offensichtlich zu Ersteren, bis auf ein paar Ausnahmen. Eine Handvoll überwiegend älterer Besucher hatte nach 30 Minuten genug und ging. Doch der Rest amüsierte sich köstlich.
Es ist eines dieser Phänomene in der Gesellschaft, das vielleicht am ehesten mit dem Begriff "Fremdschämen" umschrieben werden kann. Denn auch wenn Lars Niedereichholz und Ande Werner vom echten Kabarett einige Lichtjahre entfernt sind, letztlich überzeichnen sie nur jene Gestalten, die immer wieder anzutreffen sind – sei es im richtigen Leben oder bei RTL2. Lautstark und proletenhaft tauchten die Archetypen unterer Gesellschaftsklassen auf der Bühne auf.

Fleißdefizitsyndrom
Ihre vielleicht berühmtesten Figuren, "Dragan" und "Alder", philosophierten über die Schule. Mit der "KanakSprak", jenem schlechten Deutsch, das in sehr ähnlicher Form tatsächlich existiert, ging es um Noten und psychische Erkrankungen. Denn für die Sechsen auf seinem Zeugnis hatte "Alder" immer eine passende Begründung. Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, oder, wie er es – fälschlicherweise – abgekürzt nannte, ABS. Oder das Fleißdefizitsyndrom, von ihm als FDP bezeichnet. Immerhin hatte er in seinem Lieblingsfach Deutsch eine Fünf. "Jeder weiß doch, mit einer Fünf ist die Versetzung nicht gefährdet", zerstreute er Dragans Bedenken.
Sandy und Peggy, zwei Damen aus dem ostdeutschen Plattenbau, machten sich dagegen Gedanken um Peggys Sohn Justin. "Dieser Charlie-Chaplin-Bart steht ihm gut und passt so schön zu seinem Seitenscheitel", sagte Sandy zur Mutter des Jungen. Mit seiner Bomberjacke und dem festen Schuhwerk sehe er auch sehr ordentlich aus, bestätigte diese. Nur, dass er seit sechs Wochen nicht mehr in der Schule war, beunruhigte die Mutter ein wenig. Ob Justin, jener offensichtlich rechtsradikale Sohn, mit seinem neuen Stiefvater, einem Afrikaner, auskommen wird, durfte dabei in Frage gestellt werden.

Kollektive Depression
Wohl nur echte Mundstuhl-Fans verstanden den Auftritt des "Grill-Gottes", der mit Feuerzeug und Haarspray wenigstens ein wenig pyrotechnische Show lieferte. Ein Land das Cindy aus Marzahn erträgt und trotz Mario Barth nicht in die kollektive Depression verfällt, verträgt offensichtlich auch Mundstuhl. Ein etwas dickeres Fell ist dabei allerdings hilfreich.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 11.02.2012, Text: Karlheinz G. Niess

02.02.2012, Freitags-Anzeiger

Raus aus der Bildungsmisere
Duo Mundstuhl begeistert mit "Sonderschüler"
Ein volles Haus, zwei Stunden Programm ohne Punkt und Komma - Comedy-Freunde kamen im Fritz-Treutel-Haus voll auf ihre Kosten. Das Duo Mundstuhl alias Lars Niedereichholz und Ande Werner präsentierte sein neues Programm "Sonderschüler".
Die zweite Kulturveranstaltung nach dem Neujahrskonzert im Rahmen 60 Jahre Stadt Kelsterbach war ein voller Erfolg. "Ich kann bald nicht mehr, mir tun schon alle Lachmusikeln weh", meinte eine Frau im Publikum zu ihrem Nachbarn. Die coolen und frechen Sprüche der Sonderschüler Dragan und Alder strapazierten die Lachmuskeln der Zuhörer.
Die beiden Mundstuhl-Akteure präsentierten mit "Sonderschüler" ihr bisher wohl lustigstes Programm. Ihre Beobachtungen aus dem Schulalltag kannten keine Tabus und reichten von schwangeren Schülerinnnen, verprügelten Lehrern über Schlägereien auf dem Schulhof bis hin zu Raub und Erpressung - unverblümt plauderten die beiden drauf los, sparten nicht an Gestik und zogen Eltern, Lehrer und Schüler gleichermaßen durch den Kakao.
Aber auch der ganz normale Schulalltag wurde veralbert. Referate über Hirnlose wurden ebenso thematisiert wie das kollektive Weiterreichen von Fehlern bei Klassenarbeiten. Das Duo brannte dabei regelrecht ein Feuerwerk pointierter Kracher ab.
Höhepunkt war sicherlich das Zwiegespräch von Dragan und ALder über ihre Berufswahl. Beiden sprachen sich für die "Sehelbständischkeit" aus. In einem minutenlangen Monolog wetterte Alder über die noch zu überwindenden bürokratischen Hürden biem "Finanzeahamt". Es sprudelte nur so aus ihm heraus, bis das Publikum ihm begeisterten Applaus schenkte.
Am Ende des Programms stand die Erkenntnis, dass Deutschland in der Bildungsmisere steckt und nur Mundstuhl die Lösung kennt: Nämlich Lachen bis das Schulamt kommt.
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 02. Februar 2012, Text: Leo Postl

15. Mörz 2012

Hörung zur Stadtwerdung im Stadtmuseum:

Das Kelsterbacher Volksbildungswerk lud gemeinsam mit Stadtarchivar Hartmut Blaum zu einer historischen Infoveranstaltung in das Stadtmuseum ein.
Nach einem einführenden Vortrag von Hartmut Blaum konnten sich die Anwesenden alle Reden der akademischen Feier zur Stadtwerdung 1952 noch einmal zu Gemüte führen.

Pressestimmen:

23.03.2012, Kelsterbach Aktuell

Scherer, Zinnkann und Harth live
Zu einer eher ungewöhnlichen Veranstaltung fanden sich rund 40 Hörer im Stadtmuseum ein.
Stadtarchivar Hartmut Blaum präsentierte anlässlich 60 Jahre Stadtrechte die kompletten Tondokumente der akademischen Feier von 1952. Dazu gab es zünftig Apfelwein und Laugenstangen.
Der Vorsitzende des Volksbildungswerkes Bernhard Wiegand konnte neben Bürgermeister Manfred Ockel, der Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne auch Verwandte des ersten Kelsterbacher Bürgermeisters nach dem Krieg Wendelin Scherer begrüßen. »Wiederentdeckt« wurden die Tondokumente, anno 1952 aufgenommen von der Rheinischen Elektrizität AG im Kinosaal An der Friedrichshöhe am 31. August, anlässlich der Recherchen zur 50-Jahr-Broschüre von Stadtarchivar Hartmut Blaum. Für die Abspielbarkeit und die Digitalisierung der Tondokumente, auf den Originalbändern ist nur noch Rauschen hörbar, sorgten vom Film- und Videoclub Kelsterbach Jürgen Loos und der ehemalige Mitarbeiter des Kelsterbach Presseamtes Andreas Wörner. Sie brachten ein außergewöhnlich klares Tonbild hervor, das in seiner Unmittelbarkeit und Eindrucksstärke noch heute begeistert.
»Stars« der akademischen Feier waren aus heutiger Zuhörerperspektive Bürgermeister Wendelin Scherer, Innenminister Heinrich Zinnkann und Landrat Jean Harth. Scherer führte Kelsterbach 1945/46 als Bürgermeister bis 1961. Er schlug einen großen geschichtlichen Bogen anno 1952 und stellte die junge Stadt in ihren historischen Facetten vor. Der Minister des Inneren Heinrich Zinnkann, ebenfalls ein SPD-Politiker, machte aus der Sicht der Landesregierung deutlich, wie schwer die Nachkriegsjahre 1945 bis 1952 gewesen waren, immerhin 58 Prozent der Kelsterbacher Gebäude waren nach dem Zusammenbruch durch Luftangriffe beschädigt oder zerstört. 750.000 Flüchtlinge aus dem Osten wurden dem Landes Hessen zugeteilt, in Kelsterbach waren dies rund 4.000 Menschen, die zuzogen und untergebracht werden mussten. Zinnkann, der Scherer die Stadtwerdungsurkunde aushändigte, sprach die 1952 noch 25 Prozent Arbeitslosen an, die in Brot und Arbeit zu bringen seien.
Landrat Jean Harth, er führte den Kreis Groß-Gerau von 1946 bis 1954, war mit seinem unnachahmlichen Tonfall zu hören. »Wir sind ein guter schöner Kreis«, sagte der Sozialdemokrat, der ebenfalls die Aufbauarbeit der Kelsterbacher nach dem Kriege in guter Eintracht hervorhob. Nach Tod, Not, Hunger und Entbehrung könnten die Menschen 1952 nun einen Silberstreif am Horizont entdecken. Harth beschrieb Kelsterbachs Besonderheit, das er als die »Perle am Untermain« bezeichnete: Nur hier, in Kelsterbach, könne man im sonst so flachen Kreisgebiet von der Tiefe in die Höhe und von der Höhe in die Tiefe gucken, vom Oberdorf ins Unterdorf und umgekehrt. Wenn man auch in Kelsterbach nicht den Wein habe wie die Rheinhessen, so habe man doch den Apfelwein. »Nur ich trinke kaanen«, bekannte Jean Harth. So habe ein alter Kelsterbacher anlässlich eines Besuchs mal gereimt: »Der Landrat trinkt kaanEbbelwoi, der muss bestimmt net von Kelsterbach soi«.
Weiter waren zu hören: Bürgermeister Lüdecke, Groß-Gerau, Regierungsdirektor Ahl, Bürgermeister Sudheimer, Bürgermeister Dörfler aus Rüsselsheim, Vertreter der Städte Frankfurt am Main und Mainz, Bürgermeister Holzapfel, Okriftel. Ernannt wurde anlässlich des Festaktes »Der Zapfer in Ruhestand« Georg Dieter zum Stadtältesten. (hb)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 23. März 2012, Text: Hartmut Blaum, Stadtarchivar

31.03.2012, Frankfurter Neue Presse

Reise ins Jahr 1952
Tonbänder zeugen von Stadtwerdung
Anhand von Originalaufnahmen wurden die Besucher des Stadtmuseums ins Jahr der Stadtwerdung versetzt. Dabei trat so manche Anekdote zutage.Die Stadt Kelsterbach hatte zusammen mit dem Volksbildungswerk zu einer Veranstaltung mit nicht alltäglichen Redebeiträgen in das Stadtmuseum eingeladen. Der Ankündigung "Es spricht Bürgermeister Wendelin Scherer" folgten rund 40 interessierte Besuche. Sie erwartete eine Zeitreise ins Jahr 1952, dem Zeitpunkt der Stadtwerdung Kelsterbachs. Moderiert wurde die Veranstaltung von Hartmut Blaum, dem städtischen Experten für Themen dieser Art.
Vor mehr als 20 Jahren waren die Originalbänder, die nun im Stadtmuseum zu hören waren, ohne Kenntnis der Inhalte in die Hände der städtischen Verantwortlichen gelangt. Eine Zeitungsrecherche – es wurden Informationen über den Festakt gesucht – verwies darauf, dass damals alle Reden aufgenommen worden waren.

Bänder restauriert
"Die Tonbänder beinhalteten nichts als das Rauschen im Wald", scherzte Blaum. Sein Dank galt Jürgen Loos vom Filmclub, dem es gelang, die Bänder zu restaurieren, und Andreas Wörner, ehemaliger Mitarbeiter Blaums im städtischen Presseamt, der sie digitalisiert hatte. Besonderes Augenmerk richtete Blaum zunächst auf die Festansprache von Bürgermeister Wendelin Scherer, der seinerzeit von der amerikanischen Besatzung akzeptiert war. "Er war ein einfacher Mann, der seine Rede sehr nervös begann, sich jedoch in knapp 15 Minuten regelrecht verbal befreite", erklärte Blaum. Dann ging er genauer auf die Worte von Heinrich Zinnkann ein, dem hessischen Innenminister anno 1952. "Auffällig ist dabei der eigenwillige Duktus mit chauvialen Fußnoten, der jedoch auch von Güte geprägt war."

Perle am Untermain
Die außergewöhnlichste Festrede kam vom damaligen Landrat Jean Hardt, sein melodischer Ton und die unvergleichliche Ausdrucksweise beeindrucke die Nachwelt. Der legendäre Laudator schuf in seinen Ausführungen den Begriff der "Perle am Untermain", wie er Kelsterbach liebevoll bezeichnete. "Der Landrat trinkt kaanEbbelwoi . . .", stellte eine Offenbarung dar, die damals schon das Auditorium zum Schmunzeln brachte. Nach knapp 70 Minuten und weiteren Original-Redebeiträgen ging im Stadtmuseum das Licht wieder an. Der Zugewinn an neuen Erkenntnissen fand wohlwollenden Applaus. fnp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 31. März 2012

23. März 2012

Making of Ostern im Fritz-Treutel-Haus:

Die Petrusgemeinde Kelsterbach lud im Rahmen der Feierlichkeiten zu 60 Jahre Stadtrechte Kelsterbach zu Passionsspielen unter dem Motto "Making of Ostern - Einer für alle" in das Fritz-Treutel-Haus ein.
2000 Jahre wurden die Uhren dabei zurückgestellt: die Zuschauer gingen auf eine Reise in die Zeit, in der Jesus lebte. Theaterszenen nahmen das Publikum mit in bekannte Episoden aus dem Leben Jesu: er gibt tausenden Menschen zu Essen. Er rettet eine Prostituierte vor dem sicheren Tod. Er feiert mit seinen Freunden das berühmte letzte Abendmahl - und die streiten sich vorher über die Raumdekoration... Modern, mit einem Augenzwinkern und authentisch präsentierten Schauspieler der Petrusgemeinde Kelsterbach die Theaterszenen. Live-Musik und kurze, meditative Texte verbanden die Szenen zu einem multimedialen Gesamtwerk.
Pressestimmen:

09.04.2012, Frankfurter Neue Presse

Zwei Apostel mit hessischem Dialekt
Zwei Brüder sitzen recht entspannt auf ihren Klappstühlen. Na ja, nicht nur entspannt, auch ein wenig genervt. "Der spricht schon wieder in Gleichungen", sagt der eine. "Du meinst Gleichnisse", korrigiert ihn sein Bruder. Und irgendwie meldet sich auch der Hunger so langsam. Jetzt sollen sich die beiden auch noch darum kümmern, dass 5000 Menschen etwas zu essen bekommen. In Anbetracht der Tatsache, dass sie nichts dabei haben, keine leichte Aufgabe.
Was die rund 150 Besucher im Kelsterbacher Fritz-Treutel-Haus zu sehen bekamen, war natürlich nicht einfach nur ein Theaterstück. Die beiden Brüder waren Petrus und Andreas und der Mann mit den Gleichungen, die eigentlich Gleichnisse sind, war Jesus. Die Petrusgemeinde hatte nämlich eine köstliche Idee. Sie wollte etwas zu der Idee der Stadt Kelsterbach beitragen, die für ihr diesjähriges Jubiläumsjahr mindestens so viele Veranstaltungen plant, wie sie alt ist – also 60.
"Wir wollten etwas machen, was uns entspricht", erklärte Pfarrer Matthias Krebs. In der Osterzeit bot sich natürlich etwas zur Passionsgeschichte an. "Normale Passionsspiele wollten wir nicht machen, deshalb kam dieses multimediale Theater zustande", sagte der Pfarrer.
Sechs Szenen brachten die Gemeindemitglieder auf die Bühne, begleitet von einer hervorragenden Band und einer Präsentation der dazu passenden Stelle aus dem Neuen Testament. Und es war gelungen, was die Laienschauspieler dafür eingeübt hatten. Petrus und Andreas, ein wenig genervt von Jesus, überrascht vom Erfolg der Speisung und mit einem leichten hessischen Dialekt wirkten nicht mehr wie Apostel, sondern wie ganz normale Menschen. Und dass dabei auch der eine oder andere herzhafte Lacher ausgelöst wurde, machte die Geschichte nur noch sympathischer.
Oder wenn Maria und Martha Jesus zu Gast haben und Martha eifrig und nervös dafür sorgt, dass alles perfekt läuft. "Der Avocado-Dip war doch gut, oder? Hat er Dir geschmeckt?", fragte sie am Ende des Abends den Herrn. Hierbei ging es um die Geschichte aus dem Lukas-Evangelium, in welcher sich Maria zu Füßen Jesu setzte, während Martha sich um die Bewirtung sorgte.
All diese Szenen waren sicher den meisten Gästen irgendwie bekannt, sei es aus dem Religionsunterricht oder der Kirche. Doch in dieser Form, unterhaltsam, oft amüsant und vor allem in unsere Zeit projiziert, dürfte sie für viele neu gewesen sein.
Dass überdies noch der Kelsterbacher Verein Kleeblatt Nutzen aus dem Abend ziehen sollte, war noch ein schönes Beiwerk. Der Erlös aus der Bewirtung und die Spenden des Abends gingen an den Verein, der vor allem älteren Menschen hilft.

Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 09. April 2012, Text: Karlheinz Niess

06.04.2012, Kelsterbach Aktuell

Petrusgemeinde mit künstlerischem Beitrag zum Stadtjubiläum
Als die Stadt im vergangenen Jahr ihre Vereine, Verbände und Organisationen aufrief, einen Beitrag zu 60 Jahre Stadt Kelsterbach zu leisten, meldete sich die Petrusgemeinde frühzeitig mit einer guten Idee.
Deren Umsetzung wurde passend zur Osterzeit im Bürgersaal des Fritz-Treutel-Hauses präsentiert. "Making of Ostern", eine sehr moderne Inszenierung der christlichen Geschichte, war das Ergebnis einer konstruktiven Planung.
Als multimediales Theater setzten Gemeindemitglieder die Geschichte auf der Bühne um, 150 Zuschauer begleiteten die Vorführung gespannt.
Die Darstellung mutete professionell an, technisch ansprechend begleitet, entwickelte sich das Stück mit Kurzweil und Tiefgang. Elemente aus dem Neuen Testament verbanden die Darsteller mit modernen Begriffen aus dem Alltag der Gegenwart. Der besondere Beitrag zum 60-jährigen Jubiläum ging einher mit einem karitativen Aspekt zugunsten hilfsbedürftiger Menschen.
Die Spenden für die Veranstaltung wurden zusammen mit den Einnahmen aus der Bewirtung dem Verein Kleeblatt gestiftet. (Ts)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 06. April 2012, Text: Thorsten Schreiner

09. Mai 2012

Lesung mit Peter Härtling in der Stadt- und Schulbibliothek:

Der Träger des Kulturpreises des Kreises Groß-Gerau aus dem Jahr 2010, Peter Härtling, las in der Stadt- und Schulbibliothek aus "Liebste Fenchel!: Das Leben von Fanny Mendelssohn-Hensel erzählt in Etüden und Intermezzi". Nach den hoch gelobten Romanen über Hölderlin, Schubert, Hoffmann und Schumann widmet sich Härtling dabei einer Frau im Schatten ihres berühmten Bruders: Fanny, der Schwester Felix Mendelssohn-Bartholdys und zeichnet dabei ein lebendiges Bild der Künstlerin und ihrer Zeit in seiner bekannt besonnenen Art. 1933 in Chemnitz geboren, war Härtling 1967 Cheflektor des S. Fischer Verlages in Frankfurt am Main und dort von 1968 bis 1973 Sprecher der Geschäftsleitung.
Seit 1974 erhielt er als freier Schriftsteller zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
Pressestimmen:

25.05.2012, Frankfurter Neue Presse

Die Liebe zweier Hochbegabter
Peter Härtling las aus seinem Buch über Felix und Fanny Hensel-Mendelssohn
Peter Härtling stellte seine neue Romanbiografie "Liebst Fenchel!" in der Stadtbücherei Kelsterbach vor. In seinem Buch verschmelzen Tatsachen, Fiktion und Imagination.
Ihm gehört die Welt, sie ist für das Haus bestimmt. Er musste die Schule besuchen, sie bildete sich unter der Anleitung der Mutter und Großmutter. Eine Frau fristet ihr Dasein im Schatten ihres berühmten Bruders. Fanny Hensel-Mendelssohn wurde am 14. November 1805 in Hamburg als erstes von vier Kindern des Ehepaares Lea und Abraham Mendelssohn geboren und starb am 14. Mai 1847 in Berlin. Die vier Jahre ältere und hochtalentierte Schwester des berühmten Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde nicht mal 42 Jahre alt. Dennoch hinterließ sie als Komponistin mit schiefer Schulter und gerader Haltung in der deutschen Romantik mit 470 Werken bleibende Spuren.
Ihr Leben zeichnete nun der in Mörfelden-Walldorf beheimatete Autor Peter Härtling in virtuoser Art und Weise nach. Seine neue Romanbiografie stellte er am Mittwoch mit einer Lesung in der Stadt- und Schulbibliothek Kelsterbach vor, zu der anlässlich 60 Jahre Stadtrechte eingeladen worden war. Tatsachen, Fiktion und Imagination verschmolzen dabei vor knapp 70 Zuhörern zu tiefen Einblicken in eine einzigartige Realität, die nur Härtling als einer der bedeutendsten deutschen Schriftseller der Gegenwart aus seiner Feder fließen lassen kann – dabei kamen auch Emotionen der Musik nicht zu kurz.
Mit der neuen Biografie "Liebste Fenchel! Das Leben der Fanny Hensel-Mendelssohn in Etüden und Intermezzi" ist es Härtling nach seinen Romanen über die Schriftsteller Friedrich Hölderlin und E.T.A. Hoffman sowie die Komponisten Franz Schubert und Robert Schumann in seiner bekannt ruhigen, gefühlvollen, leidenschaftlichen und besonnenen Art nun auch gelungen, das Leben von Fanny Hensel ergreifend und sensibel nachzuzeichnen, deren Spitzname "Fenchel" war.
Härtling malte mit künstlerischem Verständnis ein fassbares Bild von der Komponistin, die ihren ersten Klavierunterricht von ihrer Mutter erhielt. Auf die religiösen Überzeugungen der Familie geht er nur kurz ein. Fannys Großvater war der Philosoph jüdischen Glaubens Moses Mendelssohn. Alle vier Kinder wurden getauft, und die Eltern nahmen selbst den christlichen Glauben an und nannten sich fortan Mendelssohn-Bartholdy.
Flucht vor Napoleon
Härtling lässt Fanny Hensel durch häusliche Räume tänzeln, sie summt vor sich hin und das Wissen ihrer Eltern sowie von Onkel und Tante, die im gleichen Haus wohnen, bedeutet ihre Bildung. Die Familie floh vor den Repressalien Napoleons und seinen Truppen nach Berlin, wo der Vater mit seinem Schwager Joseph ein Bankhaus eröffnete.
Die Geschwister musizierten schon früh gemeinsam. Jedoch stand Fanny immer im Schatten von Felix, weil sich der Broterwerb für Frauen damals nicht schickte. Die Lesung verdeutlichte eine intensive Auseinandersetzung des Autors mit der musischen Entwicklung der begabten Mendelssohn-Kinder Fanny und Felix, die zu Sonntagsmusiken im Gartenhaus führten. Bis zu Fannys frühem Tod waren die Geschwister emotional und musisch innig verbunden. Bereits im Alter von 13 Jahren trug Fanny ihrem Vater 24 Präludien aus dem "Wohltemperierten Klavier" von Johann Sebastian Bach vor. Sie studierte bei der Pianistin Marie Bigot und bei Ludwig Berger. 1820 trat sie mit ihrem Bruder der Sing-Akademie in Berlin, bei. Leiter Carl Friedrich Zelter lobte Fannys Fähigkeiten am 18. Februar 1831 in einem Brief an Goethe mit den Worten, sie spiele wie ein Mann.
Erste Veröffentlichung
Lediglich einmal spielte Fanny selbst öffentlich – anlässlich einer Italienreise 1839. Erst kurz vor ihrem Tod setzte sie sich dank der Unterstützung ihres Freundes Robert Keudell durch und veröffentlichte ohne die Genehmigung ihres Bruders unter dessen Namen einige ihrer 250 überwiegend bislang unveröffentlichten Werke für Gesang und Klavier. Am 14. Mai 1847, als ihr Bruder gerade "Die erste Walpurgisnacht" einstudierte, erlag sie den Folgen eines Schlaganfalls.
Ihr Mann, Wilhelm Hensel, bat nach ihrem Tod seinen Schwager um die Erlaubnis für die Veröffentlichung weiterer Werke von Fanny. Ihr Bruder überlebte sie nur ein halbes Jahr. Rezensionen attestierten Härtling einen ergreifenden Stil, ein bewegendes Familienporträt, die Wahrheit einer großen Geschwisterliebe, die Vereinigung von Kunst und Leben, Fiktion und Realität, Historie und Gegenwart auf zauberhafte und spielerische Weise sowie ein spannendes Familienporträt aus dem 19. Jahrhundert.tami
Erschienen ist Peter Härtlings Buch am 19. Mai 2011 im Verlag Kiepenheuer und Witsch, ISBN 978-3-462-04312-9. Es kostet 19,99 Euro.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 25. Mai 2012, Text: Carmen Erlenbach

25.05.2012, Kelsterbach Aktuell

Peter Härtling zu Gast in der Stadtbibliothek
"Es war so ein schöner und informativer Abend!" begeisterten sich die Zuhörer nach der Lesung aus "Liebste Fenchel!" von Peter Härtling. Die Stadt- und Schulbibliothek hatte in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt zum Jubiläumsjahr "60 Jahre Stadtrechte für Kelsterbach" einen der bekanntesten deutschen Schriftsteller unserer Gegenwart eingeladen.
Härtling, 1933 in Chemnitz geboren, lebt heute in Mörfelden-Walldorf. Nach verschiedenen beruflichen Stationen, u.a. als Geschäftsleitung des Fischer Verlags in Frankfurt, wurde Härtling 1974 freier Autor und veröffentlichte bis heute zahlreiche Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Gedichte und Biographien.
Aus einer dieser Biographien las er dem Kelsterbacher Publikum vor, das zahlreich zur Abendveranstaltung erschienen war. Wie Härtling darauf kam, das Leben von Fanny Mendelsohn zu porträtieren, erzählte er gleich zu Beginn der Lesung: als nämlich sein 7. Enkelkind auf den Namen "Fanny" getauft wurde, erinnerte er sich an Fanny Mendelsohn und widmete sich von da an ihrem Leben. Aus den vielen noch heute zugänglichen Briefen, Notizen und den Tagebüchern Fannys baute er die Lebensgeschichte auf. Fanny, die 1805 geboren wurde, war gerade einmal vier Jahre älter als ihr berühmter Bruder Felix. Auch sie war musisch sehr begabt, doch schickte es sich zur damaligen Zeit nicht, als Frau Geld zu verdienen, so trat Fanny ausschließlich bei den Sonntagskonzerten auf, die ihre Familie ausrichtete.
Härtling erzählte und las abwechselnd aus ihrer Biographie vor. Neben zahlreichen Literaturpreisen erhielt Härtling bereits 2003 den Deutschen Buchpreis für sein Gesamtwerk. Am Ende der Lesung nahmen viele Zuhörer die Gelegenheit wahr, dem Autor Fragen zu stellen und sich das eigene Buchexemplar signieren zu lassen. Die Buchhandlung Hardt hatte hierfür einen Büchertisch bereitgestellt. (mk)

Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 25. Mai 2012, Text: Meike Kaiser

01. Juni 2012

Open-Air-Kino im Sport- und Wellnessbad:

In Zusammenarbeit mit dem Verein "Kinosommer Hessen" sowie dem Team des Sport- und Wellnessbads Kelsterbach veranstaltete die Stadt in der Schwimmhalle des Sport- und Wellnessbads anlässlich der Feierlichkeiten "60 Jahre Stadtrechte" ein Open-Air-Kino. "Türkisch für Anfänger" kam dabei zur Aufführung.
Pressestimmen:

18.06.2012 Frankfurter Neue Presse

Kino als feuchtes Vergnügen
Kino an einem besonderen Ort erlebten die Besucher des Sport- und Wellnessbades.
Charlotte, Josephine, Carolin und Alisa steigen aus dem Wasser und machen es sich auf den Plastikstühlen gemütlich. Eng in ihre Handtücher gehüllt, verfolgen sie die Handlung, die sich auf der Leinwand etwa 30 Meter vor ihnen abspielt. Auf diese projiziert Filmvorführer Paul Wicke den Streifen "Türkisch für Anfänger".
Es ist das erste Mal, dass im Sport- und Wellnessbad ein Film gezeigt wird und die Aktion kommt gut an. "Wir finden es toll, weil es mal etwas anderes ist", sagt Charlotte stellvertretend für die vier Freundinnen.
"Es gibt zwar schon ein Open-Air-Kino der Stadt, aber wir wollten anlässlich der Feiern zur Erteilung der Stadtrechte vor 60 Jahren etwas Besonderes bieten", erklärte Silvia Hammer vom Amt für Kultur, Sport und Vereinsarbeit. Anfang des Jahres seien sie im Kreis der Kollegen auf die Idee zu dieser Open-Air-Veranstaltung gekommen.
Die dann gar nicht so "freiluftig" ausfiel wie vorgesehen. "Wenn es wärmer und weniger windig gewesen wäre, hätten wir das Dach aufgemacht. Aber so wäre es einfach zu kalt gewesen", erklärte Silvia Hammer, die sich darüber freute, dass 73 Zuschauer gekommen waren, um den Film in diesem Ambiente zu sehen. So schnell werde es ein solches Angebot wohl auch nicht mehr geben. "In diesem Jahr bestimmt nicht", betonte Silvia Hammer. Die Aktion ging in Zusammenarbeit mit dem Verein "Kinosommer Hessen" sowie dem Sport- und Wellnessbad Kelsterbach über die Bühne.
Während alle die Vorführung genießen und wenn überhaupt, dann nur wegen der Hitze im Bad schwitzen, transpiriert Paul Wicke aus einem ganz anderen Grund. "Hier ist es ganz schwer mit der Akustik", sagt der Mann aus Steinau an der Straße, der Hessens einziges Wanderkino betreibt.
"Wir hatten bei offenem Dach geprobt, jetzt ist es aber geschlossen und es ist einfach zu viel Hall da." Den Kinogenuss der Zuschauer scheint dies aber nicht zu trüben.
Wicke steht an seinem gelben 35-Millimeter-Projektor der Firma Zeiss-Ikon aus den 1980er Jahren und schaut nachdenklich. Denn das könnte eine der letzten Aufführungen des in die Jahre gekommenen Apparates sein. Wicke will nämlich auf Digital umstellen. Der Grund: Viele Filme werden nur noch in dieser Form angeboten. Dann sind Vorführungen an so heißen Orten allerdings nicht mehr möglich. Wicke: "Beamer sind dafür zu empfindlich."es
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 18. Juni 2012

06.06.2012, Freitags-Anzeiger

Kinogäste in Badesachen
Das Dach bleibt zu beim Open-Air-Kino im Hallenbad
Gemütlich ein paar Bahnen schwimmen, dann auf dem Liegestuhl ausruhen und einen Kinofilm anschauen? Diesen Spaß organisierte das städtische Kulturamt in Zusammenarbeit mit dem Kinosommer Hessen. Jedes Jahr richten sie ein Open-Air Kino aus – normalerweise später im Jahr und dann auf dem Schlossplatz. Doch im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten „60 Jahre Stadtrechte“ wurde das bewährte Konzept umgeworfen und etwas Außergewöhnliches geplant: Ein Open-Air-Kino im Kelsterbacher Sport- und Wellnessbad.
„Wir wollten etwas anderes anbieten“, berichtete Silvia Hammer vom städtischen Kulturamt. Als Organisatorin hatte sie allerdings auf besseres Wetter gehofft: Da es zu windig war, musste das Cabrio-Dach des Schwimmbads leider geschlossen bleiben. „Schade, denn dann hätten wir mehr Open-Air-Feeling gehabt“, bedauerte Hammer.
Trotzdem kam die Idee an: Zum nassen Event kamen mehr als 70 Besucher und sahen sich die Komödie „Türkisch für Anfänger“ an.Ein Schwimmbad für eine Vorführung ist für Winfried Völker nichts Ungewöhnliches mehr. Der Mitarbeiter von Cine-Max war am Abend gemeinsam mit Paul-Rainer Wicke für die Technik zuständig. Sie stellten den 35mm-Filmprojektor in der Schwimmhalle auf und machten eine Akustikprobe. Leider warfen die mitgebrachten Boxen ein unangenehmes Echo. „Wir kämpfen mit dem Ton, aber das ist an so einem Ort nicht ungewöhnlich“, meinte Völker. Andere Boxen mussten her, sodass der Ton nur noch mit den Nebengeräuschen, dem leisen Plätschern des Schwimmbades, kämpfen musste.
Die Mitarbeiter des Bades sorgten auch während der Vorführung für die Sicherheit der Kinogäste. Wer den Film nicht auf einem der zahlreichen Liegestühle verbringen wollte, nahm mit einer Schwimmnudel im Wasser vorlieb. Silvia Hammer war zufrieden mit der Resonanz und schloss eine Wiederholung nicht aus. (nta)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 06. Juni 2012, Text: NorsinTancik

08.06.2012, Kelsterbach Aktuell

Türkisch für Anfänger im Schwimmbad
Mehr als 70 zahlende meist jugendliche Zuschauer erlebten im Sport- und Wellnessbad Kelsterbach eine Premiere besonderer Art. Im Rahmen der Feierlichkeiten "60 Jahre Stadtrechte" zeigten Kulturamt Kelsterbach, Sport- und Wellnessbad in Zusammenarbeit mit dem "Kinosommer Hessen" den aktuellen Streifen "Türkisch für Anfänger". Wegen des starken Windes konnte das Dach des Schwimmbades nicht geöffnet werden, doch auch ohne direkten Sternenhimmel wurde der Filmabend etwas ganz Besonderes. Über den Besuch der Jugendlichen freuten sich der Erste Stadtrat Kurt Linnert und Kulturchef Frank Niedermann.
Gezeigt wurde der Film nicht digital - ein Beamer kann für eine solche Veranstaltung nicht eingesetzt werden - sondern mit einem 35-Millimeter-Projektor von Zeiss-Ikon aus dem Jahr 1980. Der vermittelte Filmatmosphäre pur, die Zuschauer genossen den Abend im Liegestuhl bei erfrischenden Getränken, einige verfolgten den Film im Wasser und ließen sich mit der Nudel im warmen Wasser hin und her treiben. (hb)

Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 08. Juni 2012, Text: Hartmut Blaum

29. Juni 2012

1. Aktionstag der Denkmal-Meile entlang des Regionalwanderweges:

Ein besonderes Projekt im Rahmen 60 Jahre Stadtrechte Kelsterbach war die Gestaltung einer Denkmal-Meile entlang des Regionalradweges am Kelsterbacher Mainufer.
Die Ideengeberin und für die Realisation zuständige Diplom-Sozialpädagogin Marcella Gröber von der städtischen Jugendförderung konnte bei der Eröffnungsfeier die ersten Ergebnisse der Arbeiten von Stadtarchivar Hartmut Blaum, der Mädchengruppe der Jugendförderung, der Presse AG der Karl-Treutel-Schule sowie der offenen Kunstwerkstatt der Stadt- und Schulbibliothek sowie Sozialarbeiterin Monika Fuchsberger, die Informationen zur Seniorenarbeit und insbesondere zu den Rollstuhlfahrern zusammenstellt hatte, der interessierten Öffentlichkeit auf 3 Schautafeln am Mainspielplatz und 3 Tafeln an der Kelstermündung präsentieren.
Darüber wurden Zeit-Lollis aufgestellt. Das Spielmobil kümmerte sich mit Spiel- und Bastelaktionen um die jugendlichen Zuschauer, während dem die Session-Band der Musikschule für die musikalische Umrahmung sorgte. Höhepunkt des Tages war schließlich ein „Entenrennen“ auf dem Main, an dem sich über einhundert Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen beteiligten.
Pressestimmen

14.07.2012, Frankfurter Neue Presse

Wo die Kunst den Main küsst
Denkmal-Meile am Flussufer erzählt von der Geschichte Kelsterbachs
Nachdem das Unwetter sich gelegt hatte, wurde am Main die Denkmal-Meile eröffnet. Viele Jugendliche aus Kelsterbach haben zum Gelingen beigetragen.
Wie kann die Kelsterbacher Jugend in die Feier "60 Jahre Stadtrechte" eingebunden werden? Diese Frage hatte sich Marcella Gröber von der Jugendförderung Kelsterbach gestellt. Schnell wurde die Idee zu einer Denkmal-Meile geboren und die Schulen sowie die offene Kreativwerkstatt der Untermainstadt kontaktiert. "Wir sind von allen mit offenen Armen empfangen worden", sagte die Diplom-Sozialpädagogin Gröber. "Vor allem vom Kulturamt um Frank Niedermann", ergänzte sie.
"Die Denkmal-Meile sollte jedoch nicht irgendwo als kleine Ausstellung an einem stillen Ort umgesetzt werden, sondern dort, wo viele Menschen – nicht nur aus Kelsterbach – vorbeikommen", erklärte Kelsterbachs Kulturdezernent Kurt Linnert. Und so fiel die Wahl auf den Regionalradweg entlang des Mainufers.
Wenn Blitz und Donner ein gutes Zeichen sind, dann muss die Kultur-Meile ein Erfolg werden. Zur Eröffnung gestern tat es unüberhörbar laute Schläge und dicke Regentropfen fielen aus dunklen Wolken. Nur das Schwanenpaar mit seinen Jungen ließ sich nicht von den Wetterkapriolen beeindrucken und zupfte frisches Gras zwischen den noch verhüllten "Zeit-Lollis". Erst als sich das Gewitter verzogen hatte, konnte es los gehen. "Es ist ein tolles Projekt an einem tollen Ort", lobte Kelsterbachs Erster Stadtrat Kurt Linnert das Projekt Denkmal-Meile während der Eröffnungsfeier.
Viele hatten zum Gelingen der großartigen Idee beigetragen, und alle wurden gelobt. Die Mädchengruppe der Jugendförderung brachte sich ebenso ein, wie die Presse AG der Karl-Treutel-Schule, die Kelsterbacher Bürger befragt hatte. Auch die offene Kunstwerkstatt hat mitgemacht und Kunstwerke, darunter die Kunst-Lollis, gestaltet. Hier sind auf dicken Eichenstammscheiben auf der Vorderseite das Wappen der Stadt Kelsterbach sowie mehrere historische Fotos zu sehen. Auf der Rückseite ist Platz für den persönlichen Zeit-Button. Besucher der Ausstellung konnten am Eröffnungstag ihren Button mit Geburtsdatum erstellen und auf dem Jahresring der Baumscheibe platzieren, der ihrer Meinung nach ihrem Geburtsjahr entspricht.
"Menschen sind Teil der Geschichte von Kelsterbach und sind mit ihren persönlichen Ansichten über Kelsterbach ebenso vertreten, wie die Offene Kunstwerkstatt, die schon mal einen Blick in die Zukunft geworfen hat", erklärte Marcella Gröber die unterschiedlichen Beiträge zur Denkmal-Meile.
Stadtarchivar Hartmut Blaum hat die Geschichte der Untermainstadt kulturhistorisch aufgearbeitet. Seine Ergebnisse sind entlang der Denkmal-Meile ebenso zu finden, wie die Comics, die Schüler der Karl-Treutel-Schule beigesteuert haben. Die Mitglieder der AG-Werkstatt der Karl-Krolopper-Schule unter der Leitung von Ricardo Nieto fertigten in Maßarbeit die großen Rahmen für die Schautafeln an.
Die Eröffnung der Denkmal-Meile wurde von der Session-Band der Musikschule Kelsterbach und der "Garage creativ" umrahmt. Die Musical-AG des Jugendzentrums steuertet einen Tanz bei. Weitere Präsentationen auf der Denkmal-Meile sind für 28. September und 14. Dezember geplant. Auch hier sollen Projekte von Schulen und Jugendlichen im Mittelpunkt stehen.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 14. Juli 2012, Text: Leo Postl

04.07.2012, Freitags-Anzeiger

Entenrennen, Lollis, Comics und Collagen
Denkmalmeile am Mainufer informiert über 60 Jahre Stadtgeschichte
Babbele (sprechen, schwätzen), dehaam (daheim) und Moamauerboabambelsches (Pause auf der Mainmauer, die Beine baumeln lassen, am liebsten mit einer Tüte Bonbons bewaffnet) – das sind laut der Einwohnerschaft typische Kelsterbacher Begriffe. Diese und weitere Dialektperlen sind seit einer Woche in drei Schautafeln am Kelsterbacher Mainvorland nachzulesen. Daneben gibt es zahlreiche Informationen zur Stadtgeschichte, viele Bilder und außergewöhnliche Interviews in der Open Air-Ausstellung. Denkmalmeile heißt das Projekt, das im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre Stadt Kelsterbach“ von der Stadtjugendförderung organisiert worden ist. Gemeinsam mit Kulturamtsleiter Frank Niedermann tüftelte ein Team um die Diplom-Sozialpädagogin Marcella Gröber das frische Ausstellungskonzept aus.

Das Projekt ist in mehrere zeitliche Etappen unterteilt, sodass das ganze Jahr über Aktionen stattfinden werden und die Denkmalmeile immer weiter ausgebaut oder auch verändert wird.Aufgearbeitet wird die Stadtgeschichte von der Gründung bis heute. Eine Mädchengruppe der Stadtjugendförderung führte Interviews mit Kelsterbacher Bürgern. Außerdem fotografierten die Mädchen wichtige aktuelle Schauplätze der Stadt und bastelten aus den Bildern einen Comic.Stadtarchivar Hartmut Blaum begab sich auf die Suche nach wichtigen Bildern aus der Zeit der Stadtgründung im Jahr 1952. Auch die Presse-AG der Karl-Treutel-Schule war unterwegs gewesen und steuerte Artikel zur Denkmalmeile bei. Die Seniorenarbeit, die Gruppe der Rollstuhlfahrer und die Seniorenschifffahrt waren weitere Themen in einem Schaukasten.
Eingebunden in die Vorbereitungen war auch die Stadt- und Schulbibliothek. Gemeinsam mit der Leiterin der Jugendbibliothek, Meike Kaiser, bastelten die Teilnehmer der offenen Kunstwerkstatt Collagen, die abbildeten, wie Kelsterbach in einigen Jahren aussehen könnte. Flugzeuge waren auf den Arbeiten nicht zu sehen, dagegen viele Pferde.Als besonders schön bezeichnete Marcella Gröber die gute Zusammenarbeit mit der Karl-Krolopper-Schule. Die Werk-AG der Schule hatte die Stellwände gebaut. Dafür gab es sogar Schulnoten. „Für vier Schüler gab es für die Schaukästen sogar eine 1+“, freute sich Gröber.
Zur Eröffnung des ersten Meilensteins gab es ein großes Fest, das Gröber und Erster Stadtrat Kurt Linnert moderierten. Die Sessionband spielte Jazzmusik, die Stellwände wurden enthüllt und Buttons hergestellt. Die bunten Knöpfe waren für mehrere Skulpturen aus Holz bestimmt. Auf diesen Lollis, wie Marcella Gröber die Holztafeln wegen ihrer Form nannte, sind Kurzinformationen zur Stadt und den Ausstellern verewigt. Bürgermeister Manfred Ockel enthüllte mit Linnert einen der Lollis. Für die jüngeren Ausstellungsbesucher stand das Spielmobil bereit.
Ein weiterer Höhepunkt war das Entenrennen auf dem Main. „Dafür muss jeder Gast seine Badeente erst einmal pimpen“, erklärte Gröber. Insgesamt 56 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit und verzierten und bemalten ihre Plastikenten. Einige klebten ihren Quietscheentchen sogar Segel an. Mit Hilfe des Kanu-Club Kelsterbach wurden die Enten in die Strömung des Mains entlassen und sorgten bei hohem Wellengang durch zwei vorbeifahrende Schiffe für ein spannendes Rennen. Hauptpreis waren Freikarten für das Sport- und Wellnessbad – sowohl für die Siegerente als auch deren Besitzer.Insgesamt war Marcella Gröber mit der Resonanz auf den ersten Denkmalmeilenstein sehr zufrieden.
Auch die Vorbereitungen verliefen reibungslos. Die Schaukästen und Skulpturen wurden bereits einige Tage vorher aufgestellt, schon da hätten sich viele neugierige Spaziergänger dazugesellt und erste Fragen gestellt. „Das Interesse ist da. Und dadurch, dass die Schaukästen an der Regionalparkroute liegen, sind sie eine prima Werbung für die Stadt“, freute sich Gröber.
Der nächste Meilenstein ist für Freitag, den 28. September, geplant. Nach den Sommerferien werden sich die Schulen in die Projektplanung einklinken. Es sollen noch sechs weitere Schautafeln ausgestellt werden. Noch sind die Planungen nicht abgeschlossen. Vielleicht werde es eine Radtour geben oder Äpfel werden gekeltert, macht Gröber neugierig. Aber endgültig festlegen wollte sie sich noch nicht. (nta)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 04. Juli 2012, Text: NorsinTancik

06.07.2012, Kelsterbach Aktuell

60 Jahre Stadtgeschichte am Mainufer
60 Jahre Stadtrechte Kelsterbach, das wird im kleinen Jubiläumsjahr ausgiebig gefeiert. Aus den ursprünglich einmal 60 Einzelveranstaltungen unter dem Motto "60 Jahre Stadtrechte" sind mittlerweile 120 geworden. Eine davon, die sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft der Untermainstadt darstellt, ist die Denkmal-Meile am Mainufer in Höhe des Grünen Baums und der Kelstermündung.
Schaukästen, die von den Schülern der Karl-Krolopper-Schule gezimmert wurden, übergroße informative Lutscher aus Holz, ein Entenrennen auf dem Main, Musik, Unterhaltung und gute Laune, das erwartete die Besucher zur Eröffnung. Die Session Band der Musikschule Kelsterbach spielte anfangs gegen den Gewitterregen an, im Verlauf des Nachmittags aber setzte sich die Sonne durch und brachte die Teilnehmer ins Schwitzen. "Wir wollten mit dieser Aktion zu den Menschen kommen, da bietet sich das stark frequentierte Mainufer geradezu an", sagte Marcella Gröber von der Jugendpflege einleitend. "Es ist ein tolles Projekt, das in der Mainuferlandschaft und am Mainuferradweg klasse herauskommt", ergänzte der Erste Stadtrat Kurt Linnert beim einleitenden Zwiegespräch.

Viele haben zum Gelingen der Meile beigetragen, so die Mädchengruppe der Jugendförderung, die Presse AG der Treutel-Schule, die Offene Kunstwerkstatt, hat aus hölzernen Baumscheiben informative Lollis gestaltet, auf vielen Schautafeln wird etwas über die Zukunft und die Vergangenheit der Stadt berichtet, wozu auch die Öffentlichkeitsarbeit und das Stadtarchiv beigetragen haben. Die Denkmalmeile ist nun für alle Mainuferbesucher zum Betrachten da, am 28. September und am 14. Dezember sind weitere Veranstaltungen vor allem der Kelsterbacher Schulen geplant.
Höhepunkt der Eröffnung war ein Entenrennen auf dem Main. Rund 100 individuell gekennzeichnete gelbe vom Sport- und Wellnessbad gestifteten Mini-Donalds machten sich auf den Wellen ab in Richtung Kelstermündung, wo Bürgermeister Manfred Ockel die Ziellinie genau im Blick hatte. Als erste dümpelte die Ente Nummer 5 von Mark Dreiseitel durchs Ziel, gefolgt von Nicole Bauschs "40" und der "2" von Siegrid Rühmer. Trotz aller Anfeuerung kam Kurt Linnerts (kalte) blaue HSV-Ente nicht aufs Treppchen, stach jedoch unter den gelben Artgenossen hervor. (hb)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 06. Juli 2012, Text: Hartmut Blaum

31. August bis 03. September 2012

Kelsterbacher Kerb auf dem Festplatz Nord mit Jubiläumsumzug durch das Stadtgebiet:

Die Kelsterbacher Kerb vom 31. August bis 03. September gehörte u. a. mit dem Jubiläumszug "60 Jahre Stadtrechte" ebenfalls zu den Höhepunkten des Festjahres 2012.
Pressestimmen:

17.09.2012, Frankfurter Neue Presse

Mit vereinten Kräften für die große Sause
Nach einigen Unwägbarkeiten war die Kelsterbacher Kerb im Jubiläumsjahr eröffnetGetreu dem Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" hatten die Protagonisten bei der Kerberöffnung alle Hände voll zu tun. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.
Da schlug‘s doch glatt 13! Mehr als ein Dutzend Hiebe benötigte Bürgermeister Manfred Ockel bei der Eröffnung der Kerb am Samstag im Festzelt auf dem Schlossplatz, um das erste Fass Bier anzustechen – und dann spritzte es auch noch gewaltig. Trotzdem zeigten sich die Besucher gut gelaunt, unter denen sich auch mehr als 70 Gäste aus der französischen Partnerstadt Baugé befanden. Sie waren im 60. Jahr des Untermainstädtchens eigens zur Kerb angereist. Probleme bereitete auch das Stellen des Kerwebaums. Die Kerweborsch hatten den Nadelbaum aus dem Kelsterbacher Wald geholt und unter dem Schutz einer Polizeieskorte durch den Ort bugsiert. Bei einer Rast am Straßenrand wurde die Kerwebopp am Stamm befestigt und die Baumkrone mit in Rot und Weiß gehaltenen Blüten aus Krepppapier geschmückt.
Viele Schaulustige
Schließlich kam der Baum mit einer kleinen Verspätung auf dem Kerweplatz an. Vier Kerweborsch hatten im Festzelt bereits den großen und selbst gewundenen Kerwekranz mit Bändern und Blüten geschmückt. Mit vereinten Kräften wurde er unter den neugierigen Blicken vieler Schaulustiger über den Stamm gestülpt und befestigt. Bis der Stamm des Baums in die vorgesehene Hülle gelegt war, verging nicht viel Zeit. Als Altkerweborsch die Messlatte für den korrekten Überstand anlegten, musste der Baum jedoch mehrfach ein paar Zentimeter hin und her bewegt werden, bis der Abstand stimmte. Dann sollte die Abdeckung auf die Hülle gehoben werden.
Einmarsch mit Polonaise
Einigen Kerweborsch schien das 150 Kilo schwere Teil zu entgleiten. Unter Anfeuerung der Altkerweborsch nahmen die jungen Männer aber all ihre Kräfte zusammen und setzten die Abdeckung auf die Hülse. Als alle Schrauben fest waren,, konnte der Baum in den blauen Spätsommerhimmel gezogen werden. Um 16.52 Uhr ertönte der erste Kerwemarsch. Mit einer Polonaise marschierten die Kerweborsch ins Zelt ein, wo sie für gute Stimmung sorgten und speziell die Gäste aus Frankreich begeisterten.tami
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 17. September 2012, Text: Carmen Erlenbach

18.09.2012, Frankfurter Neue Presse

Der letzte Hieb saß richtig
Madeleine Gleisberg löst Jennifer Hanke als neues Giggelsmädchen ab
Fünf Aspirantinnen, aber wer wird das neue Giggelsmädchen? Es gab keinen Hinweis, denn alle waren sie gleich angezogen. Letztlich wurde es Madeleine Gleisberg.
In einem Punkt schummeln die Kerweborsch Jahr für Jahr erneut. In ihrer Kerwehymne singen sie lautstark "Wir laufe barfuß uff der Gasse rum", dabei tragen sie allesamt Schuhe – schwarze Schuhe. Und die staubten gestern mächtig ein, als die jungen und noch ein wenig vom Vortag angeschlagenen Burschen über den Schlossplatz zogen und sich dabei noch das eine und andere kühle Blonde genehmigten. Letztmals zogen sie schließlich mit ihrem Giggelsmädchen Jennifer Hanke mit einer Polonaise zum Kerwemarsch von Winfried Stark und seinen Original Steigerwäldern ins voll besetzte Festzelt ein. Einen Hahn hatten sie für den beliebten Giggelschlag natürlich auch wieder mitgebracht – ein schwarz-weißes Exemplar mit rotem Kamm, dessen Farben sich von Kopf bis zu den Füßen ganz der Galakleidung der Kerweborschen anpasste. In einem Käfig wurde das Federvieh auf die Bühne getragen. Dort wurde dem "Mistkratzer" aus tierschutzrechtlichen Gründen jedoch keine Feder gekrümmt. Er diente lediglich als Dekoration.
Lob für Akteure
Nachdem Kerwepräsident Sebastian Papenfuß das gut gelaunte Publikum begrüßt hatte, ergriff auch Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) das Wort: "Ihr wart super dieses Jahr", lobte er die Kerwe- und Altkerweborsch für ihre vollbrachten Leistungen. Einmal mehr sagten die jungen Männer ihre Kerwesprüche auf, allerdings ein wenig unverständlich. Vergeblich erwarteten die Zuschauer, dass die Kerweborsch am Schluss ihre Kappen in die Höhe werfen würden. Warum in diesem Jahr auf diese Tradition verzichtet wurde, blieb unklar. Fünf Mädchen wurden zum Giggelschlag aus dem Publikum auf die Bühne geholt. War in den Vorjahren schon an der Kleidung der Kandidatinnen abzusehen, wer das neue Giggelsmädchen werde – denn es trug immer als einzige eine weiße Bluse und einen schwarzen Rock – so waren gestern alle Aspirantinnen so gekleidet und das große Rätselraten begann. Bei Kandidatin Silvia Hammer vom städtischen Kulturamt, die seit Samstag zu den Ehrenkerweborschen zählt, war sofort klar, dass sie den Tontopf mit verbundenen Augen und einem Dreschflegel nicht treffen würde, der jedes Jahr aufs Neue von einem Kerweborsch geführt wird.
Wer macht das Rennen?
Auch die zweite Kandidatin ging leer aus, weil der Tontopf – der Giggel – von einem Kerweborsch verschoben wurde und die drei Hiebe danebengingen. Interessant wurde es bei der dritten Kandidatin. Wer die Kerweborsch draußen beim Frühschoppen beobachtet hatte, dem war schon vorher klar, dass sie das Rennen machen würde. Denn diese junge Dame hatte neben dem scheidenden Giggelsmädchen Platz genommen. Beim dritten Schlag war es soweit: Der Tontopf wurde in die rechte Position gerückt, und der letzte Hieb saß und ließ das Gefäß lautstark unter dem Gejohle des Publikums zerbersten. So stand also Melanie Gleisberg als neues Giggelsmädchen fest. Ihre Vorgängerin krönte sie mit einer Kappe, an der als Markenzeichen zwei lange Federn befestigt waren. Ockel ließ es sich nicht nehmen, mit der jungen Dame im Walzertakt eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen, und auch Papenfuß und Hanke drehten sich dazu im Kreis.
Schon waberte der Duft frischen Sauerkrauts mit Rippchen durch das Festzelt, als gegen Schluss des Frühschoppens noch der Kerwebaum nach amerikanischem System versteigert wurde. Die amüsante Aktion zog sich etwa eine Viertelstunde hin. Immer wieder ergänzten Bieter ihre Angebote um einige Zigaretten, aber auch Hütchen, Chips für Fahrgeschäfte, eine Donald-Duck-Figur und auch ein Kondom, was für Amüsement sorgte. Schließlich erteilte Papenfuß bei 470,21 Euro den Zuschlag. Der Baum ging an Jürgen Suppus. Von dem Geld werden für die nächste Kerb unter anderem neue Kleidungsstücke und Schärpen angeschafft.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 18. September 2012, Text: Carmen Erlenbach

05.09.2012, Freitags-Anzeiger

Kaiserwetter an allen vier Kerwetagen
Volles Festzelt, Showprogramm und ein bunter Jubiläumsumzug – Kerb nach Maß auf dem Schloßplatz
Über Kaiserwetter konnten sich die Kelsterbacher bei der Jubiläumskerb freuen. Deshalb strahlten nicht nur die Kerweborsch und das Giggelsmädchen vier Tage lang um die Wette sondern auch alle Festbesucher und Umzugsteilnehmer. „So schön war die Kerb schon lange nicht mehr“, war im Festzelt, in dem an allen Tagen beste Stimmung herrschte, oft zu hören. Schon am Eröffnungsabend waren schnell alle Plätze besetzt. Die Band Frontal und die Einmärsche der Kerweborsch sorgten für Party pur.
Am nächsten Tag ging es mit dem Stellen des Kerwebaums weiter. Das war in diesem Jahr eine schweißtreibende Angelegenheit, was zum einen am Wetter, zum anderen an dem knapp 20 Meter langen Baum, der durch die Straßen und Gassen zum Festplatz getragen werden musste, lag. Hilfe erhielten die Aktiven dabei von den Alt-Kerweborsch.Auf dem Festplatz warteten schon viele Festbesucher, die sich aber ein wenig gedulden mussten, bis der Baum stand. Die Kerweborsch brauchten mehrere Versuche, der Baum wollte einfach nicht ordentlich in die Verankerung rutschen. „Noch 40 Zentimeter nach vorne“, wies ein Alt-Kerweborsch die Aktiven an und schließlich klappte es doch und der Baum wurde mit einer Seilwinde langsam hochgezogen. Für den Kraftakt gab es vom Publikum viel Applaus, das den mit Kranz und Kerwebobb geschmückten Baum sogleich bewunderte. „Die Kerb kann beginnen“, verkündete Bürgermeister Manfred Ockel gleich im Anschluss bei herrlichem Sonnenschein. „Der Baum ist gut gestellt und jetzt kann es losgehen. O’zapftis“, verkündete Ockel nach dem Fassbieranstich, der wie das Baumstellen nur mit leichter Verzögerung über die Bühne ging. Der Bürgermeister musste gleich mehrmals zuschlagen, bis das Bier spritzte und Festwirt Edmund Hausmann die Kerweborsch mit Freibier versorgen konnte.

Abends wurde es feierlich im Festzelt. Anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Stadtrechte“ wurden vier Ehrenkerweborsch ernannt. Dieter Stammer von den Alt-Kerweborsch, Rüdiger Golitz, erster Vorsitzender des Kanu-Club, und der Erste Stadtrat aus der Partnerstadt Baugé, Joseph Ergand, freuten sich über ihre Ernennung. Die Vierte im Bunde war Silvia Hammer vom städtischen Kulturamt, die sich seit vielen Jahren um einen reibungslosen Ablauf der Kerb kümmert und die Kerweborsch aktiv unterstützt.Thorsten Schreiner, Vereinsringvorsitzender, gratulierte den neuen Ehrenkerweborsch und begrüßte die rund 70 französischen Freunde, die aus der Partnerstadt Baugé extra zur Kerb angereist waren.Danach stürmten die Kerweborsch die Bühne und präsentierten ihr Showprogramm. Dabei überzeugten sie besonders mit ihrer Wandlungsfähigkeit. Die Kerweborsch traten als zehn kleine Jägermeister, Backstreet Boys und Party Girls auf. Richtig krachen ließen es die Kerweborsch beim Song „Thriller“ von Michael Jackson. Als Werwölfe, Monster und Vampire verkleidet, verbreiteten sie Gruselatmosphäre.Im Anschluss forderten die Kerweborsch noch den Rathauschef heraus. Ockel sollte im Festzelt über 500 Euro für die Kinderkrebshilfe sammeln, ansonsten müsse er eine Stunde Standdienst beim Altstadtfest ableisten. Natürlich nahm Ockel die Wette an. Er ging durch die Reihen im Festzelt und sammelte über 750 Euro ein. Den Betrag überreichte er an Hilde Roscher, die sich schon seit vielen Jahren für die Kinderkrebshilfe engagiert. Ockel versprach außerdem, trotz gewonnener Wette den Dienst am Stand zu leisten. Danach lud das Alan Best Orchestra zum Kerwetanz ein.
Nach dem evangelischen Zeltgottesdienst sammelten sich die ersten Umzugsteilnehmer. 43 Gruppen hatten sich für den Jubiläumsumzug gemeldet. Den Auftakt machte der Musikverein Münster. Die neuen Ehrenkerweborsch ließen sich im Cabrio kutschieren – außer Joseph Ergand, der im Wagen der Partnerstadt Baugé mitfuhr. Auch die Ehrenkerweborsch des letzten Jahres nahmen am Umzug teil, da ihre Fahrt an Kerb 2011 durch einen Wolkenbruch verhindert worden war. Besonders fröhlich grüßten viele Zuschauer, als sie Pfarrer Herbert Köhl in einem Cabrio sahen.Zahlreiche Vereine, unter anderem die Schützengilde, die Country-Company, die EghalandaGmoi, die DLRG, der Handharmonika Spielring, der TuS, der BSC, die Viktoria und der FSC, nahmen am Jubiläumszug teil. Originell war die Aufmachung des Vereins Meerschweinchen in Not. Die Tierschützer hatten statt Hüten kleine Rasenstücke auf den Köpfen, auf denen Meerschweinchenfiguren saßen.Die TuS-Kinder turnten auf der Straße und die Mitglieder des Squaredance-Club Oakleaves tanzten über den Asphalt. Die Feuerreiter thronten auf dem Narrenschiff und winkten den Kelsterbachern zu.Am Straßenrand tummelten sich die Menschen. Hofreiten hatten geöffnet, es gab Kaffee, Kuchen und Apfelwein. Auf die Musik aus den Wagen wurde geschunkelt. Gute Laune verbreiteten auch der Tauchclub Hecht, die Kanuten, die TSG Flair, die Katholische Kirchengemeinde und der Kulturverein „Die Schnaaken“. Aus den Wagen wurden Bonbons geworfen, die die Kinder am Straßenrand rasch einsammelten.Am Schlossplatz endete der bunte Umzug und Groß und Klein stürzten sich in das Gewimmel auf dem Festplatz. Die Kleinen angelten Enten, fuhren Karussell oder zogen Lose, die etwas Älteren trafen sich am Autoscooter. Richtig Mutige trauten sich auf das Regenbogen-Fahrgeschäft. Im Festzelt spielte derweil die Bockband.

Am Kerwemontag beim Frühschoppen mit „Wilfried Stark und seinen Original Steigerwäldern“ hatte Giggelsmädchen Jennifer Hanke ihren letzten Auftritt. Pünktlich um 11 Uhr wurde beim Giggelsschlag ihre Nachfolgerin ermittelt. Die 18-jährige Madeleine Gleisberg, die die Werner-von-Heisenbergschule in Rüsselsheim besucht, wird künftig die Kerweborsch begleiten. Gleich nach Gleisbergs Ernennung zum neuen Giggelsmädchen gab es einen Ehrentanz mit Bürgermeister Manfred Ockel.Die Versteigerung des Kerwebaums brachte rund 480 Euro in die Kasse der Kerweborsch. Der erfolgreiche Bieter war Jürgen Suppus. (geo)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 05. September 2012, Text: Silvia Georgi

07.09.2012, Kelsterbach Aktuell

Alles passte bei der Jubiläumskerb
Kerb "Frontal" eröffnet
Mit Deutschlands bester Partyband der Vorjahre, der Gruppe "Frontal", konnten sich die Kelsterbacher für ihre Kerb heiß machen. Erste Einmärsche der Kerweborsch klappten bestens, der Erste Stadtrat Kurt Linnert machte Vorfreude auf das kommende Großereignis. Frontal gab alles, sogar ein eigens dafür angereister Fanclub war erschienen, um die Festzeltatmosphäre zu genießen.
Erst die Arbeit dann das Vergnügen.
Nach einem gutbesuchten Freitagabend stand am zweiten Tag die offizielle Eröffnung auf dem Programm. Zuvor jedoch galt es, den mächtigen Kerwebaum auf den Festplatz zu transportieren und an seiner gewohnten Stelle aufzurichten. Unterstützt von ihren Vorgängern verrichteten die aktiven Kerweborsch ihre Aufgabe tadellos. Von großem Interesse begleitet, hatten viele fleißige Hände ein gutes Stück Arbeit zu absolvieren, die eine oder andere Korrektur war nötig, bevor der Baum mit dicken Seilen aufrecht gestellt wurde. Im Anschluss an diese schweißtreibende Angelegenheit kam der Fassbieranstich gerade recht. Anzapfen durfte Bürgermeister Manfred Ockel, der gemeinsam mit Festwirt Eddi Hausmann und Uwe Petter, dem Vertreter der Brauerei, den festlichen Akt vornahm. Der erste Schluck blieb dem Stadtoberhaupt vorbehalten, mit einem kräftigen Zug war dann die Kerb eröffnet. Das eingespielte Zapftrio sorgte schnell für volle Becher, die auf durstige Gegenliebe stießen. In harmonischer Festzeltatmosphäre überbrückten die Besucher dabei die Wartezeit bis zum abendlichen Showprogramm.
Diesmal vier Ehrenkerweborsch
Der Vereinsringsvorsitzende Thorsten Schreiner ernannte in gewohnt gekonnter Manier die neuen Ehrenkerweborsch, denen Bürgermeister Manfred Ockel und Giggelsmädchen Jennifer Hanke die Kappe und die Schärpe anpassten. Rüdiger Golitz, Vorsitzender des Kanu-Club-Kelsterbach, wurde auf Vorschlag des Vereinsringes ernannt. Dieter Stammer, ehemaliger aktiver Kerweborsch, wurde auf Anregung der Kerweborsch ernannt. Josef Ergand, Erster Stadtrat der Partnerstadt Baugè, wurde von der Stadt Kelsterbach vorgeschlagen. Ergand zeigte sich gerührt von der Ernennung und sagte, er werde sich wie bisher für die Städtepartnerschaft stark machen. Als vierte in der Ehrungsrunde 2012 wurde die "Kerwemuddi" Silvia auf die Bühne gerufen. Sie folgte 2001 Werner Georg im Kulturamt in der Organisation der Kerb nach. Für eine Showeinlage sorgten die Cadets de Baugeois, das Zelt aber rockten die Kerweborsch mit ihrer Playbackshow. "Von allein", Culcha Candela, "Zehn kleine Jägermeister", "Thriller" von Michael Jackson, "We will rock you" von Queen oder "hangover", in prächtigen Verkleidungen gaben die Kerweborsch alles, das Zelt ging voll mit. Vor allem die Horrorkostüme zu Thriller machten Eindruck.
Tanz in den Jubiläumssonntag
Der sonntägliche Höhepunkt sollte auch im Jubiläumsjahr der Kerweumzug sein. Zuvor jedoch fokussierte sich das Geschehen auf den Platz zwischen den Rathäusern. Wie schon seit vielen Jahren Brauch, tanzt dort das Bürgermeisterehepaar mit Kerwepräsident und Giggelsmädchen. Gaby und Manfred Ockel drehten sich im Walzertakt gemeinsam mit Jennifer Hanke und Sebastian Papenfuß. Um die Tanzenden herum baute sich eine rot-weiße Kulisse in Gestalt der Aktiven und der Ehrenkerweborsch auf. Alle vier Fahnen wehten im Wind und Kerwemelodien machten die beeindruckende Szenerie perfekt. Eine bessere Einstimmung für den Umzug wäre wohl kaum denkbar gewesen, sogar das Wetter spielte dieses Mal wunschgemäß mit. Begeisterung in allen Straßen der Untermainstadt. Ganz Kelsterbach schien auf den Beinen zu sein, als der Umzug sich seinen Weg durch die geschmückten Straßen der Untermainstadt bahnte. Gemeinsam mit den Kerwerepräsentanten zeigten sich die Kelsterbacher Vereine und auswärtige Teilnehmer von ihrer Schokoladenseite. Dem Einfallsreichtum schienen keine Grenzen gesetzt und ein rollender Höhepunkt folgte auf den anderen. Auch die Fußgruppen glänzten mit netten Ideen. Musik, Tanz und Akrobatik gingen einher mit opulent geschmückten Festwagen, deren Angebote besonders die Kleinen auf den Plan rief. Man hatte fast den Eindruck, dass es Süßigkeiten regnete, die fleißig eingesammelt wurden. Große Begeisterung kam ob eines prominenten Umzugsteilnehmers auf, der in einem Cabrio chauffiert den Massen zuwinkte. Das Wiedersehn mit Pfarrer Herbert Köhl stellte einen viel umjubelten Teil der Umzugs dar. Das galt auch für ein weiteres Cabrio aus dem Elsa Heim, das älteste Giggelsmädchen der Stadt, mit 98 Jahren Lebenserfahrung winkte.Der lange Umzug kam gut voran. Die Herausforderung, einen der längsten Umzüge der vergangenen Jahre zu organisieren, gelang mit Bravour. Robin Schmalz vom städtischen Kulturamt führte den Umzug in einer beachtlichen Zeit zu seinem Ziel in der Mainstraße. Mit dem gleichen Enthusiasmus wie die Zugteilnehmer brachte sich die Kelsterbacher Bevölkerung ein. Viele Anwohner boten Getränke oder den bei der Kerb so beliebten "Quetschekuche" an. Dabei wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, ein Stand wies sich sogar als Kerweborschtankstelle aus. Im Gegensatz zum Vorjahr kamen alle Teilnehmer trocken auf dem Kerweplatz an, groß war die Freude über einen Tag, an dem alles passte.
Funkytown im Kerwezelt
Der Sonntagabend hatte einiges zu bieten für die Freunde von stilechter Livemusik. Das Zelt drohte zwar nicht aus allen Nähten zu platzen, dennoch gelang es der Bockband, eine angemessene Stimmung zu entfachen. Wer sich für den Frühschoppen schonen wollte, hat einiges verpasst. Das Ensemble mit einer stimmgewaltigen Sängerin und zwei nicht minder begabten Sängern, traf voll den Geschmack der Zeltbesucher. Eingebettet in Stimmungslieder und Schlager brillierte die Band mit gekonnten Interpretationen der Stilrichtung Soul und Funk. Werke von Cool andthe Gang oder Lionel Ritchie bildeten den Kontrast zu Roland Kaiser und DJ Ötzi. Bis zum tosenden Finale der mit Nachdruck geforderten Zugabe erweiterte sich die Tanzfläche sogar bis auf die Sitzbänke. Ein rundum gelungener Sonntag endete mit der Verabredung zum Frühschoppen.
Madeleine Gleisberg neues Giggelmädchen
Die zipfelmützigen "Steigerwälder" eröffneten den gut besuchten Frühschoppen am Montag, der Hahn durfte in seinem Käfig den Giggelsschlag aus sicherer Distanz beobachten. Die Tonscherbe traf zielsicher beim ersten Mal das neue Giggelsmädchen Madeleine Gleisberg. Sie wird die Kerb 2012 und 2013 mit ihren Traditionen verbinden. Für die stolze Summe von 470 Euro ersteigerte Jürgen Suppus den Kerwebaum, der in sechs Wochen niedergelegt wird. Mit Glück konnte Suppus auch ein speziell geschaffenes T-Shirt ergattern. Überraschungsgast "Woddy" Rudi Feldmann aus Griesheim, 158 Zentimeter große komödiantische Urgewalt aus Griesheim, bereicherte mit seinem Ohrwurm "Super-Tupper-Schüsselche-mit-Deckel" den Kelsterbacher Sprachschatz. Wie immer gaben viele Ehrengäste beim Frühschoppen ein Stelldichein, darunter Landrat Thomas Will und der Altbürgermeister aus Baugè Guy Delepine und Begleitung seines Amtskollegen Erhard Engisch.
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 07. September 2012, Text: Hartmut Blaum und Thorsten Schreiner

17.09.2012, Frankfurter Neue Presse

Kerweumzug besonders prächtig
Einstündiges Spektakel auf der Gasse
Bürgermeister Manfred Ockel warf mit gelben Rosen. Die wurden von den Damen am Straßenrand mit Begeisterung aufgefangen. Insgesamt folgten 43 Teilnehmer dem Umzug.
Klein-Kling, Bum-Bum und Dschingdada, da kommt sie ja, die bunte Schar. Im 60. Jahr ihres Geburtstages hat sich das Untermainstädtchen beim gestrigen Kerweumzug nicht lumpen lassen. Auch Petrus war dem mit 43 Zugteilnehmern längeren Lindwurm als sonst wohlgesonnen, nachdem sich die Zuschauer noch einmal an den extremen Wolkenbruch im vergangenen Jahr erinnert hatten.
Heuer blieben nicht nur die Klamotten trocken, sondern auch die vielen Gutzchen, Knolle und Kamellen, welche die Aktiven von den Motivwagen warfen. Allen voran stimmten der Musikverein Münster und ein Fahnenträger der Kerweborsch mit rot-weißer Standarte auf das fast einstündige Spektakel auf der Gasse ein, das sich von der Waldstraße bis ins Kerwezelt zog. Für die Zuschauer regnete es mitunter nicht rote, aber gelbe Rosen, die Bürgermeister Manfred Ockel vom Wagen warf und die mit großer Freude und Euphorie von den Damen angenommen wurden.
Jubel, Trubel, Heiterkeit
Kinder waren mit Tüten und Taschen unterwegs, in denen sie Süßes aufsammelten, und Erwachsene ließen sich von Umzugsteilnehmern Apfelwein einschenken, während an allen Ecken und Enden inmitten von Blasmusik und Getrommel Jubel, Trubel und Heiterkeit herrschten. Neben einem in der Tricolore dekorierten Umzugswagen, auf dem sich die französischen Gäste mit dem neu ernannten Ehrenkerweborsch Joseph Ergand präsentierten, der in der Partnerstadt Baugé als Erster Stadtrat fungiert, hatten die drei anderen neuen Ehrenkerweborsch Dieter Stammer, Rüdiger Golitz und Silvia Hammer in einem Cabrio Platz genommen.
Zwischen zahlreichen Musikkapellen, Aktiven des Turn- und Sportvereins, einem bunten Narrenschiff des Karnevalvereins "Die Feuerreiter", einem Bänderbaum der Egerländer Gmoi und Oldtimern nahmen auch die drei im Vorjahr ernannten Kerweborsch ausnahmsweise noch einmal in einem Cabrio an dem Umzug teil, weil sie im vorigen Jahr wegen des Wolkenbruches nichts davon hatten. Bunte Bänder wehten im Fahrtwind und auch Luftballons, während die Kapelle "Les Cadets du Baugois" aus der französischen Partnerstadt mit schmissigen Rhythmen für Furore und der Verein "Meerschweinchen in Not" mit Pelztieren auf den Köpfen für einen Hingucker sorgten.
Große Fußgruppe
Die Feuerwehr grüßte aus einem bunt geschmückten Boot und die katholische Kirchengemeinde hatte mit einer großen Fußgruppe von Kindern aufgewartet. Für Abwechslung sorgten auch die Bembeljeescher mit ihrer flotten Guggemusik sowie ein Oldtimer, aus dem der katholische Pfarrer im Ruhestand, Herbert Köhl, grüßte. Ob die Kaffeedamen der SPD, der Kanu-Club, die Squaredancer "Oakleaves" in hübschen Kostümen oder der Ball-Spiel-Club, alle hatten sich anlässlich des Kerweumzugs zum Stadtjubiläum einige Besonderheiten einfallen lassen. tami
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 17. September 2012, Text: Carmen Erlenbach

03.10.2012, Frankfurter Neue Presse

Starke Auftritte des TuS
Fahnen wurden geschwenkt und ein Bollerwagen, gefüllt mit Wegzehrung und Bonbons zum in die Zuschauer-Werfen, war auch dabei: Die Mädchen des Turn- und Sportvereins (TuS) Kelsterbach nahmen am Kerwe-Umzug teil.
Die Übungsleiterinnen Heike und Jennifer Netsch hatten sich für den Jubiläumsumzug etwas Besonderes ausgedacht. Sie und ihre Gruppe liefen nicht einfach mit, sondern turnten und rollten sich über eine Stange durch die Straßen und Gassen Kelsterbachs. Die Übungsleiterinnen dienten dazu als laufendes Reck. Sie trugen gemeinsam eine Stange auf den Schultern – davon gab es dann dicke blaue Flecken – und die Turnmädchen absolvierten daran ihre Auf- und Unterschwünge. Dafür gab es viel Beifall.
Beim Altstadtfest am Wochenende darauf gab es dann für die Turnerinnen die weiteren Auftritte. Samstag- und Sonntagabend zeigten sie auf der Wiese vor dem Kelsterbacher Schloss ihr turnerisches Können.
Eltern, Großeltern und Freunde der Turnmädchen und viele Altstadtfest-Flanierer bildeten eine große Zuschauerkulisse. Sie alle wollten sich die Aufführung nicht entgehen lassen. Auf einem Bein zu stehen und dabei noch lächelnd ins Publikum zu schauen, haben sie bravourös gemeistert. Die Choreografin, Dominic Rühl, hatte sehr gekonnt die FlicFlacs, Drehungen, Handstand mit Überschlag und vieles mehr im Rhythmus der Musik mit den Turnerinnen einstudiert.
Heike und Jennifer Netsch sowie Dominic Rühl zeigten sich glücklich und zufrieden, dass alles so toll geklappt hatte.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 03. Oktober 2012

07.-09. September 2012

33. Kelsterbacher Altstadtfest rund um den alten Marktplatz:

Seit 33 Jahren erfreut das KelsterbacherAltadtadtfest am zweiten Wochenende im September tausende Besucher.
Die ehemalige Nachkerb lockte mit einem bunten Programm auf der Marktplatzbühne und natürlich auch wieder mit einem großen Angebot an kulinarischen Genüssen und einem breiten Warensortiment.
Pressestimmen:

24.09.2012 Frankfurter Neue Presse

Tanz und Trubel im Unterdorf
Bei herrlichem Spätsommerwetter feierten die Kelsterbacher ausgelassen ihr Altstadtfest
Das Altstadtfest lockte am Wochenende Jung und Alt in das Unterdorf. Zu einem bunten Programm wurden kulinarische Leckerbissen und die unterschiedlichsten Waren angeboten.Aus allen Ecken klingt Musik. Der süße Duft von Zuckerwatte und Popcorn mischt sich mit herzhaften Aromen von Flammkuchen, Bowle und Sahnegulasch. Die mithin letzten hochsommerlichen Temperaturen des Jahres locken junge Mädchen in kurzen Hosen, aber auch ältere Herrschaften im Rollstuhl oder mit Rollator auf die Straße. Alles, was laufen kann, ist auf Achse – sogar mit Krücken.
Alle Jahre wieder ist es im Spätsommer soweit: Die Kelsterbacher feiern, was das Zeug hält. Nur wenige Tage nach der Kerb schloss sich am Wochenende nahezu nahtlos das Altstadtfest als beliebter Treffpunkt für Jung und Alt an. Es stand ganz im Zeichen des 60. Geburtstages des Untermainstädtchens und lockte Besucherscharen an wie das Licht die Mücken. Nicht verwunderlich, denn kaum jemand wollte das abwechslungsreiche und bunte Programm in der fantastischen Spätsommeratmosphäre verpassen, das sich der Magistrat hatte einfallen lassen.
Schon am Freitagabend ging es zum Auftakt auf und um die Bühne im Unterdorf rund, als die warmherzige Begrüßung von Bürgermeister Manfred Ockel mit den Temperaturen wetteiferte. Das Fest wurde umrahmt von Darbietungen der Band "Crossroads" mit dem Sänger und Zweitplatzierten der RTL-Castingshow "Das Supertalent 2010" eröffnet, und die Coverband aus dem Rhein-Main-Gebiet, "Daddy Longlegs", verbreitete mit Hits aus den vergangenen 40 Jahren bis in die späten Abendstunden gute Stimmung.
Für jeden Geschmack
Auch an den vielen Ständen in der Markt- und Schulstraße sowie in der Pfarrgasse ging es von Freitag bis Sonntag zu wie im Taubenschlag. Mal war es edler Wein oder ein kühles Blondes, mal Gegrilltes, Fisch oder Crêpes, die für das leibliche Wohl des Publikums sorgten. Wenn im Unterdorf gefeiert wird, scheint der häusliche Herd vieler Kelsterbacher kalt zu bleiben. Auf der umfangreiche Speisekarte an den Ständen fand sich für alle Geschmäcker etwas, darunter auch Suppen, Kuchen, Pommes und Lebkuchen. Kein Platz blieb im Festzelt vor dem Stadtmuseum frei, und viele Besucher verfolgten den "Kelsterbacher Nachmittag" im Stehen, der einheimischen Vereinen und Institutionen eine Plattform bot. Als Eisbrecher fungierten mit schmissigen Rhythmen, Gassenhauern und internationalen Volksliedern mehrere Instrumentalklassen der Integrierten Gesamtschule. An diese schloss sich der von zarten Kinderstimmen lebende Schulchor der Bürgermeister-Hardt-Schule an. Sein Repertoire enthielt unter anderem ein Seemannslied, bei dem eifrig geschunkelt wurde. Auch der Square-Dance-Club "Oakleaves" und der "Kico-J-unity" des Gesangvereins "Einigkeit" gehören seit Jahren zu den treuesten Teilnehmern mit musikalischen Beiträgen.
Sportliche Präsentation
Flotte Tänzchen legten die "Hip Hop 4 Kids", die Gruppe "Flair" und die "Mini Latinos" aufs Parkett, bevor die Kung-Fu-Schule "Sonnenfaust" das nachmittägliche Kulturprogramm zur Freude des Publikums mit sportlichen Präsentationen abrundete. Bis in die Nachstunden herrschte zu Musik der jungen Nachwuchsband Arbaitnehmer" aus Frankfurt und "The Incredible Dexter Band" ein sprichwörtlicher Tanz in allen Gassen. An den Ständen, an denen etwa Portemonnaies, Schmuck, Handtaschen oder auch herrliche florale Dekorationen angeboten wurden, gab es alle Hände voll zu tun, denn das herrliche Spätsommerwetter hatte zu einem Rundgang über die Festmeile und auch zum Verweilen eingeladen. So auch beim reich bestückten Flohmarkt von Hilda Roscher auf dem Gelände der alten Schule, wo auch die Kerweborsch mit dem Verkauf gehaltvoller Getränke für Einnahmen sorgten.
Nachdem die Kinder am Samstagnachmittag ihr facettenreiches Bühnenprogramm absolviert hatten, fanden sie sich nach und nach im Schlosshof ein, wo die städtische Jugendförderung mit vielen Aktionen und einem Meer aus Sand ein Kinderparadies eingerichtet hatte. Mädchen lackierten ihre Nägel und beklebten sich mit Tattoo-Bildern, während die Jüngsten beim Buddeln im Sand ihre Freude hatten und auch versteckte Gegenstände fänden, die sie behalten durften.
Der Sonntagmorgen startete mit einem gut besuchten Frühschoppen, zu dem die Blaskapelle "Weindorf Johannisberg" aufwartete. Die musikalische Begleitung am Nachmittag und Abend stand bei fast 30 Grad im Zeichen von "Maja andthe Boys", "A Fine Mess" und "Orange Sugar Cubes", bis nach Einbruch der Dunkelheit ein grandioses Feuerwerk das diesjährige Altstadtfest im Unterdorf ausklingen ließ.

Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 24. September 2012, Text: Carmen Erlenbach

25.09.2012, Frankfurter Neue Presse

Altstadtfest endete mit einem Lichterzauber
Ein Feuerzauber über dem Main, rechts ist die Herz-Jesu-Kirche zu sehen, beendetete das Kelsterbacher Altstadtfest. Drei "Kracher" kündigten den Beginn an, diese lockten auch die letzten Gäste aus den Gassen der Altstadt an das Mainufer, wo sich bereits die meisten anderen versammelt hatten. Als sich noch eine Lücke bot, huschten auch Lisa und Sabrina schnell hindurch. "Wir wollen direkt an den Main, von dort ist es am besten zu sehen", meinten die beiden Altstadtfest-Besucher. Schließlich sollte das Feuerwerk zum 60. Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte ein besonderes werden.
Einen Logenplatz hatten jene 40 Gäste, die lautlos mit der Fähre "Walter Kolb" auf dem Main schaukelten. Die Fähre quert normalerweise vor dem Höchster Schloss den Main, für den besonderen Anlass war sie jedoch von der Stadt gechartert worden. Gegen 20 Uhr hieß es "Leinen los", dann schipperte die Fähre mit der fröhlichen Party-Gesellschaft mainabwärts und war pünktlich zum Beginn des Feuerwerks wieder zurück.
Ein lautes Zischen ließ alle aufhorchen, dann explodierte hoch am Himmel über dem Main die erste Rakete. Wie kleine Sternschnuppen rieselten die bunten Leuchtpunkte aus dem dunklen Himmel zurück auf den Main. "Oh, wie wunderschön", sagte Sabrina, da krachte es gleich dreimal. Ein Lichterzauber bot sich den staunenden Zuschauern, die es sich entlang der Mainanlage gemütlich gemacht hatten. lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 25. September 2012, Text: Leo Postl

12.09.2012 Freitags-Anzeiger

Kaum noch ein Plätzchen frei zum Tanzen
Sommerliche Temperaturen locken Besucherscharen zum Altstadtfest – Abschlussfeuerwerk am Main
Zum Glück müssen sich die Kelsterbacher nicht entscheiden, ob die Kerb oder das Altstadtfest das schönere Fest ist. Sie feiern einfach zwei Mal ausgelassen mit. Besucher von außerhalb fragen sich dann lediglich schon einmal: „Wie halten das die Kelsterbacher aus?“ Eine Woche nach der Kerb ließen sich die Kelsterbacher nicht lumpen und feierten erneut ausgelassen, diesmal in den Gassen und auf dem Marktplatz im Unterdorf. Im Jubiläumsjahr „60 Jahre Stadtrechte“ war auch diese Veranstaltung mit besonderen Jubiläumszugaben garniert.
Bereits am frühen Freitagabend erklang in vielen Ecken der Altstadt Musik, verlockende Essensdüfte machten sich breit. „Gönnen wir uns zuerst eine erfrischende Bowle oder lieber ein kühles Bier?“, fragte Giulietta ihre Freundin Marta. „Wir fangen einfach mal mit Flammkuchen an, der Duft zieht mir gerade so in die Nase“, unterbrach sie ihr männlicher Begleiter.Katharina und Joelina hatten keine Lust auf Herzhaftes. Die beiden jungen Damen gönnten sich Crêpes mit Nutella. Freilich just vor der sehr gut besuchten Knobi-Bude in der Schulstraße.Musikalisch eröffnete die Band Crossroads mit Sänger Michael Holderbusch, dem Zweitplatzierten bei der RTL-Castingshow „Das Supertalent 2010“, das Altstadtfest. Schnell füllte sich die Fläche um die Marktplatzbühne.
Die offizielle Eröffnung übernahm dann Bürgermeister Manfred Ockel, der alle Gäste willkommen hieß. „Wir feiern jetzt dieses schöne Fest seit vielen Jahren im gleichen Stil, vielleicht gibt es ja neue Ideen, die wir umsetzen können“, erklärte Ockel und zeigte auf eine große Zettelbox, in die die Besucher Zettel mit ihren Wünschen und Anregungen einwerfen sollten.Bis spät in die Nacht rockte dann die Coverband Daddy-Longlegs auf der Hauptbühne und spielte Hits aus den vergangenen 40 Jahren. Im Hof der Alten Schule sorgten derweil die DJs Christian und Tobi bei den Kerweborsch für Stimmung. Hier tummelten sich vor allem die jungen Besucher des Altstadtfestes.
Am Samstagnachmittag gestalteten traditionell die Kelsterbacher Vereine, Schulen, Gruppen und Institutionen das Programm auf der Marktplatzbühne. Die Instrumentalklassen der Integrierten Ganztagsschule eröffneten den Reigen. Der Kinderchor Kicoj-u-nity des Gesangsverein Einigkeit begeisterte vor allem die kleinen Festbesucher mit dem Musical „Tabaluga“. Über die Bühne wirbelten buchstäblich die Mitglieder des Square-Dance-Club „Oakleaves“. Trotz der Hitze traten die Tänzer schwungvoll auf.Viel Beifall gab es auch für die Gruppe Hip Hop 4 Kids, für die Tanzgruppe Flair, den Schulchor der Bürgermeister-Hardt-Schule, die Mini Latinos und für die sportlichen Darbietungen der Kung-Fu-Schule Sonnenfaust.Wer von den Kids selbst aktiv werden wollte, der war im Kinderparadies der städtischen Jugendförderung bestens aufgehoben. Im Sand vor der Strandbar konnte gebuddelt oder in der Papp-Stadt ein Kartonhaus gebaut werden.Gegen Abend nahm das Gedränge in den Altstadtgassen schnell zu. In der Marktstraße war kaum ein Durchkommen. Die Festbesucher gönnten sich ein Gläschen Wein, trafen alte Bekannte oder probierten die leckeren Speisen, die an den vielen Ständen angeboten wurden. Am frühen Abend sorgte die junge Nachwuchsband Arbaitnehmer aus Frankfurt für Stimmung. Mit dem Auftritt der Incredible Dexter Band begann dann der Tanz in allen Gassen, wobei die Bewegungsfreiheit der Festbesucher wegen der vielen Menschen stark eingeschränkt war und man sich aufs Zuhören und Mitsingen beschränken musste.„Ich weiß gar nicht, wo die vielen Leute herkommen. Mir kommt es so vor, als werden es jedes Jahr mehr“, meinte Karl Gesang, der noch einen begehrten Sitzplatz ergattert hatte.
Wer durchgetanzt hatte oder rechtzeitig aus den Federn kam, besuchte am Sonntagmorgen den Frühschoppen. Die Blaskapelle Weindorf Johannisberg spielte auf.Nachmittags heizten die Bands Maja andthe Boys und A Fine Mess den Zuhörern auf dem Marktplatz ein. Zum Tanz in allen Gassen luden schließlich die Orange Sugar Cubes ein, die eine Mischung aus Flower Power und Dancefloor boten.An allen Tagen konnte gebummelt werden. Es gab unter anderem Gürtel, Portemonnaies und Handtaschen an den Ständen. Gleich zwei Kelsterbacherinnen waren für einen guten Zweck auf den Beinen. Elisabeth Ramsauer hatte einen Stand in der Marktstraße. Ihre Einnahmen spendet sie der Stiftung „Bärenherz“ in Wiesbaden. Im Hinterhaus der Alten Schule bot Hilda Roscher wieder ihre Flohmarktartikel an. Sie sammelt für die Kinderkrebshilfe Frankfurt.
Drei Kracher kündigten dann das große Abschlussfeuerwerk an. Die Festbesucher strömten aus den Gassen der Altstadt in Richtung Mainufer. Die beste Aussicht hatten diejenigen, die ein Ticket für die Fähre ergattert hatten. Nur 40 Personen hatten Platz auf dem Schifflein, das normalerweise in Höhe des Höchster Schlosses den Main überquert. Die Stadt hatte aus Anlass des Jubiläums die Fähre gechartert.Ob an Land oder auf dem Wasser, der Lichterglanz verzauberte alle Zuschauer, die den vergänglichen Funkenflug mit vielen „Ohs“ und „Ahs“ bedachten. Das Abschlussfeuerwerk wurde wie immer von den Standbetreibern gesponsert. (pos)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 12. September 2012, Text: Leo Postl

14.09.2012, Kelsterbach Aktuell

Wetter, Programm und Feuerwerk stimmten beim Altstadtfest
Kelsterbach im 2012er Feiertaumel
Mehr als 140 Jubiläumsveranstaltungen sind 2012 anlässlich 60 Jahre Stadtrechte Kelsterbach zu verkraften, nach der Jubiläumskerb folgte eine Woche später das Jubiläumsaltstadtfest. Rund um die Sankt Martinskirche genossen die Kelsterbacher drei Tage (und Nächte) lang unbeschwerte Spätsommerlaune. Bestes Wetter und das abwechslungsreiche Kulturprogramm der Stadt spielten der 38. Auflage der einstigen Nachkerb in die Karten. Trotz Hitze drängelten sich schon spätnachmittags die Menschen durch die Gassen, (fast) ganz Kelsterbach war auf den Beinen. Vor allem Getränke und Essen war angesagt, Käsespätzle, Bowle, Prosecco, Sushi, Crepes, Flammkuchen oder Döner, zum Nachtisch Eis, Schaumküsse oder Gummibärchen, kaum ein Wunsch blieb offen.
54 Stände hatte das Kulturamt um Robin Schmalz und Chef Frank Niedermann verteilt, 17 Vereine aus der Untermainstadt zeigten Präsenz. Vor allem im Hof der alten Schule tanzte der Bär, und mit ihm eine unüberschaubare gut gelaunte Menge, da die Kerweborschen für Stimmung sorgten und Bürgermeister Manfred Ockel seine Kerwewette einlöste und professionell Bier zapfte. An den Abenden sorgten gute Bands für Unterhaltung, Michael Holderbusch, Preisträger der RTL-Supertalentshow, begeisterte mit Stimmvolumen und einer Stimme mit Anklängen an Joe Cocker. "Die Arbaitnehmer", die unglaubliche "Dexter Band", "Orange Sugar Cubes", alle trugen zum gelungenen Fest bei. Auch die Kelsterbacher Formationen kamen wieder zu ihrem Recht und Publikum, der Schulchor der Hardt-Schule, die Instrumentalklassen der Gesamtschule, die Oakleaves Square-Dancer, der KICOJ-U-Nity, die Tanzgruppe Flair, die Mini-Latinos und die Kung-Fu-Schule Sonnenfaust.
Die städtische Jugendförderung hatte einige Tonnen Sand vor dem Schloss abkippen lassen und veranstaltete die Suche nach dem Schatz im Sand. Wer wollte, konnte sich frisch geschminkt in der Pappstadt vergnügen. Am Sonntag wartete schon zeitig der Frühschoppen, ehe das Feuerwerk über dem Main den Feierreigen beendete. Auf der Fähre "Walter Kolb" lagen rund 40 Kreuzfahrer direkt vor der gluckernden Kelstermündung und betrachteten das Feuerwerk, gespendet von zahlreichen Akteuren des Altstadtfestes, zweifach: am Himmel und gespiegelt auf dem nächtlichen Main. (hb)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 14. September 2012, Text: Hartmut Blaum

28. September 2012

2. Aktionstag der Denkmal-Meile entlang des Regionalwanderwegs

Seit der Eröffnung der Denkmal-Meile am 29. Juni 2012 lässt sich beobachten, dass zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Schautafeln und Ausstellungsstücke in den Mainanlagen entlang des Regionalradweges am Mainufer betrachten und dort verweilen. Der zweite Aktionstag wurde überwiegend durch Beiträge und Ausstellungsstücke der Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Bürgermeister-Hardt-Schule und der Karl-Treutel-Schule sowie der Integrierten Ganztagsschule Kelsterbach gestaltet. Die Werkstatt-AG der Karl-Krolopper Schule hatte bereits im Vorfeld ihr handwerkliches Geschick unter Beweis gestellt und hierzu weitere Schautafeln gebaut, die mit den gesammelten Informationen der Kelsterbacher Schulen bestückt wurden. Um das Bild der Stadtentwicklung abzurunden, wurden weitere Schautafeln dem Projekt "Kelsterbach Familienstadt" gewidmet. Die Jugendförderung war mit einem Aktionsstand vertreten und, einer alten herbstlichen Tradition folgend, kelterte und verkostete mit interessierten Teilnehmern mitgebrachte Äpfel. Die Turnabteilung des Turn- und Sportvereins unter der Leitung von Heike und Jennifer Netsch trugen mit mehreren Tanzvorführungen ebenfalls zum Gelingen des Nachmittags bei.
Pressestimmen:

15.10.2012, Frankfurter Neue Presse

Ein Ort zum Verweilen und Schauen
Denkmal-Meile am Mainufer wächst
Die Denkmal-Meile am Kelsterbacher Mainufer ist um einige Stationen reicher. Maßgeblich beteiligt am Erstellen der Schautafeln waren die örtlichen Schulen.
Die Denkmal-Meile entlang des Kelsterbacher Mainufers ist wieder um ein Stück länger. Bei einem Aktionstag wurden von der Kelstermündung flussabwärts weitere Schautafeln enthüllt und Beispiele der Denkarbeit aus den Schulen der Untermainstadt gezeigt.
Während des Aktionstags zeigte die Geräte-Turngruppe des Turn- und Sportvereins Kelsterbach ihr Können, und die städtische Jugendförderung lud zum Apfelsaftpressen ein. Die Projektverantwortlichen der Denkmal-Meile, Marcella Gröber und Franz Neufing, dankten allen Mitwirkenden für ihren Einsatz und hoben besonders das Engagement der Kelsterbacher Schulen hervor.
Mit einem kräftigen Zug am roten Tuch half Stadträtin Ursula Will, als Vertreterin des Magistrates, den Kindern, die Schautafeln zu enthüllen. "Wir sehen hier wieder sehr interessante Denkarbeiten von Schülern, die sich besonders mit der Situation und der Vergangenheit der Bürgermeister-Hardt-Schule beschäftigen", erklärte Will und zeigte auf die ersten beiden Schautafeln. Dabei hatten die Schüler der vierten Klassen die Aufgabe, ihre Eltern zu fragen und dann ihre Erkenntnisse zeichnerisch festzuhalten.
Jubiläum zum Anlass
"Die Schüler der Karl-Treutel-Schule haben sich künstlerisch mit ihrer Schule auseinandergesetzt und so einen Beitrag zu dieser Meile geleistet", erklärte Marcella Gröber. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Kelsterbach hatte hingegen ihr 40-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, um die zu dieser Gelegenheit entstandenen Werke mitzubringen. Als eine Art schwebende Bildergalerie waren zudem wichtige Ereignisse der vergangenen 40 Jahre mit solchen der Schule in Verbindung gebracht und zwischen Laternenmasten an einer Schnur aufgereiht. Von der ersten Mondlandung über die Vereinigung Deutschlands bis hin zum Tod von Michael Jackson reichten die Beispiele.
Ein besonderer Dank ging auch an die Karl-Krolopper-Schule, die sich vor allem handwerklich eingebracht hat. Es sollten sechs Schautafeln hergestellt werden, die jedoch nicht alle rechtzeitig fertig wurden. "Das wird aber in den nächsten Tagen nachgeholt", erklärte Marcella Gröber.
Breites Publikum
Auch das Projekt "Kelsterbach Familienstadt" hat sich in die Kunstmeile mit eingebracht. Projektleiter Franz Neufing hat das gesamte Netzwerk der kooperierenden Stellen bildlich dargestellt. "Wir nutzen so die Möglichkeit, mit Aktionen und Informationen nach außen zu treten und ein sehr breitgefächertes Publikum anzusprechen", betonte Neufing.
Wie Frank Niedermann, Leiter des städtischen Kulturamtes, berichtete, konnte er bereits beobachten, dass eine große Zahl von Besuchern, aber auch zufällig vorbei kommende Passanten und Radfahrer angehalten hätten, um die Freiluftpräsentation zu begutachten. "Somit haben wir unser Ziel schon erreicht", meinte Marcella Gröber zufrieden.
In einem Kontrast zu den gelungenen Präsentationen stand – und steht immer – die Situation im Kelstergraben. Das Bächlein führt derzeit kaum Wasser, dafür türmt sich der Unrat dort ziemlich hoch. "Also, das hätte man doch gerade zu dieser Veranstaltung wegholen müssen", meinte ein Besucher der Denkmal-Meile. Der nächste Aktionstag ist für den 14. Dezember geplant.lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 15. Oktober 2012, Text: Leo Postl

04.10.2012, Freitags-Anzeiger

Schüler gestalten neuen Meilenstein
Überarbeitete Open Air-Ausstellung am Mainufer mit einem bunten Fest eröffnet
Wie sich wohl die Schüler von heute die Schule und vor allem die Lehrer von gestern vorstellen? Unter anderem mit dicken Warzen im Gesicht. Diese und einige weitere Erkenntnisse haben die Schüler der Bürgermeister-Hardt-Schule zusammengefasst und auf Plakate übertragen, die nun im zweiten Teil der Denkmal-Meile am Mainvorland zu sehen sind. Das Projekt, das im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre Stadtrechte“ stattfindet, wird von der Stadtjugendförderung organisiert. Im Juni war bereits der erste Abschnitt der Open Air-Ausstellung eingeweiht worden, die zweite Planungsphase war für Marcella Gröber von der Jugendförderung aber besonders spannend, denn dieses Mal standen die Schulen im Mittelpunkt. „Das passt, denn Kelsterbach ist ja Schulträger“, so Gröber.

Seit der ersten Schulwoche nach den Sommerferien arbeiteten viele Schüler an dem zweiten Teil der Denkmal-Meile. Die IGS-Schüler machten natürlich das 40-jährige Bestehen ihrer Schule zum Thema. Die Karl-Treutel-Schüler interviewten ihre Eltern und Großeltern zum Thema Schule. In der Bürgermeister-Hardt-Schule kamen auch die Schüler zu Wort, von denen sich einige die früheren Lehrer mit großen Warzen vorstellten. Doch auch ehemalige Schüler fanden, ihre Lehrer seien schrecklich gekleidet gewesen. Beteiligt waren auch die Karl-Krolopper-Schüler, die neue Schautafeln aus Holz herstellten. „Die Nachhaltigkeit ist bei der Denkmal-Meile ein immer wiederkehrendes Thema“, so Marcella Gröber. Bei der Präsentation der neuen Schautafeln gab es mehrere Aktionen, um der Enthüllung einen feierlichen Rahmen zu verleihen. So wurde am Stand der Jugendförderung Apfelsaft gekeltert und eine Gruppe TuS-Turner führte einen akrobatischen Tanz vor.
Für die Denkmal-Meile sei das Thema Schule einfach unumgänglich gewesen, denn die Schulen seien für die Stadtentwicklung schon immer wichtig gewesen, so Gröber. Die Pädagogin war positiv überrascht von der guten Zusammenarbeit mit den Schulen. „Das ist nicht selbstverständlich, da die Schulen ihr eigenes Programm haben. Es ist toll, dass sie Zeit für die Denkmal-Meile gefunden haben“, resümierte Gröber.
Im November soll es noch einen weiteren Meilenstein der Ausstellung geben, doch das Thema und die Teilnehmer seien noch offen. Marcella Gröber plant unter anderem ein Outdoor-Buch, das in den Mainspielplatz integriert werden soll. „Mit wetterbeständigem Papier und den Highlights vom Jubiläumsjahr wäre das ein toller Abschluss“, erklärte Gröber, die bislang viel positiven Zuspruch für die Denkmal-Meile erfahren hat. Viele Leute bleiben bei ihren Spaziergängen am Mainufer stehen und lesen die Schautafeln mit Begeisterung, geben Kommentare ab und lernen Kelsterbach von einer neuen Seite kennen, so Marcella Gröber, die hofft, dass die Denkmal-Meile am Mainufer auch in Zukunft weiter besteht. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Schautafeln stehenblieben und die Inhalte von immer neuen Akteuren aktualisiert, überarbeitet und ausgetauscht werden. (nta)

Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 04. Oktober 2012, Text: Norsin Tancik

05. Oktober 2012

Ausstellungseröffnung "Deutschländer" in der Stadt- und Schulbibliothek

Die Stadt- und Schulbibliothek präsentierte vom 05.10. - 02.11.2012 in ihren Räumen eine Auswahl von Fotos aus "Almanyali - Deutschländer", der Diplomarbeit der türkischstämmigen Kommunikationsdesignerin Müjde Karaca-Togmus.Bereits 2010 zeigte die Stadtbibliothek Fotos ihres Buches "Zinat - Reize", das die Verschleierung von Frauen visualisiert.Müjde Karaca, 1981 in Bamberg geboren, studierte Visuelle Kommunikation an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Als türkischstämmige Deutsche beschäftigt sie sich besonders mit dem Thema Heimat, Herkunft und Identität.Mit ihrer fotografischen Arbeit "Zinat - Reize" erhielt sie den 1. Platz des Förderpreises für Buchgestaltung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Heute ist sie am ZKM/Zentrum für Kunst und Medientechnologie als Kommunikationsdesignerin und Projektgestalterin beschäftigt.
Wer ist ein "Deutschländer"? Und was bedeutet dieses Wort eigentlich?
Das Buch enthält Interviews und Gespräche mit türkischstämmigen Menschen der ersten, zweiten und dritten Generation. Es zeigt ihre Gefühle für Deutschland und die Türkei. Dieses Werk erzählt von der Vielfalt an unterschiedlichen Lebenshaltungen dieser Menschen. Seien es türkische Fabrikarbeiter aus der Gastarbeitergeneration, Musiker, Schauspieler, Politiker, Schüler oder ein türkischer Polizist im Staatsdienst.

Eines steht zumindest fest: Alle diese Menschen sind nicht nur einem dieser beiden Länder zuzuordnen. Sie bilden vor allem eine Brücke zwischen Deutschland und der Türkei. Die Fotos zeigen ihre besondere Situation als Vermittler zwischen der deutschen und der türkischen Welt.
Pressestimmen zur Ausstellungseröffnung:

22.10.2012, Frankfurter Neue Presse

"Deutschländer" in der Stadtbücherei
Müjde Karaca-Togmus zeigt die Herausforderungen türkischer Einwanderer und ihrer Kinder
Müjde Karaca-Togmus präsentierte ihre Ausstellung "Deutschländer" bei der Vernissage in der Kelsterbacher Stadtbücherei. Die Kommunikationsdesignerin ist in Deutschland geboren, ihre Eltern stammen aus der Türkei.
Wer könnte besser die Gefühlslage von "Almanyali", türkischen Bewohnern in Deutschland, beschreiben, als jemand, der zwar türkische Eltern hat, aber selbst in Deutschland geboren wurde und hier aufgewachsen ist? "Ich habe mit meinem familiären Hintergrund natürlich einen ganz anderen Zugang zu Türken", erklärt Müjde Karaca-Togmus. Sie eröffnete nun ihre Ausstellung "Deutschländer" in der Stadt- und Schulbibliothek Kelsterbach.
Große Beachtung
Die Kommunikationsdesignerin, deren Eltern aus der Südosttürkei kommen, wurde in Bamberg geboren und lebt in Karlsruhe. Sie arbeitet derzeit an verschiedenen Integrationsprojekten. Ihr Buch "Almanyali – Deutschländer" erfuhr große Beachtung. Aus diesem zeigt sie derzeit Bilder und Bildtafeln mit Erläuterungen. Den "überschaubaren Kreis", wie Kelsterbachs Erster Stadtrat Kulturdezernent Kurt Linnert (SPD) die leider wenigen Gäste der Vernissage bezeichnete, erwartete eine eindrucksvolle Vermittlung der Lebensgefühle von türkischen Mitbürgern in Deutschland seitens der Buchautorin.
"Sag mal: Bist du ein Deutscher oder ein Türke?" Mit dieser Frage würden die meisten Türken in Deutschland konfrontiert, erklärte die Autorin. Eine klare Antwort gebe es jedoch nicht. Müjde Karaca-Togmus stellt in ihrem Buch zwei junge Damen vor: "Ich liebe Deutschland, kann mir aber auch vorstellen, in der Türkei zu leben", meint die eine. "Seit wir wieder in der Türkei leben, bin ich ganz anders. Viel offener und sogar herzlicher", bestätigt die andere.
Yüksel, ein Gemüsehändler, äußert gar die Angst vieler türkischer Familien, dass ihre Kinder die Kultur der Eltern verlieren könnten und übten deshalb manchmal Druck auf ihre Kinder aus. "Wir sollten uns mehr um ihre Zukunft kümmern, als ihnen ständig eine Predigt über das Türkisch-Sein zu halten", so sein Rat.
Der seit 15 Jahren in Deutschland lebende türkische Gemüsehändler hat zwar die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen, meint aber: "Das bedeutet nicht, dass ich Deutscher geworden bin, sondern dass mich der deutsche Staat als sein Bürger akzeptiert."
Sprache beherrschen
Er bedauert, dass er immer noch nicht die deutsche Sprache beherrscht, denn das mache für ihn das Leben schwer. Dass es als Bedingung für eine Einwanderung die Teilnahme an Sprachkursen gibt, findet er deshalb gut. "Ich bin nicht wie die Gastabeitergeneration hierher gekommen. Ich möchte hier leben und ein nützlicher Deutscher sein", erklärt er.
Müjde Karaca-Togmus sieht die Heirat zwischen Deutschen und Türken wegen der unterschiedlichen Kulturen immer noch als problematisch an. "In der Türkei hat die Familie einen viel höheren Stellenwert als hier", nennt sie ein Beispiel. Auch wenn beide Partner ihren Glauben aktiv praktizieren, gebe es manchmal unüberwindbare Hindernisse. Sie selbst ist mit einem Deutschen verheiratet – er ist aber auch türkischer Abstammung.
Die Ausstellung "Almanyali – Deutschländer" ist noch bis zum 2. November in der Stadt- und Schulbibliothek zu sehen.lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 22. Oktober 2012, Text: Leo Postl

10.10.2012, Freitags-Anzeiger

Deutschländer sind Brückenbauer
Ausstellung von Müjde Karaca-Togmus befasst sich mit türkischstämmigen Deutschen
„Wer ist eigentlich ein Deutschländer?“ Die Künstlerin Müjde Karaca-Togmus beantwortete während der Eröffnung ihrer Foto-Ausstellung „Deutschländer-Almanyali“ diese Frage: „Deutschländer bilden eine Brücke zwischen Deutschland und der Türkei – Deutschländer sind Türken aus Deutschland.“ Bis zum 2. November sind ihre Arbeiten während der Öffnungszeiten in der Stadt- und Schulbibliothek zu sehen.
Die türkischstämmige Kommunikationsdesignerin beschäftigte sich bereits 2008 in ihrer Diplomarbeit mit den Themen Heimat, Herkunft und Identität. Ihr neues Buch enthält Bilder, Interviews und Gespräche mit türkischstämmigen Deutschen der ersten, zweiten und dritten Generation. Zahlreiche Menschen mit unterschiedlicher Lebensgestaltung sind darin nach ihren Gefühlen für Deutschland und die Türkei befragt und fotografiert worden. Mit ihrer fotografischen Arbeit „Zinat – Reize“ erzielte Karaca-Togmus bereits den 1. Platz des Förderpreises für Buchgestaltung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Die Fotografien zeigen Frauen mit und ohne Schleier als Versuch eines offenen Blicks in eine andere Kultur. Diese Aufnahmen waren 2010 in der Stadt- und Schulbibliothek zu sehen.
Ein Exemplar ihres neuen Buchs lag zur Ansicht für die Besucher aus. In 16 Kapiteln geht es um die Auseinandersetzung mit Klischees und um kulturelle Vielfalt. Neben interessanten Texten und vielen Bildern hält das Buch einige Überraschungen bereit. Es enthält beispielsweise ein Daumenkino sowie ein kleines Büchlein, in dem auf die Bedeutung türkischer Namen eingegangen wird.Wie beten eigentlich Muslime? Was denken türkische Männer über deutsch-türkische Liebesbeziehungen? Diesen Fragen geht Karaca-Togmus unter anderem nach. Sie erzählt von einem deutschen Polizisten mit türkischem Pass, einem politisch Verfolgten, der in den 80ern nach Deutschland kam, und von Gül und Wolfgang, einem türkisch-deutschen Liebespaar aus Bamberg.
„Kara Tren – der schwarze Zug“ ist ein bekanntes Volkslied von Yavuz Bingöl, das die Gefühlslage der türkischen Gastarbeiter der ersten Generation widerspiegelt, die oftmals ohne ihre Familien nach Deutschland kamen. Auch der Vater von Karaca-Togmus kam 1967 nach Nürnberg. Ein schwarz-weiß Foto aus dieser Zeit zeigt ihre Eltern.

Während viele Türken der ersten Gastarbeitergeneration immer noch von einer Rückkehr träumen, haben sich deren Kinder in Deutschland eingelebt, und ihre Kinder wiederum fühlen sich ebenfalls in Deutschland zu Hause. „Die Türken der zweiten und dritten Generation lernen die deutsche Sprache auch als Muttersprache“, erklärt die Fotografin. Sie selbst ist mit Türken und Deutschen befreundet.In einer Gesprächsrunde hat Karaca-Togmus fünf türkischstämmige Mädchen gefragt: „Könnt ihr euch vorstellen, in der Türkei zu leben?“ Die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus. Einige fühlten sich als Deutschländer sogar fremd in der Türkei. „Denn viele“, weiß die Künstlerin, „kennen die Türkei nur als heimisches Urlaubsziel. Was Eltern und Verwandte erzählen bedeutet Türkei.“Für die Recherchen zu ihrem Buch befragte Müjde Karaca-Togmus Fremde, Freunde, aber auch Familienmitglieder. Levent, ihr junger Cousin, wird schließlich auch von ihr interviewt: „Sag mal Levent, bist du Türke oder Deutscher?“ Er gibt nach kurzem Nachdenken zur Antwort: „Müjde, ich bin Levent!“ (abe)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 10. Oktober 2012, Text: A. Bernhard

12.10.2012, Kelsterbach Aktuell

Müjde Karaca-Togmus will den »Deutschländern« auf den Grund gehen
Bis zum 2. November ist in der Stadtbücherei Kelsterbach, Am Mittelfeld 15, eine Fotoausstellung von Müjde Karaca-Togmus zu sehen. »Almanyali - Deutschländer, Fotografien und Texte« heißt die interessante Nabelschau einer Türkin auf ihre Landsleute. Dabei werden nicht nur unterschiedliche Portraits gezeigt, sondern auch Meinungen der Menschen vermittelt, wie sie sich selbst in Deutschland sehen.
Vor einem gespannten Publikum, zur Hälfte Türken, eröffneten der Erste Stadtrat Kurt Linnert und die Bibliotheksleiterin Christine Reinhard die Ausstellung, die auch von der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau unterstützt wird. Fotos und Texte aus ihrem kommenden Buch zeigt Müjde Karaca-Togmus, geht dabei dem Lebensgefühl der Almanyli, der Deutschländer, auf den Grund. Als »Deutschländer« werden die in der Bundesrepublik geborenen Türken von den in der Türkei geborenen bezeichnet. »Die will man beim Urlaub am Mittelmeer auch mal gerne übers Ohr hauen«, schmunzelte die Autorin. Nicht immer würden die Almanyali zu 100 Prozent dort Ernst genommen. Wie sehen sich aber diese Türken, die Almanyali selbst? Empfinden sich die hier lebenden Türken als Türken oder als Deutsche oder als beides? Die Antworten sind so vielfältig wie die Menschen, die sie geben. Dabei konstatiert die Türkin, die in perfektem Hochdeutsch referierte, erhebliche Unterschiede bei den drei Generationen türkischer Menschen, die seit den 1960er Jahren nach Deutschland gekommen sind.

Kam die erste Generation ursprünglich nur zur Arbeit nach Mitteleuropa, so bestand die zweite Welle in den 80er Jahren auch aus politisch Verfolgten des türkischen Militärregimes. Die dritte hier geborene Generation besitzt zumeist einen deutschen Pass, diese Menschen sind Deutsche und empfinden Deutschland als ihre Geburtsheimat. Die emotionale Bindung der Almanyali ist jedoch sehr zwiegespalten. Zumeist besteht eine größere Bindung an die Türkei, »bei den Fußballspielen der Nationalmannschaft schwenken die Almayli dann kräftig die türkische Flagge«, sagt Müjde Karaca-Togmus. Von ihr selbst befragt, ob diese zumeist Jugendlichen denn auch zurück in die Türkei gehen würden, bekommt sie in der Vielzahl jedoch verneinende Antworten. Wer sich selbst ein wenig mehr in das Lebensgefühl der »Deutschländer« einfinden will, dem sei die Ausstellung in der Stadtbibliothek bei freiem Eintritt ans Herz gelegt. (hb)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 12. Oktober 2012, Text: Hartmut Blaum

14. November 2012

Sitzenbleiben - Kabarett mit dem Duo Kabbaratz in der Stadt- und Schulbibliothek

Das Darmstädter Kabarett-Duo "Kabbaratz" alias Evelyn Wendler und Peter Hoffmann gab in der Stadt- und Schulbibliothek mit ihrem Programm "Sitzenbleiben – eine pädagogische Erfolgsgeschichte" Nachhilfe in der Kunst des Scheiterns.
Pressestimmen:

30.11.2012, Frankfurter Neue Presse

Nachhilfe in der Kunst des Scheiterns
Beim Auftritt des Duos „Kabbaratz“ bekam jeder sein Fett ab
Evelyn Wendler und Peter Hoffman hatten als Duo "Kabbaratz" in der Stadt- und Schulbibliothek Kelsterbach ihren Auftritt. Die Zuschauer – fast nur Frauen – waren begeistert.
Die Deutschen sind ein Volk der Sitzenden – manche gar Sitzenbleiber. Dies war die erste Erkenntnis, die Evelyn Wendler und Peter Hoffmann, bekannt als Duo "Kabbaratz", den Besuchern am Mittwochabend in der Kelsterbacher Stadt- und Schulbibliothek vermitteln wollten. Die Beweise dafür lieferten die beiden Darmstädter auch gleich. Zum Beispiel: "Die Bundesregierung hat ihren Sitz in Berlin – und keinen Stand", erklärte Peter Hoffman.
Eine weitere Erkenntnis aus der Grundlagenforschung für das spätere Leben fand das "Kabbaratz"-Duo in der Vergabe der Vornamen. "Die Kinder können ja nichts für ihre Vornamen, die Eltern sind schuld daran", sagte Evelyn Wendler. Deshalb empfahl ihr Partner auch allen Gästen, auf dem Nachhauseweg bei ihrer schwangeren türkischen Nachbarin zu läuten und darauf zu drängen, dass sie ihr Mädchen nicht Ayse, sondern Lieselotte nennen sollte. Denn Mädchen mit diesem Namen seien laut Studie im späteren Leben erfolgreicher.
Wie sich ein "Kontrast" des Bildungsstandes auf eine Lebensgemeinschaft auswirken kann, haben beide am eigenen Leib erfahren. Peter sollte etwas lernen, damit was Ordentliches aus ihm wird. Aber es hat nicht funktioniert: Die Schule fand ihn untüchtig, er fand die Schule ungerecht. Evelyn hingegen hat Hebräisch, Altgriechisch und Latein gelernt, ja gar "erstrebt". Sie liebt zudem Grammatik aus ganzem Herzen. Als die beiden sich kennenlernten, hat es gefunkt – freilich mehr aufgrund von Spannungen.
Untreuer Ehemann
"Welcher Mann ist schon einmal von einer Frau versetzt worden?", fragte Peter Hofmann in die Gästerunde. Das Ergebnis war von vorneherein nicht sonderlich repräsentativ, denn mindestens 80 Prozent der Zuschauer waren Frauen. "Also die Gegenprobe. Welche Frau ist von ihrem Ehemann schon einmal mit falschem Namen angeredet worden?", wollte der Kabarettist wissen. Da gingen schon ein paar Hände mehr hoch. Themenwechsel. Seit Pisa habe sich ja viel getan, stellte Evelyn Wendler fest. "Gemäß einer Studie in Kindertagesstätten hat man sich jedoch weniger um die Kinder gekümmert, sondern den Erzieherinnen besseres Deutsch beigebracht", so ihre Feststellung.
Sitzen sei zudem eine gute deutsche Kultur, also sei Sitzenbleiben auch nichts Besonderes, verwies Peter Hoffmann auf das nötige Sitzen von mindestens vier Stunden, um Goethes Faust vermittelt zu bekommen. "Erst wenn sich die Laktatwerte der Gesäßmuskulatur kaum von jenen der Schaumstoffpolster, auf denen man sitzt, unterschieden, würde es kritisch, so Wendler.
Trauer ums Lieblingsshirt
Köstlich war der "Dialog" über die Rechtfertigung der Frau, die das Lieblings-T-Shirt ihres Mannes weggeworfen hat, zu dem dieser während einer langen "haptisch-prozessualen Phase" eine besondere Beziehung aufgebaut hat.
Bedenklich waren die Auszüge aus einer Schularbeit des Lehrers Peter Wendler über die Wunschvorstellung von Schülern bezüglich ihrer Zukunft. "Ich will entweder zur Polizei oder zum Militär, da ich richtig Schießen lernen will – und treffen will ich auch."
Eine Schülerin schrieb – weil sowas bei Lehrern immer gut ankommt– folgendes: "Wenn ich einmal groß bin, dann will ich in die Welt hinaus gehen und Gutes tun." Nicht ganz so nett der Kommentar des Lehrers, für den er viel Applaus bekam: "Und wenn ich noch einmal die Chance hätte, etwas zu lernen, dann wollte ich ein Forscher werden und eine Medizin gegen die Pubertät entwickeln."
"Ja, ich habe mich in manchen Szenen wiedererkannt", sagte Helga Hack, die im Lernbüro der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kelsterbach tätig ist.
Für Roland Bauer waren die Erkenntnisse zur Rolle als Vater sehr treffend wiedergegeben. Evelyn Wendler und Peter Hoffmann gaben in "Sitzenbleiben – eine pädagogische Erfolgsgeschichte" recht erheiternde Nachhilfe in der Kunst des Scheiterns. Im vergangenen Jahr erhielt die Kabbaratz-Truppe bereits den dritten Kabarettpreis: das Emser Pastillchen. Das Stück war Teil der Veranstaltungsreihe "Bücher und mehr. . . " des Kreises Groß-Gerau.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 30. November 2012, Text. Leo Postl

22.11.2012, Freitags-Anzeiger

Sitzen gehört zur Kultur
Kabbaratz-Duo spielt gelungen mit Gegensätzen
Sind die Deutschen nur ein Volk der Sitzenden - oder gar der Sitzenbleiber? Dies war die erste Frage, die Evelyn Wendler und Peter Hoffmann als Duo "Kabbaratz" mit den vielen Besuchern in der Stadt- und Schulbibliothek klären wollten. Die entsprechenden Belege lieferten die beiden Darmstädter denn auch gleich nach. "Die Bundesregierung hat ihren Sitz in Berlin - und keinen Stand", witzelte Hoffmann, der aber auch zugab dreimal sitzengeblieben zu sein.
Und schon rasselten die beiden Kabarettisten aneinander. Während Hoffmann so seine Probleme mit der Bildung hatte, die Schule fand ihn untüchtig, er fand die Schule ungerecht, lernte Wendler Hebräisch, Altgriechisch und Latein. Sie liebt zudem Grammatik. Als die beiden sich kennenlernten, habe es direkt gefunkt, berichtete das ungleiche Paar - freilich aufgrund der vielen Spannungen, das den Abend unter den Titel "Sitzenbleiben - eine pädagogische Erfolgsgeschichte" stellte.
Einig war sich das Duo bei der Bedeutung der Vornamen. "Die Kinder können ja überhaupt nichts dafür, welchen Vornamen sie haben, sondern die Eltern - also viele von euch hier - sind schuld daran", schimpfte Evelyn Wendler, die auch zum Thema Bildung noch etwas zu sagen hatte. Seit Pisa habe sich ja viel getan, kommentierte Wendler. Endlich sei den Erzieherinnen besseres Deutsch beigebracht worden, stellte sie mit rabenschwarzem Humor fest.
Sitzen gehöre zur deutschen Kultur, kam Hoffmann wieder auf das Thema des Abends zu sprechen. Wer eine Aufführung von Goethes Faust besuche, sei schließlich vier Stunden an seinen Stuhl gefesselt, argumentierte er.
Danach trug er witzige Auszüge aus Schüleraufsätzen, in denen es um deren Zukunftsplanung ging, vor. "Wenn ich einmal groß bin, dann will ich in die Welt hinausgehen und Gute tun", schrieb eine Schülerin. "Und wenn ich noch einmal die Chance hätte, etwas zu lernen, dann würde ich Forscher und eine Medizin gegen die Pubertät entwickeln", brachte Hoffmann sein Publikum zum Lachen.
"Ja, ich habe mich hin und wieder erkannt", meinte Hella Hack, die im IGS-Lernbüro tätig ist, lachend. Christa Schmidt konnte mit den Erkenntnissen über die Pubertät viel anfangen und Roland Bauer fand die Beobachtungen über Väter sehr treffend wiedergegeben.
Das Programm von Hoffmann und Wendler ist preisgekrönt. Letztes Jahr erhielt das Duo seinen dritten Kabarettpreis: Das Emser Pastillchen. Der Kabarettabend war eine Veranstaltung in der Reihe "Bücher und mehr ..." des Kreises Groß-Gerau.
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 22. November 2012, Text: Leo Postl

24. und 25. November 2012

Jubiläumsausstellung der Hobbykünstler im Fritz-Treutel-Haus

Die große und vielfältige Jubiläums-Ausstellung "25 Jahre Hobbykünstler Kelsterbach e.V." im Fritz-Teutel-Haus mit mehr als 50 Ausstellern in Bürgersaal und Foyer stand ebenfalls unter dem Motto "60 Jahre Stadtrechte Kelsterbach".
Die bunte Palette reichte von Seidenmalerei, Keramik, Tiffany, Teddybären, 3-D-Technik, Porzellanpuppen und Handarbeiten bis hin zu Öl- und Aquarellmalerei. Neben 20 Vereinsmitgliedern brachten auch zahlreiche Gastaussteller ihr Hobby näher.
Pressestimmen:

10.12.2012, Frankfurter Neue Presse

Raum für kraftvolle Linien
Francois-Xavier Alexandre hat Kelsterbach ein großformatiges Kunstwerk vermacht
Der französische Künstler hat der Untermainstadt ein Bild geschenkt. Es besteht aus 15 kleinformatigen Werken und hängt jetzt im Fritz-Treutel-Haus.
Erstmals nahmen fünf Künstler aus der französischen Partnerstadt Baugé an der Hobbykünstlerausstellung teil, die am Wochenende einmal mehr einen Besucheransturm verzeichnete. Zu verdanken war die Teilnahme dem Kelsterbacher Künstler Herbert Bunz, der seit langen enge freundschaftliche Kontakte zu Hobbymalern in der Partnerstadt pflegt. Er kam auf die Idee, anlässlich der 60 Jahre Stadtrechte, welche die Untermainstadt bis Silvester feiert, und des 25-jährigen Bestehens der Hobbykünstler französische Künstler einzuladen.
Zu ihnen zählt der 1972 in Angers geborene Francois-Xavier Alexandre. Zum Doppeljubiläum vermachte er der Stadt ein großformatiges Kunstwerk aus 15 kleinformatigen Gemälden, das Vertreter der Stadt an der Seite der französischen Freunde am Freitagabend im Foyer des Fritz-Treutel-Hauses enthüllten. Dort wird es dauerhaft ausgestellt sein, denn im Rathaus ist leider kein Platz dafür.
Bürgermeister Manfred Ockel stellte den Künstler vor, und Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne übersetzte. Alexandre absolvierte 1993 sein Diplom der Universitäts-Studien für Schriften und plastische Kunst. 1994 beschloss er sein Studium der plastischen Kunst, bevor er 1996 Innungsmeister auf diesem Gebiet wurde. Nach seiner Universitätszeit widmete er sich dem Journalismus und kulturellen Aktivitäten. So schuf er 1994 ein Dekor für die Industrie- und Handelskammer in Rennes. Zwischen 1996 und 1997 fungierte er als Professor für Kunstgeschichte an der Europa-Schule in Angers, danach war er bis 1998 Verantwortlicher von PR-Tätigkeiten an der Nationaloper von Paris.
Seit 2002 arbeitet er als Künstler, Maler und Hersteller von Plastiken in seinem Atelier im denkmalgeschützten Krankenhaus von Baugé. Er nimmt an vielen individuellen und kollektiven Ausstellungen teil. Darüber hinaus fungiert Alexandre als Präsident und Vize-Präsident der "Zeitgenössische Kunst PACA" in Angers und ist Mäzen vieler Künstler. Seine plastischen Objekte sind großflächige Bilder für Wanddarstellungen.
Die kraftvollen Linien seiner rechteckig, diagonal und mittig angeordneten Objekte, die sich von allen Seiten betrachten lassen, schaffen einen originellen Raum aus grauen und weißen Linien.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 10. Dezember 2012, Text: Carmen Erlenbach

11.12.2012, Frankfurter Neue Presse

Hier wird der Obstkern zur Kunst
Hobbykünstler aus Kelsterbach und Baugé präsentierten ihre Arbeiten im Fritz-Treutel-Haus
25 Jahre Hobbykünstler Kelsterbach: Das wurde mit einer zweitägigen Ausstellung im Fritz-Treutel-Haus gefeiert. Auch Kollegen aus Baugé waren eigens angereist. Zu sehen gab es einen Querschnitt aller Kunsttechniken und vorweihnachtliche Geschenke.
Zu den fünf französischen Künstlern aus der Partnerstadt Baugé, die zur Hobbykünstlerausstellung im Fritz-Treutel-Haus angereist waren, zählten auch Pascal Pithon, der Aquarellzeichner René le Quillec, die Professorin für Zeichenkunst Marie Reveau und Catherine Mameri. Als Schülerin der kommunalen Schule in Baugé setzte sie Motive aus Kelsterbach mit großer Detailverliebtheit gekonnt auf Leinwand in Szene. Neben einem Ausschnitt aus dem Unterdorf zeigte sie auch das Mainufer und die Mönchhofkapelle.
Gestartet war die Ausstellung der seit 25 Jahren bestehenden Hobbykünstler am Samstag mit den Ehrungen einiger Gründungsmitglieder. Vorsitzende Christa Steitz würdigte Edith Fitzen, Margot Lotz, Hilde Helfmann, Sonja Klomann, Inge Müller, Annemarie Ringel und Christa Schönau-Pietzsch mit gerahmten Urkunden.
Mit den Franzosen zählte die zweitägige Veranstaltung 50 Aussteller und ein facettenreiches Angebot, das von Malerei über Holzarbeiten bis zu Kerzen und 3-D-Techniken reichte. Der Klassiker sind und bleiben beachtliche Gemälde im Herzen der Ausstellung, die nicht alle eigens für sie angefertigt wurden, aber einmal mehr einen repräsentativen Querschnitt der angewandten Techniken boten.
Hüte aus Kaffeefiltern
Bei dem Rundgang wurde deutlich, dass immer mehr Künstler der Einfachheit halber mit geruchlosen und Wasser mischbaren Acrylfarben arbeiten. Alle präsentierten Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Wie beispielsweise ein Strandkorb an der Ostsee von Werner Froelich, "Die Straße" von Petra Olejnik und die in frischem und kühlen Hellblau und Weiß gehaltenen Gemälde von Herbert Bunz. Eines zeigt ein typisches Griechenland-Motiv, das andere drei Pferde, die durchs Wasser laufen und gerade das Ufer zu erreichen scheinen.
Zu den gewiss exotischsten Exponaten zählten Hüte und andere Kopfbedeckungen aus Kaffeefiltern sowie pfiffig gearbeitete Igel in allen Größen. Für die Gestaltung der Stacheln klebte die Künstlerin Dorothea Hörnicke in mühseliger Kleinarbeit beispielsweise 420 Apfelkerne mit einer Heißklebepistole auf den Rücken eines kleinen Exemplars und mehrere hundert Sonnenblumenkerne auf seinen großen Kollegen.
Grußkarten
Einmal mehr bot die umfangreiche Ausstellung für jeden Geschmack etwas, und im Zeichen der nahenden Vorweihnachtszeit wechselten auch viele Exponate die Besitzer, die schon mal auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken für ihre Lieben waren.
Neben gedrechselten Holzarbeiten fanden sich aufwendige Porzellanmalerei, Keramikarbeiten, Bücher, Weihnachtsdekorationen, -gestecke und -kränze. Ferner gab es Skulpturen in verschiedenen Ausführungen, aber auch Lichterbögen, Fensterdekorationen, selbst gestaltete Grußkarten, Schachteln mit Serviettentechnik, Seidenmalerei, Patchworkarbeiten, Mandalas, Seifen sowie brasilianische Recyclingkunst zu bestaunen.
Freilich mangelte es auch nicht an den Klassikern wie liebevoll gestalteten Teddybären und Puppen sowie Holzspielzeug. Abgerundet wurde die erfolgreiche Präsentation von Foto- und Buchbindearbeiten und Schmuck in allen Variationen.
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 11. Dezember 2012, Text: Carmen Erlenbach

28.11.2012, Freitags-Anzeiger

Hohes Niveau und tolles Ambiente
Jubiläumsausstellung der Hobbykünstler mit vielfältigem Angebot
Handgefertigter Schmuck, Tiffanykunst, Bilder, Skulpturen, Keramiken, Foto- und Buchbindearbeiten, brasilianische Recyclingkunst und vieles mehr wurden im Fritz-Treutel-Haus bei der Jubiläumsausstellung der Hobbykünstler präsentiert. Seit 25 Jahren besteht die Vereinigung, die noch immer offen für Veränderungen ist. Mit Christa Steitz haben die Hobbykünstler eine neue Vorsitzende gefunden. Zudem gab es erstmals deutlich mehr Aussteller. Zu den rund 50 Künstlern aus Kelsterbach und Umgebung kamen erstmals noch Gäste aus der Partnerstadt Baugé hinzu.
Der Kontakt war über das Ehepaar Mameri entstanden. „Es gibt so viele Zusammenarbeiten zwischen Vereinen in Kelsterbach und Baugé, zum Beispiel bei den vielen Sportvereinen. Nur die Künstler haben noch gefehlt“, erklärte Cathérine Mameri auf Französisch.Heinz Blaschke, der ehemalige Vorsitzende, erinnerte sich gerne an die ersten Ausstellungen zurück, freute sich aber auch an der Vielfalt der aktuellen Ausstellung. Das liege daran, dass jeder Gast nur zwei Jahre hintereinander bei den Hobbykünstlern ausstellen dürfe, danach müsse ein Jahr pausiert werden. Um neue Gesichter nach Kelsterbach zu holen, ist der Vorstand selbst oft auf anderen Märkten unterwegs und spricht dort interessante Künstler an. „In diesem Jahr mussten wir wieder viele ablehnen, weil der Andrang so groß war“, erzählte Blaschke.
Die Eröffnungsfeier der Ausstellung war sehr gut besucht. Bürgermeister Manfred Ockel ehrte Edith Fitzen, Hilde Helfmann, Sonja Klomann, Margot Lotz, Inge Müller, Annemarie Ringel, Christa Schönau-Pietzsch und Ilse Seffrin für ihre 25-jährige Mitgliedschaft.Kassiererin Margot Herth freute sich sehr über den Besuch aus Baugé. „Vielleicht können aus Gästen Freunde werden?“, hoffte sie. Der Begegnungsabend war zumindest ein guter Anfang. „Es war sehr familiär“, verriet sie.
Für besonderes Flair bei der Ausstellung sorgte auch die Anwesenheit vieler Künstler, die immer ansprechbar waren und ihre Arbeiten beschrieben und erklärten. Josef Hackel aus Flörsheim stellt Fensterbilder, Schwibbögen, Pyramiden und Rundbögen aus Holz her. Bis die Lichter leuchten, vergehen oft mindestens 70 Arbeitsstunden, erzählte er. Hackel lässt sich oft von Bildern inspirieren, erhöht dann aber den Schwierigkeitsgrad: Ein Motiv mit Futterkrippe und Rehen ergänzte er mit einem Eichhörnchen, einem Vogel, einem Hasen und einem Hirsch.

Ingrid Daum aus Nauheim bemalt Vasen und Figuren mit aufwändigen Motiven. Sie benutzt dafür Porzellanfarbe und Öle und brennt anschließend das fertige Stück bei 820 Grad. Sie malte ohne Vorlage. Nach Kelsterbach kommt Ingrid Daum besonders gerne. „Das Ambiente ist toll und das Niveau der Künstler sehr hoch“, lobte sie.

Gabriele und Ludwig Griesheimer stellen aus Keramik schräge Vögel her. Das Ehepaar aus Mörfelden-Walldorf ist gut organisiert: Er hat die Ideen, sie setzt sie um. Um die Keramikfiguren wetterfest zu machen, müssen sie auf 1000 Grad gebrannt, getrocknet, glasiert und wieder gebrannt werden. Sie sind Mitglieder im Verein der Hobbykünstler, um jedes Jahr an der Ausstellung teilnehmen zu können. „Der Hobbykünstler-Markt ist etwas ganz Besonderes“, lobte Gabriele Griesheimer die familiäre, aber dennoch gut organisierte Veranstaltung.

Die Kelsterbacherin Anita Kilbert widmet sich neben der Malerei dem Linoldruck. Dabei spielt sie gerne mit Farben. Obwohl ihre Bilder von derselben Druckplatte stammten, wirkten die Motive jedes Mal anders, da Kilbert die Farbtöne variierte. „Öl und Aquarellbilder kennt heute jeder. Ich wollte etwas anderes anbieten, etwas das nicht so verbreitet ist.“ (nta)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 28. November 2012, Text: Norsin Tancik

30.11.2012, Kelsterbach Aktuell

Beeindruckende Jubiläumsausstellung
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Der gute Zuspruch an beiden Ausstellungstagen war zum einen den sehenswerten Arbeiten die Künstler geschuldet, Insider jedoch munkeln mit einem Augenzwinkern, auch das legendäre Kuchenbüfett hätte es zahlreichen Besuchern angetan. 47 Künstler präsentierten an zwei Tagen ihre Arbeiten, fünf Künstlerkollegen aus der französischen Partnerstadt Baugè bereicherten die Ausstellung mit ihren Werken. Catherine Mameri hat sich malerisch mit der deutschen Partnerstadt auseinander gesetzt, ob Kelsterbacher Bauwerke oder auch die Mönchhofkapelle; die Untermainstadt scheint ihr nun auch malerisch ans Herz gewachsen.

Natürlich fand auch das Werk des Künstlers Francois-Xavier Alexandre noch einmal seine Würdigung. "Wer mit den Händen, dem Herzen und dem Kopf arbeitet, ist ein Künstler", lobte Bürgermeister Manfred Ockel die Vielfalt und die Schaffenskraft der Aussteller, darunter zehn aus dem heimischen Kelsterbach. Die Stadt, Ockel schloss seine Amtsvorgänger Erhard Engisch und Friedrich Treutel mit ein, sei stolz auf das, was alljährlich so prachtvoll gezeigt werde. Würdigung fanden einige Gründungsmitglieder des Vereins, so Inge Müller, Hilde Helfmann, Edith Fitzen, Margit Lotz, Ilse Semmering, Annemarie Ringel, Christa Schönau-Pietzsch und Sonja Klomann. Fündig werden konnte eigentlich jeder Besucher, der etwas als Geschenk oder für den weihnachtlichen Gabentisch finden wollte. Bilder mit Wasserfarbe, Öl oder Acryl, Skulpturen, Puppen, Keramik, Tiffany, Holzarbeiten, Seidenmalerei, Gestecke oder Buchbindearbeiten, die Palette war wieder breit gefächert.
Margot Herth aus Kelsterbach bietet schon seit langem ihre Porzellanpuppen an, Ursula Bickert präsentierte Häkelschmuck, Silvia Lichtwald Textile Floristik. Herbert Bunz, Ilse Seffrin und Anita Kilbert haben sich der Malerei verschrieben. Monika Kasper arbeitet mit 3-D-Technik, Sonja Klomann malt auf Seide. Miriam Reuben wiederum präsentierte Filztechniken, Claudia Schumacher ihren Schmuck. (hb)

Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 30. November 2012, Text: Hartmut Blaum

30.11.2012, Kelsterbach Aktuell

Kunst die verbindet - einzigartiges Geschenk zum Jubiläum
Francois-Xavier Alexandre, Künstler aus der Partnerstadt Bauge schenkte der Stadt zum Jubiläum ein Kunstwerk. Er und weitere Künstler aus der Partnerstadt präsentierten vergangenes Wochenende ihre Werke.
Man sprach von symbolischen Brücken der Freundschaft - gemeint waren damit die zahlreichen Kontakte zwischen Baugé und Kelsterbach, die in 30 Jahren entstanden sind. "Die neueste Brücke sei eine besonders schmuckvolle, da sie der Kunst zu verdanken wäre, so das Resümee einer schönen Begegnung". Erstmals präsentierten sich Künstler aus Baugé in Kelsterbach, der Anlass für die Premiere konnte nicht geeigneter sein.

Seit fünfundzwanzig Jahren sind die Hobbykünstler in Kelsterbach aktiv, in zahlreichen Ausstellungen hat der Verein sich populär gemacht. Auf Initiative von Herbert Bunz, der von Anfang an aktiv die Jumelage begleitete, kam es zu Kontakten zwischen den Künstlern beider Städte. Wie bei allen Treffen üblich, waren Gastfamilien für die Unterbringung und Betreuung zuständig. Bürgermeister Manfred Ockel und sein Stellvertreter Kurt Linnert würdigten diese Bereitschaft während ihrer Ansprachen. Der Dank der Stadt erreichte einmal mehr Helga Oehne, deren profunde Sprachkenntnisse eine reibungslose Übersetzung bei sämtlichen Terminen sicherte.

Ein Kunstwerk als Jubiläumsgeschenk
Noch bevor das Fritz-Treutel-Haus seine Pforten für die Ausstellung öffnete, wurde das Kunstwerk von Francois-Xavier Alexandre feierlich enthüllt. Diesen besonderen Anlass würdigten Driss Mameri, Delegationsleiter der französischen Gäste, und der Kelsterbacher Bürgermeister. Alexandre, der seit der Diplomierung sein Schaffen vor allem in den Dienst der plastischen Kunst stellt, platzierte sein Werk im Foyer des Fritz-Treutel-Hauses.

Der Eingangsbereich wird nun von einem Kunstwerk veredelt, bestehend aus achtzehn rechteckigen Objekten. Vom Künstler in präzisem Verhältnis angeordnet, formieren sich die Plastiken zu einem prachtvollen Gesamtbild. Während der von Applaus begleiteten Enthüllung, sprach der Bürgermeister von einem Kunstwerk das verbinde. Alexandre, der als Professor für Kunstgeschichte in seinem Heimatland als namhafte Kapazität gilt, habe Kelsterbach ein besonderes Geschenk gemacht, freute sich Ockel.

Französische Künstler stellten im Foyer ihre Werke vor
Das Stadtoberhaupt widmete sich auch den vier weiteren Künstlern, die ebenfalls im Foyer an zwei Tagen ausgestellt hatten. Pascal Pithon, ebenfalls bekannt und populär über die Grenzen von Baugé, schuf eine Wandmalerei im Kulturzentrum seiner Heimatstadt. Als Aquarellzeichner bevorzugt René le Quillec hauptsächlich Landschaften und alte Monumente. Gefallen fanden die Gäste auch an den Werken von Marie Reveau, die als Professorin für Zeichenkunst an der kommunalen Schule in Bauge tätig ist.

Förmlich in die Herzen der Kelsterbacher zeichnete sich Cathérine Mameri, die markante Plätze im Kelsterbacher Unterdorf ins gemalte Bild fasste. Impressionen vom Mainufer, dem Kelstergrund oder die Kirchtürme sind die Motive, die die Künstlerin detailgenau auf die Leinwand brachte. Neben der Kunstausstellung kam auch nicht die Geselligkeit zu kurz und definierte sich in von Herzlichkeit geprägten Zusammenkünften.(Ts)



Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 30. November 2012, Text: Thorsten Schreiner

Ab 01. Dezember 2012

Adventskalender am Rathaus an den Fenstern des "alten" Rathauses

Am 1. Dezember 2012 hüpften schon morgens viele Kinderherzen: Das erste Türchen des Adventskalenders durfte endlich geöffnet werden! Ob Schokolade, Spielzeug oder Bild - es ist immer wieder eine aufregende Überraschung, eines der Türchen zu öffnen.
Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Stadt Kelsterbach und der Aktion »Kelsterbach - Familienstadt« wurde ein ganz besonderer Adventskalender gestaltet, der die Kelsterbacher an den kalten Dezemberabenden auf den Platz vor dem Rathaus locken sollte: Vom 1. bis zum 24. Dezember wurde jeden Abend zum Einbruch der Dämmerung ein Rathaus-Fenster hell erleuchtet und eine Szene aus einem Märchen der Brüder Grimm gezeigt.

Der Kalender wurde mit Hilfe der Kelsterbacher Schulen und Kindergärten, der Jugendförderung und der offenen Kunstwerkstatt entworfen und gestaltet. Mit Pappe und Transparentpapier wurden die Märchenmotive passend zum Gebrüder-Grimm-Jahr gebastelt. 1812 erschien die erste Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Und noch heute, 200 Jahre später, sind die Märchen weltweit beliebt und bekannt und erfreuen vor allem Kinder und Familien. Ein schöner Anlass also für Kelsterbacher Familien, nach dem Abendspaziergang zusammen zu rücken und das gesehene Märchen des Tages vor dem Einschlafen gemeinsam zu lesen.

Alle Kinder, Eltern, Angehörige und natürlich auch alle Kelsterbacher Bürgerwaren am 1. Dezember zu einer kleinen Eröffnung vor den Türen des Rathauses eingeladen. Es wurde gemeinsam gesungen, der Schulchor der Karl-Treutel-Schule und der Evangelische Bläserchor waren zu Gast, es gab Kinderpunsch und Glühwein, die Kinder konnten Kerzen basteln und den großen Weihnachtsbaum im Foyer des Rathauses schmücken. Für jedes beteiligte Kind gab es eine kleine Überraschung von einem Weihnachtsengel.
Pressestimmen:

02.12.2012, Frankfurter Neue Presse

Ein märchenhaftes Rathaus
Fenster als Adventskalender gestaltet
Vor genau 200 Jahren ist die erste Auflage der Kinder- und Märchenbücher der Brüder Grimm erschienen. Daher erscheinen an den Fenstern des Rathauses die bekanntesten Märchenmotive.
Kelsterbach hat sich zu seinem Jubiläum "60 Jahre Stadtrechte" für die Weihnachtszeit etwas Besonderes einfallen lassen. Erster Stadtrat Kurt Linnert (SPD) hatte die Idee, dem Vorbild in Rüsselsheim zu folgen und die Fenster des Rathauses als "Adventskalender" zu gestalten. Er hatte die Kinderkultur Kelsterbach, alle Kindergärten, die Schulen und das Jugendzentrum (Juz) eingeladen, ein großes Fensterbild zu gestalten.
Da vor genau 200 Jahren, nämlich 1812, die erste Auflage der Kinder- und Märchenbücher der Brüder Grimm erschienen war, sollten daraus die bekanntesten Märchenmotive aufgegriffen werden. Meike Kaiser, die Leiterin der Kinder- und Jugendbibliothek Kelsterbach, koordinierte die Gestaltungsaktionen der einzelnen Fenstermotive. Thomas Berg aus der Schreinerei der Kommunalen Betriebe baute die 24 Fensterrahmen, die von innen angebracht und verkeilt wurden. In diese Rahmen wurden dann die auf transparentem Material gemalten Märchenmotive gehängt.
Jeden Tag erhellen nun die Neonröhren, die ebenfalls an den Rahmen angebracht wurden, ein weiteres Motiv. "Die Beleuchtung wird von einer Zeitschaltuhr gesteuert, doch es ist kaum möglich, diese exakt auf eine genaue Uhrzeit einzustellen", erläuterte Kaiser das Problem. So wird es jeden Tag "ein Weilchen" dauern, bis nach und nach alle 24 Fenster, ob bereits mit enthülltem Motiv oder nur als Ziffer, erleuchtet sind.
Erkennbares Muster
Am Samstag, es war ja auch der 1. Dezember, war die große Eröffnungsveranstaltung auf dem Platz zwischen den beiden Rathäusern. Die Fenster des Weihnachtskalenders sind freilich nur am Gebäude des Altbaus zu sehen. "Wir haben auch ganz bestimmte Fenster gewählt, damit ein erkennbares Muster – und kein Durcheinander – entsteht", erklärte Meike Kaiser.
Erster Stadtrat Linnert hieß die vielen Gäste, vor allem die Kinder und Jugendlichen, willkommen. Dann stimmte Achim Zweschper mit dem Schulchor fröhliche Weihnachtslieder an. Danach waren alle aufgefordert, in das motivierende "Lasst uns froh und munter sein" einzustimmen.
Bis es richtig dämmerig wurde, waren die Kinder eingeladen, den Weihnachtsbaum im Foyer des Rathauses zu schmücken und konnten danach mit Monika Beck eine Kerze verzieren. Schließlich war es endlich so weit. Nach und nach erleuchtete sich das eine oder andere Fenster und Kurt Linnert trug noch eine Weihnachtsgeschichte vor. "Ich danke allen, die sich in diese schönen Aktion mit eingebracht haben", betonte Linnert und gab das Zeichen für die Enthüllung des ersten Motivs. Der Vorhang wurde gelüftet und das Motiv des Froschkönigs war zu erkennen – allerdings die obere Hälfte zu dunkel. "Ich habe mit der Klassenlehrerin gesprochen, deren Schüler sind selbst nicht zufrieden und sie wollen am Montag sehen, was noch zu verbessern ist", erläuterte Meike Kaiser.
Jeden Tag gucken
Dennoch gab es viel Beifall und alle freuen sich jetzt schon auf die nächsten Motive. "Da werde ich jetzt wohl jeden Tag mal vorbeikommen, obwohl ich sonst immer gerne einen Bogen um den Bau mache", so ein Kelsterbacher.lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 02. Dezember 2012, Text: Leo Postl

06.12.2012, Freitags-Anzeiger

Froschkönig hinter dem Türchen
Viele Aktionen vor der Eröffnung des Rathaus-Kalenders
Trotz eisiger Temperaturen begrüßte der Chor der Karl-Treutel-Schule die zahlreich erschienenen Familien und interessierten Bürger mit Weihnachtsliedern vor dem Rathaus, um gemeinsam den städtischen Adventskalender zu eröffnen. Vom 1. bis zum 24. Dezember wird bei Einbruch der Dämmerung jeweils ein neues Rathausfenster, das eine Märchenszene darstellt, hell erleuchtet, so dass an Heiligabend 24 Fenster erstrahlen.
Die Idee für die Aktion hatte Erster Stadtrat Kurt Linnert anlässlich des Jubiläums "60 Jahre Stadtrechte". Alle Kindergärten, Schulen und das Jugendzentrum waren eingeladen, die Fensterbilder zu gestalten. "Aus Anlass des Gebrüder-Grimm-Jahres haben wir als Thema Märchenmotive ausgewählt", so die Leiterin der Schul- und Kinderbibliothek Meike Kaiser, die das Projekt organisierte. "In unserer Bücherei konnten sich die Kinder die Märchen während einer Lesung anhören und dann selbst entscheiden, zu welcher Geschichte sie ein Bild erstellen möchten."
Seit den Sommerferien wurde eifrig gebastelt und gewerkelt. "Ich habe beim Rotkäppchen mitgeholfen", berichtete die neunjährige Laura Roselli stolz. "Wir haben viel gebastelt und es musste auch viel ausgeschnitten werden. Das hat Spaß gemacht."
Pünktlich mit Beginn der Dunkelheit wurde das erste Fenster des Adventskalenders erleuchtet. Die Schüler der Klasse 4b der Karl-Treutel-Schule hatten das Märchen "Froschkönig" ausgewählt und eine Szene mit Pappe und Transparentpapier dargestellt.
Um die Wartezeit vorher zu überbrücken, gab es einige Aktionen auf dem Rathausplatz und im Rathaus selber. Monika Beck von der Stadt- und Schulbibliothek hatte einen Basteltisch aufgebaut, an dem die Kinder Kerzen gestalten konnten. Aus Wachsplatten wurden Motive gestochen, mit denen man schlichte, weiße Kerzen verzieren konnte.
Auch wurde der Weihnachtsbaum im Rathaus von den Kindern geschmückt. Violette und silberne Kugeln lagen bereit und konnten mit Unterstützung von Annika Schmitt, die derzeit ihr freiwilliges soziales Jahr Kultur in der Bibliothek absolviert, angebracht werden.
Die Eltern wurden derweil mit wärmenden Glühwein und Lebkuchen versorgt, für die Kinder gab es süßen Kinderpunsch. Der evangelische Posaunenchor spielte Weihnachtslieder und sorgte für Adventsstimmung. Ebenso die Weihnachtsfee Melanie Paulmichl. Die Auszubildende der Stadt- und Schulbibliothek verteilte kleine Geschenke an die Kinder.
Die Eltern waren von der Aktion begeistert. "Das ist eine sehr schöne Idee", so Rosa Roselli, deren Tochter bei einer Märchenszene mitgebastelt hatte.
Bis zum Weihnachtsabend wird jeden Abend ein weiteres Fenster hell erleuchtet. Am vierundzwanzigsten Dezember werden Kinder und Jugendliche aus dem Jugendzentrum ein Krippenspiel vorführen.
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 06. Dezember 2012, Text: M. Kriewitz

07.12.2012, Kelsterbach Aktuell

Adventskalender im Dezember…
Schön kalt, wie es sich für einen Dezemberabend gehört, begrüßte das Kelsterbacher Winterwetter am Samstag, den 1. Dezember, die Gäste zur Eröffnung des großen Rathaus-Adventskalenders. Groß und Klein, Familien und Einzelbesucher sammelten sich rund um das goldsterngeschmückte Holzbüdchen und den Kerzenbastelstand, um die Öffnung des ersten Kalendertürchens zu bestaunen.
Meike Kaiser, Leiterin der Kinder- und Jugendbibliothek, begrüßte die Schar von 200 Menschen und kündigte den Kinderchor der Karl-Treutel-Schule an. Unter der Leitung von Frau Brauns und am E-Piano begleitet von Herrn Zweschper aus der Musikschule Kelsterbach wurden die ersten Weihnachtslieder gesungen. Noch feierlicher wurde es, als der Chor mit allen Besuchern gemeinsam „Lasst uns froh und munter sein“ anstimmte.
Nach dem Singen konnten die Kinder Kerzen mit Wachsbildern verzieren. Die Winterkälte machte es ein wenig schwerer, das Wachs an die Kerzen zu pressen, aber zusammen mit den warmen Händen der Eltern entstanden wunderschöne Weihnachtskerzen. Derweil wurde im Rathaus der Weihnachtsbaum prächtig geschmückt – jedes Kind durfte etwas aufhängen und sein Stückchen zum Gesamtwerk beitragen.
Draußen half gegen die Kälte Glühwein für die Erwachsenen und Kinderpunsch für die Kleinen, dazu gab es weihnachtliche Lebkuchen. Immer mehr Besucher strömten auf den Platz. Über 250 Gäste erlebten mit, wie die Weihnachtsfee im weißen Kleid erschien und kleine Geschenke an die Kinder verteilte. Sie wurde mit großem Respekt empfangen. Auch sachliche Fragen wurden mit ihr besprochen: „Ist der Wunschzettel denn schon angekommen?“ fragte ein Junge nach – er hatte in ihr gleich die richtige Ansprechpartnerin für seine Frage erkannt. Ein anderes Kind zog heftig am Mantel seines Vaters: „Komm, Papa! Sie hat schon den Sack rausgeholt!“
Der Posaunenchor unter der Leitung von Ernst Freese spielte Weihnachtslieder und erzeugte genau die richtige Weihnachtsmarkt-Stimmung.
Erste Stadtrat Kurt Linnert begrüßte die Anwesenden im Namen des Kelsterbacher Rathauses und erzählte den Kindern und Erwachsenen eine kleine Weihnachtsgeschichte. Sein Dank galt allen Beteiligten, den Kelsterbacher Kindergärten und Schulen, der Jugendförderung und der Stadt- und Schulbibliothek.
Dann wurde es Zeit für die Öffnung des ersten Türchens: hell wurden die Fenster des Rathauses erleuchtet und zeigten die Zahlen – nur das erste Türchen zeigte bunt das Märchen vom Froschkönig – die Kinder errieten es schnell anhand des Brunnens, der Prinzessin und des Froschs. Das erste Bild der Serie wurde von der Klasse 4b der Karl-Treutel-Schule gestaltet.
Lebkuchen, Punsch und Bastelangebot wurden gewürdigt, bis sich gegen 17.30 Uhr der Rathausplatz langsam leerte – der letzte Tropfen war getrunken worden und alle Kinder gingen mit Geschenken und selbstgemachten Kerzen sowie der Vorfreude auf noch mehr Märchentürchen in der Weihnachtszeit nach Hause. Die 24 Lichter aber brannten noch bis Mitternacht.
Abend für Abend wird ein zusätzliches Fenster bunt beleuchtet und wird ein Märchen der Gebrüder Grimm darstellen. Natürlich leuchten auch die bereits geöffneten Türchen weiter und können bis zum Heiligen Abend bewundert werden. Die schönste Zeit dazu ist ab 18 Uhr, wenn im Rathaus die Bürolichter ausgehen und nur noch der Adventskalender leuchtet. (mli)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 07. Dezember 2012, Text: M. Lindner

26.12.2012, Frankfurter Neue Presse

Märchenhaftes Rathaus
Nun sind alle Geheimnisse des Rathaus-Adventskalenders in Kelsterbach gelüftet. Am 24. Dezember öffnete sich auch das letzte Türchen, genauer gesagt, es wurde erleuchtet. Es zeigt Jesus in der Krippe, daneben Josef und Maria. Esel und Kuh schauen verwundert in den Stall, was dort passiert. Über allem schwebt der Verkündigungsengel mit dem Stern von Bethlehem.
Seit dem ersten Advent wurde jeden Tag ein Fenster mit märchenhaften Motiven erleuchtet. Die Idee dazu hatte Erster Stadtrat Kurt Linnert als besonderes Geschenk der Stadt im Jubiläumsjahr "60 Jahre Stadtrechte" an die Kelsterbacher. Umgesetzt wurden die Motive von der Kinder- und Jugendbibliothek um Meike Kaiser.
Mit dem Froschkönig wurde feierlich der Adventskalender eröffnet, dann folgten Motive von Sterntaler, Dornröschen bis Frau Holle. Die hat sich leider in Natura nur mal kurz blicken lassen, just zu den Weihnachtsfeiertagen zog sie sich weit nach Russland zurück, denn dort herrscht ungewöhnliche Kälte.
Doch trotz frühlingshafter Temperaturen sind die Kelsterbacher weihnachtlich gestimmt und halten auf dem Rathausplatz inne, um die Motive des Weihnachtskalenders zu betrachten, der für eine Premiere durchaus gelungen ist.lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 26. Dezember 2012, Text: Leo Postl

27.12.2012, Freitags-Anzeiger

Märchenhafter Adventskalender
24 Fenster des Rathauses erstrahlen in bunten Bildern
Nun sind alle Geheimnisse des Rathaus-Adventskalenders in Kelsterbach gelüftet. Am 24. Dezember öffnete sich auch das letzte Türchen, genauer gesagt, es wurde erleuchtet. Es zeigt die Krippendarstellung, mit Jesus in der Krippe, daneben Josef und Maria. Davor schauen Esel und Kuh verwundert in den Stall, was dort passiert sein mag. Über allem schwebt der Verkündigungsengel mit dem Stern von Betlehem.
Seit dem 1. Advent wurde jeden Tag ein weiteres Fenster erleuchtet, sie alle zeigen symbolhafte Motive aus bekannten Märchen. Die Idee dazu hatte Kelsterbachs Erster Stadtrat Kurt Linnert, als besonderes Geschenk der Stadt im Jubiläumsjahr „60 Jahre Stadtrechte“, an die Kelsterbacher Bürger. Umgesetzt wurden die Motive in der Kinder- und Jugendbibliothek unter der Leitung von Meike Kaiser.
Mit dem Froschkönig war feierlich der Adventskalender eröffnet worden. Es folgten Motive von Sterntaler und Dornröschen über Rumpelstilzchen bis Frau Holle. Die hat sich leider in natura nur mal kurz blicken lassen, just zu den Weihnachtsfeiertagen zog sie sich weit nach Russland zurück, wo jetzt ungewöhnliche Kälte herrscht. Doch auch in „leichter Kleidung“ halten die Kelsterbacher auf dem Rathausplatz inne und bestaunen die Motive. (pos)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 27. Dezember 2012, Text: Leo Postl

31. Dezember 2012

Silvesterball des Vereinsrings im Fritz-Treutel-Haus

Die Dachorganisation der Kelsterbacher Vereine, Organisationen und Verbände, der Vereinsring wurde im Jahr der Stadtwerdung gegründet und konnte somit im Jahr 2012 ebenfalls sein "60-jähriges" feiern.
Dies war für den Vorstand Anlass, den Silvesterball, den er in den 80er Jahren im Fritz-Treutel-Haus (damals Bürgerhaus) einst initiierte, nach drei Jahren Pause wieder zu veranstalten und damit für den Abschluss und auch einen Höhepunkt des bunten Jubiläumsreigens zu sorgen.
Pressestimmen:

02.01.2013, Frankfurter Neue Presse

Schwungvolles Ende des Jubiläums
60 Jahre Stadt Kelsterbach war auch beim Silvesterball im Fritz-Treutel-Haus ein Thema
Ein junges Organisationsteam hatte sich viel vorgenommen und überraschte die Gäste des Silvesterballs. Es war ein durchweg gelungener Abend.
Wenn das Jubiläum "60 Jahre Stadt Kelsterbach" nicht schon zu Beginn des zurückliegenden Jahres im Fritz-Treutel-Haus gefeiert wurde, so sollte es doch mit einer angemessenen Silvesterparty beschlossen werden. Der Vereinsring mit seinem Vorsitzenden Thorsten Schreiner nahm sich der Organisation an, unterstützt wurde er von Sonja Friedrich und Sandra Soliman aus der Geschäftsstelle des Vereinsrings. Viele waren gespannt, ob das junge Team die Herausforderung bestehen würde – und alle wurden positiv überrascht.
Trompeten-Echo
Dass der Sektempfang kein Problem darstellen würde, darüber gab es kaum Zweifel. Doch wie wird der große Saal im Fritz-Treutel-Haus aussehen, wie das Programm und welche Band wird spielen? Ein paar Geheimnisse wurden zwar zuvor bekannt, doch die eine oder andere Überraschung wollte das Organisationsteam erst am Silvesterabend preisgeben. Mit mehr als 300 Gästen waren die Ziele mehr als erfüllt, für manchen standen die Tischreihen gar schon zu eng.
"Wie toll der Saal heute aussieht, das haben die wirklich gut hinbekommen", lobten die meisten Gäste. Mit Lichteffekten wurde die Atmosphäre noch deutlich angehoben. Und als sich der Vorhang öffnete, stand in großer Schrift zu lesen: "Mit Schwung und guter Laune in das Jahr 2013".
Nach den ersten Takten des "Gloria Reuter Sextetts" kam sofort Schwung in den Saal. "Die spielen echt gut", so der erste Kommentar eines Tänzers. Nach dem Trompeten-Echo, bei dem Horst und Thomas mit ihren Trompeten vor den Gästen im Saal standen, gab es ersten großen Beifall.
Frank-Sinatra-Double
Während im Saal die Silvester-Gäste fröhlich ihre Tanzrunden drehten, wurde im Foyer das Büfett aufgebaut. Sonja Friedrich kontrollierte Dekoration und Anordnung, dann war auch sie zufrieden. Für die Tänzer gab es eine erste Verschnaufpause, denn mit dem Auftritt der Showtanzgruppe "Cassiopeia" stand das erste Show-Ereignis an.
"Es riecht hier schon so gut, langsam hätte ich Hunger", tuschelte eine Dame ihrem Partner zu – und als ob das Organisationsteam dies gehört hätte, wurde auch schon das Büfett eröffnet. Da es sich mit vollem Magen nicht ganz so gut tanzt, überbrückte Thomas Pabst als Frank-Sinatra-Double die Verdauungspause und erhielt viel Beifall.
Schneller als gedacht, rückten die letzten Minuten des Jahres näher. Das war der Zeitpunkt für Bürgermeister Manfred Ockel und Ersten Stadtrat Kurt Linnert (beide SPD), um Rückschau auf das vergangene Jahr zu halten. Von dem Radfahrer Lance Armstrong über den Weltrekordsprung von Felix Baumgartner und der Katastrophe der Costa Concordia bis hin zur Prophezeiung des Weltuntergangs der Mayas reichte der Rückblick in der Welt. Für die Stadt Kelsterbach gingen sie auf das Jubiläumsjahr ein, das Jubiläum 60 Jahre Stadtverordneter von Ernst Freese, die Demontage der Ticona sowie das Jubiläum Pfarrer Herbert Köhls, der 60 Jahre als Priester aktiv war. lp
Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse vom 02. Januar 2013, Text: Leo Postl

03.01.2013, Freitags-Anzeiger

Mit Schwung und guter Laune
Kelsterbacher tanzen beim gelungenen Silvesterball im Fritz-Teutel-Haus ins neue Jahr
Wenn die Kelsterbacher schon nicht den Beginn des Jubiläumsjahres „60 Jahre Stadt Kelsterbach“ mit einer großen Party im Fritz-Treutel-Haus feierten, so wollte man doch den Jubiläumsjahreskreis mit einer angemessenen Silvesterparty beschließen. Der Vereinsring mit seinem agilen Vorsitzenden Thorsten Schreiner nahm sich der Organisation an, unterstützt wurde er von Sonja Friedrich und Sandra Soliman aus der Geschäftsstelle des Vereinsrings. Aber auch die Stadt Kelsterbach hat sich mit eingebracht.
Viele Kelsterbacher waren gespannt, ob das junge und zudem noch recht unerfahrene Team die Herausforderung bestehen würde – und alle wurden positiv überrascht. Dass der Sektempfang kein Problem darstellen würde, darüber gab es kaum Zweifel. Doch wie würde der große Saal im Fritz-Treutel-Haus aussehen, wie das Programm und welche Band würde spielen? Ein paar Geheimnisse wurden zwar schon im Vorfeld gelüftet. Doch die eine oder andere Überraschung wollte das Organisationsteam erst am Silvesterabend den Gästen preisgeben. Mit über 300 Gästen war die Wunschzahl mehr als erfüllt. Für manchen standen die Tischreihen gar schon etwas zu eng.
„Ach, wie toll doch der Saal heute aussieht, das haben die aber wirklich gut hinbekommen“, waren die meisten Gäste angenehm überrascht. Mit farbiger Lichtillumination wurde die Atmosphäre noch deutlich verbessert. Und als sich der Vorhang öffnete, stand in großer Schrift zu lesen „Mit Schwung und guter Laune in das Jahr 2013“ – wenn das kein passendes Motto war. Bereits nach den ersten Takten des Gloria Reuter Sextetts kam sofort Schwung in die bestens aufgelegten Gäste. „Die spielen echt gut, das gefällt mir“, so der erste Kommentar eines flotten Tänzers.
Nach dem Trompeten-Echo, bei dem Horst und Thomas mit ihren Trompeten vor den Gästen im Saal standen, gab es den ersten großen Beifall. Thorsten Schreiner hieß dann alle Gäste noch einmal offiziell willkommen, wünschte ihnen einen schönen Abend mit ein paar Überraschungen und dankte der Stadt Kelsterbach für die Unterstützung. Mit rund 140 Veranstaltungen hatten die Kelsterbacher das gesetzte Ziel von 60 Veranstaltungen anlässlich 60 Jahren Stadtrechte weit übertroffen. Auch wenn der vorletzte (geplante) Höhepunkt, die Eislaufbahn vor dem Schloss, aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden konnte.
Während drinnen im Saal die Silvester-Gäste fröhlich ihre Tanzrunden drehten, wurde im Foyer das Büfett aufgebaut. Sonja Friedrich kontrollierte noch einmal Dekoration und Anordnung, rückte hier etwas zurecht und ordnete dort etwas besser an. Dann war auch sie zufrieden. Für die Tänzer im Saal gab es eine erste Verschnaufpause, denn mit dem Auftritt der Showtanzgruppe Cassiopeia stand der erste Show-Event an. Die jungen Damen vom anderen Stern begeisterten mit ihrem karibischen Outfit aber auch mit ihrer Darbietung die Gäste im Saal und mussten eine Zugabe geben.
„Es riecht hier schon so gut, langsam hätte ich Hunger“, flüsterte eine Dame ihrem Partner zu. Und als ob es das Organisationsteam gehört hätte, wurde auch schon das Büfett eröffnet. Der Partyservice Kelsterbach um Dirk Engisch hatte für reichlich Auswahl gesorgt. Es gab klassische deutsche Küche mit Rinderbraten, Hähnchenbrustfilet und anderen Köstlichkeiten.Da es sich mit vollem Magen nicht ganz so gut tanzt, überbrückte Thomas Pabst als Frank Sinatra-Double die Verdauungspause und erhielt viel Beifall – nicht nur von den Damen.
Schneller als gedacht, näherte man sich den letzten Minuten des Jahres. Das war die Zeit für Bürgermeister Manfred Ockel und Ersten Stadtrat Kurt Linnert, um noch einmal Rückschau auf das vergangene Jahr zu halten. Von „A“, also dem berühmt – und jetzt mehr berüchtigten – Rennradfahrer Lance Armstrong über den Weltrekordsprung von Felix Baumgartner und der Katastrophe der Costa Concordia, bis hin zur Prophezeiung des Weltuntergangs durch die Mayas reichte der Rückblick in der Welt. „Gut begonnen, aber gegen Italien wieder ausgeschieden. Tagelang haben wir italienische Gastronomen gemieden“, kommentierte Kurt Linnert ironisch und unter großem Beifall das Ausscheiden der deutschen Mannschaft bei der Europameisterschaft. Dafür hat aber die deutsche U19 im Kelsterbacher Sportpark mit einem 4:0 über Italien Revanche genommen. „Und wie bringt man Angela Merkel zum Lachen?“, wollte Bürgermeister Manfred Ockel wissen. „Ganz einfach: Man muss nur das Foto umdrehen.“ Da hatte er die Lacher auf seiner Seite. Für die Stadt Kelsterbach standen das Jubiläumsjahr selbst, das 50-jährige Stadtverordnetenjubiläum von Ernst Freese, die Demontage der Ticona, sowie das 60-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Herbert Köhl im Mittelpunkt.
Kurz vor Mitternacht wurden vor dem Fritz-Treutel-Haus große Schwedenfackeln entzündet, die recht gut Wärme spendeten. Gemeinsam wurden die letzten Sekunden gezählt, dann knallten die Sektkorken und die besten Wünsche für das Neue Jahr 2013 wurden gewechselt. Mit den Silvesterraketen nach Mitternacht schickten viele Kelsterbacher ihre Wünsche für das Neue Jahr in den Nachthimmel – und das Organisationsteam der Silvesterparty sicherlich den Dank für die gelungene Veranstaltung. (pos)
Artikel aus dem Freitags-Anzeiger vom 03. Januar 2013, Text: Leo Postl

11.01.2013, Kelsterbach Aktuell

Jubiläums-Reigen schließt mit Silvesterball
60 Jahre Stadt Kelsterbach - Der Silvesterball des Vereinsrings war der Schlusspunkt eines ereignisreichen Jubiläumsjahres. Über dreihundert Gäste begrüßten im Fritz-Treutel-Haus das Jahr 2013.

Bereits beim Sektempfang im Foyer wartete das Gloria Reuter Sextett mit einer musikalischen Begrüßung auf. Entsprechend eingestimmt, herrschte schon vor der offiziellen Eröffnung auf der Tanzfläche reger Betrieb. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vereinsringsvorsitzenden Thorsten Schreiner, für einen reibungslosen Ablauf sorgten seine Mitstreiterinnen Sonja Friedrich und Sandra Soliman.

Einer langen Tradition folgend fungierte die Dachorganisation aller Vereine und Verbände als Organisator und Veranstalter des städtischen Silvesterballs. Daher ging besonderer Dank an Bürgermeister Manfred Ockel und seinen Stellvertreter Kurt Linnert für materielle und ideelle Unterstützung. Großes Lob richtete der Veranstalter an die Adresse von Chef-Hausmeister Hans Lichtwaldt und seines Teams, deren Einsatz als wichtiger Beitrag Würdigung fand. Die geschmackvolle Dekoration trug einmal mehr die Handschrift von Silvia Lichtwaldts Ideenreichtum.

Tanz, Gesang und Comedy
"Cassiopeia" hieß der erste Programmpunkt, der klangvolle Name steht für eine Tanzgruppe vom Flörsheimer Karnevalsverein. Zu südamerikanischen Rhythmen zeigten acht kreativ kostümierte Damen ihr Können. Eine musikalische Zeitreise unternahm der Solist Thomas Pabst, dessen stimmungsvolle Einlage viele Evergreens von Frank Sinatra beinhaltete.
Bei dem Vortrag "Things" gelang ihm sogar ein textsicher vorgetragenes Duett mit einer imaginären Partnerin. Für Lachmuskelkater sorgte der Travestie-Comedian Olga Orange. Seine Ausführungen mündeten in herzhafte Pointen, die standing ovations nach sich zogen. Am aktivsten jedoch war an diesem Abend das Publikum, denn die vielen Tanzrunden wurden intensiv genutzt. Zu den Klängen des Gloria Reuter Sextetts war eine volle Tanzfläche garantiert, die sich auch auf die oberen Etagen ausdehnte.
Städtisches Führungsduo zählte den Countdown an
Kurz bevor der Monitor am linken Bühnenrand digital auf das neue Jahr verwies, blickten der Bürgermeister und der Erste Stadtrat auf 2012 zurück. Manfred Ockel und Kurt Linnert informierten in kurzen Abschnitten über Welt- und Stadtgeschehen von A - Z. Als die beiden das neue Jahr von der Bühne aus anzählten, öffneten die Gäste ihre Sektpiccolos mit Silvesteraufkleber. Viele begrüßten 2013 auf der Terrasse des Bürgersaals, auf dem Vorplatz trugen Schweden-Fackeln zu einer festlichen Stimmung bei. Eine Vielzahl zufriedener Gäste blickte auf eine gelungene Veranstaltung mit wenig Tanzpausen zurück.
Die längste davon hat sich jedoch richtig gelohnt, denn das kalt-warme Büfett setzte einen kulinarischen Glanzpunkt. Dirk Engischs Party-Service erwies sich als die richtige Wahl, gutes und reichhaltiges Essen und aufmerksames Personal rundeten das Gesamtbild des Abends ab.
Der Vereinsring, der ebenfalls 60- jähriges Jubiläum feierte, präsentierte einen Silvesterball, der getragen von gutgelaunten und zufriedenen Gästen seiner Bestimmung gerecht wurde. (Ts)
Artikel aus Kelsterbach-Aktuell vom 11. Januar 2013, Text: Thorsten Schreiner



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